Brachystelma barberae

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carallümchen
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Brachystelma barberae

Beitragvon carallümchen » 13. Oktober 2010, 21:08

Brachystelma barberae - das war die erste Brachystelma, die je auf meiner (damaligen) Fensterbank stand. Etwa um 1990 hat sie den Weg zu mir gefunden, blühte den ganzen Herbst - und als ich mich gerade an sie gewöhnt hatte, ist sie weggefault - tragisch. Das lag wahrscheinlich an der sehr kalten, weil schlecht gedämmten Fensterbank und meinem Unverständnis bezüglich der Unverträglich von Wasser und winterlichen Brachystelma-Knollen.
Doch auch heute noch finde ich sie schön, diese Art.
Brachystelma barberae wächst im Ostkap (früher Transkei), in Natal und vor allem in Transvaal in Savannen. Sie bildet bis zu 20 cm breite, abgeflachte, oft auch unregelmäßige Knollen, die wie viele Brachystelmen auch essbar sind. Sie bildet jährlich einen einfachen oder mehrästigen neuen Austrieb, der etwa 10 cm hoch wird und sehr haarig ist. Die Blätter sind 10 cm lang und etwa 2,5 cm breit, sie sind behaart, besonders an der Unterseite. Die Blüten entwickelnt sich meist in zwei Blütenständen, je mit bis zu 25 Blüten. Alle Blüten öffnen gemeinsam und blühen, sofern nicht bestäubt wird, recht lange. Die dunkel rotbräunliche Krone ist zwischen 2 und 4,5 cm groß, die Blütenblätter bilden einen Käfig, die Außenseite ist grün. Die Blüte hat eine etwa 0,5 cm tiefe Kronröhre mit Streifenmuster. Brachystelma barberae stinkt erbärmlich, was auch an der großen Zahl zeitgleich offener Blüten liegt. Doch wenn sie blüht, dann ist sie für mich eigentlich nur noch ein Wunder.
grüße carallümchen
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Brachystelma barberae (Exotica Clon) 010.JPG
Brachystelma barberae (Exotica Clon) 007.JPG
Brachystelma barberae (Exotica Clon) 001.JPG
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Re: Brachystelma barberae

Beitragvon Hoyningen » 13. Oktober 2010, 22:46

Sie ist wirklich ein Wunder, ganz große Klasse!

Frage: Im untersten Bild sieht man die Blätter und die wirken verwelkt. Ich kenne das von meinen Brachystelmen. Die welken verblüffend schnell. Gehst Du auf so ein Zeichen ein und gießt oder muss die noch warten bis zum nächsten Termin?

Und noch eine: Um so große Knollen zu machen müssen die ja zum Teil recht alt sein. Kriegt man das in Kultur auch hin? Wie lange hast Du denn Dein ältestes Brachystema? Hand aufs Herz?
Schöne Grüße

Volker

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Re: Brachystelma barberae

Beitragvon sabel » 14. Oktober 2010, 19:32

Ich hab meine jetzt den zweiten Sommer, der Caudex ist über den letzten Winter flachgeschrumpelt, hat sich jetzt im Sommer auch nicht wirklich prall gefüllt, aber seit ungefähr August hat sie schon die zweite Partie Knospen ausgebildet, die aber leider ab einer Größe von wenigen Millimetern wieder eindorren.
Jedenfalls lebt sie noch, irgendwann krieg ich sie hoffentlich endlich in den Griff, oder ermorde sie in allerbester Absicht... :(
Allerdings hab ich dafür wieder kein Welkes-Blatt-Problem..

Carallümchen, die Bilder sind wunderschön!!
Alles Liebe
sabel

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Re: Brachystelma barberae

Beitragvon carallümchen » 14. Oktober 2010, 20:21

Ja - das Ermorden geht bei dieser Art recht schnell - das weiß ich aus Erfahrung.
Das etwas welke Blatt hat die Pflanze, weil Blüten immer enorm viel Wasser verschwenden und dann eigentlich öfter gegossen werden muss.
Ist die Brachystelma trotz ausreichenden Wassergaben und ohne Blüten welk, dann hat sie die Wurzeln verloren. Sofort rausholen und eine Woche beobachten (z.B. in Küchentücher einpacken - sie mögen keine Sonne) - ggf. wieder eintopfen wie untern beschrieben.

Wir haben aber weniger Verluste seit - ja seit:
- wir (Uli und ich) die Brachystelmen in Bims mit hohem Holzkohleanteil halten,
- dreimal im Jahr mit Trichosan (oder einem vergleichbaren Fusarium-Antagonisten) gießen,
- immer vorbeugend was gegen die Spinnmilben tun (mit Ventilatoren und auch zur Zeit mit zerkrümelten Axoris Stäbchen von Compo),
- im November sukzessive alle Knollen rausholen, alle alten, hohlen Wurzeln entfernen und in neues Substrat setzen,
- möglichst kleine Töpfe verwenden
- alle im Gewächshaus absolut trocken bei 10°C stehen lassen,
- im Februar bei angekündigtem schönen Wetter leicht überbrausen und damit aufwecken und
- ab Mitte bis Ende März - je nach Austriebsstärke - wöchentlich gießen.

Seitdem gehen bei uns weniger Brachystelmen ein - aber eine Garantie gibt es nicht.
Vielleicht ist ja der eine oder andere Tipp etwas für euch.
Grüße Carallümchen
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Re: Brachystelma barberae

Beitragvon Hoyningen » 14. Oktober 2010, 23:11

Oh ja, - Danke schön!
Schöne Grüße

Volker


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