Ceropegia - Stecklinge von allen Arten möglich?

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maik rehse
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Ceropegia - Stecklinge von allen Arten möglich?

Beitragvon maik rehse » 5. Mai 2010, 20:52

Hallo Leute,

der Titel lässt es ja schon vermuten. Ich würde gern wissen ob man von allen in Kultur befindlichen Ceropegien Stecklinge machen kann. Mir geht es momentan speziell um die beiden Arten C. rendallii und C. conrathii. Sie treiben gerade kräftig aus und beginnen zu blühen. Ich würde gern ein paar Jungpflanzen erhalten und deshalb mal bei euch nachfragen ob das überhaupt Aussicht auf Erfolg hat. Wäre schade um die Triebe wenns nicht klappen kann. Sollte ich warten bis sie ausgehärtet sind oder funktioniert es auch mit jungen, noch weichen Trieben?

Liebe Grüße, Maik

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Hoyningen
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Re: Ceropegia - Stecklinge von allen Arten möglich?

Beitragvon Hoyningen » 6. Mai 2010, 14:32

Hallo Maik,

meine C. rendallii (das ist die mit den unterirdischen Ausläufern und Tochterknollen) läßt sich ganz einfach teilen. Triebstecklinge von oberirdischen Trieben habe ich noch nicht versucht. Alex' Form, mit nur einer Knolle und langen Austrieben, kann ich nicht beurteilen, da müßte er was dazu sagen.
Schöne Grüße

Volker

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sabel
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Re: Ceropegia - Stecklinge von allen Arten möglich?

Beitragvon sabel » 8. Mai 2010, 22:41

Triebsteckis von der C. conrathii haben bei mir gut funktioniert; hab sie in Wasser bewurzelt, es bildeten sich Wurzeln und Knöllchen - ich hab ein Foto gezeigt bei den Pflanzenportraits/C. conrathii;

Daß ich sie leider - bis auf einen, den ich verschickt habe - ermordet habe, steht auf einem anderen Blatt.. :(
Alles Liebe
sabel

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Re: Ceropegia - Stecklinge von allen Arten möglich?

Beitragvon TOM.69 » 11. Mai 2010, 08:07

sabel hat geschrieben:Daß ich sie leider - bis auf einen, den ich verschickt habe - ermordet habe, steht auf einem anderen Blatt.. :(


... und der hat es auch nicht geschafft :oops: :cry:

Ich ziehe grad einen Steckling von C. monteroie. Ich habe einen genommen, bei dem sich an einem Knoten schon braune Knubbel gebildet hatten und in Substrat gesteckt. Ich habe ihn im Sommer geschnitten und bislang hat er sich kein Stück weiter entwickelt, vielleicht sollte ich mal nachschauen wie es mit Wurzeln ausssieht?

Liebe Grüße

vom TOM

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Hoyningen
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Re: Ceropegia - Stecklinge von allen Arten möglich?

Beitragvon Hoyningen » 11. Mai 2010, 13:47

TOM.69 hat geschrieben: vielleicht sollte ich mal nachschauen wie es mit Wurzeln ausssieht?

Liebe Grüße

vom TOM


Lass' die Finger davon! Ich kenne das Problem selbst, aber nachbuddeln ist immer das schlimmste! Hast Du mal einen Stein draufgelegt? Ich finde, das hilft meistens.
Schöne Grüße

Volker

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Re: Ceropegia - Stecklinge von allen Arten möglich?

Beitragvon TOM.69 » 11. Mai 2010, 14:27

Hoyningen hat geschrieben: Hast Du mal einen Stein draufgelegt? Ich finde, das hilft meistens.


Zum Beschweren oder weil sich unter dem Stein die Feuchtigkeit länger hält? Was meinst Du könnte dafür der Grund sein? Denn fest im Substrat steckt der Zwerg, nur wachsen will er nicht.

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Re: Ceropegia - Stecklinge von allen Arten möglich?

Beitragvon a.lang » 11. Mai 2010, 16:17

Wenn die Blätter etwas sukkulenter sind, kann man es auch mit Blattstecklingen versuchen, diese einfach unter gespannter Luft in feuchten Vogelsand stecken. Das dauert allerdings elend lang.
Liebe Grüße
Alex

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Re: Ceropegia - Stecklinge von allen Arten möglich?

Beitragvon maik rehse » 11. Mai 2010, 17:55

Hallo Leute,

vielen Dank für eure Antworten. Leider hat sich das Thema Stecklinge zumindest für meine C. conrathii bereits erledigt. Warum erklär ich euch nachher an anderer Stelle. Hat schon mal jemand Stecklinge bei C. rendallii versucht?

Liebe Grüße!

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Re: Ceropegia - Stecklinge von allen Arten möglich?

Beitragvon carallümchen » 14. Mai 2010, 14:01

Ich stecke alles in Bims oder sogar in reine Perlite. Die Stecklige schneide ich so, dass der Teil, der in den Boden kommt, nur 0,5-1 cm unterhalb der Blattachsel mit eine scharfen Messer geschnitten wird. Dann bleiben noch 1-2 Blattachseln über der "Erde".
Das Substrat sollte mindestens 1 Woche durchgehend feucht bleiben. Mit so einem lockeren Substrat lässt sich auch gut testen, ob schon Wurzeln gebildet wurden, weil es - halbwegs trocken - einfach abgeschüttelt wird und aus dem Topf kullert. Bewurzelt wird über das ganze Jahr - im Sommer im Gewächshaus im Schatten, im Winter im Wohnzimmer (schön warm).
Bei den Triebstecklingen haben gut gewurzelt: rendallii, conrathii, alle aus der linearis-Gruppe, ja, eigentlich alle, sofern die Spenderpflanze nicht schon eine Infektion hatten - sonst faulen auch die Jungpflanzen mit neuen Wurzeln leicht weg.
Bei C. carnosa ist es für mich etwas schwierig: sind die Triebe zu alt, dann sind sie sehr holzig, zu jung sind sie schlapp und schrumpfen nach dem Abschneiden. Nur 10% der Stecklingen haben auch Wurzeln bekommen. Aber jetzt habe ich festgestellt, dass man einfach die Triebe der Pflanze nach unten drückt und einen anderen Topf draufstellt (meine Töpfe sind quadratisch und stehen nur auf den 4 Ecken). Die Triebe sind so im Dunkeln, faulen und schrumpfen nicht und bilden bei regelmäßigem Gießen Wurzeln von 1-2 cm aus. Erst dann kann man die Triebe schneiden und die neue Pflanze wächst recht schnell weiter. Es ist die klassische "Senker"-Bewurzelung der Gärtner - nur umgemodelt auf Sukkulentensammler. Ich werd's bei C. carnosa jetzt immer so machen.
Grüße
carallümchen
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Re: Ceropegia - Stecklinge von allen Arten möglich?

Beitragvon maik rehse » 14. Mai 2010, 21:48

Vielen Dank für diese umfangreichen Tipps! Die Methode scheint sehr einleuchtend. Der zukünftige Steckling erhält so noch genügend Nährstoffe von der Mutterpflanze um Wurzeln bilden zu können. Ich werde diese Methode mal bei meiner C. rendallii versuchen! Sie hat übrigens heute die erste Blüte geöffnet, Bilder gibts in den nächsten Tagen!

Dass der Austrieb nur am schlafenden Auge des Nodiums stattfinden kann ist klar, aber gilt das auch für die Wurzeln? Können bei Ceropegien Wurzeln auf der gesamten Trieblänge gebildet werden oder nur im Bereich der Nodien?

Liebe Grüße, Maik

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Re: Ceropegia - Stecklinge von allen Arten möglich?

Beitragvon a.lang » 17. Mai 2010, 19:55

maik rehse hat geschrieben:Können bei Ceropegien Wurzeln auf der gesamten Trieblänge gebildet werden oder nur im Bereich der Nodien?


Also zumindest bei den dicktriebigen Arten auf der gesamten Trieblänge, bei C. carnosa aber ebenfalls, das weiß ich zufällig aus eigener Erfahrung.
Liebe Grüße
Alex

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Re: Ceropegia - Stecklinge von allen Arten möglich?

Beitragvon Hildor » 23. Mai 2010, 13:42

Hallo
C. rendallii und C. conrathii wurzeln eigentlich gut auch die rendalii die klettert.Mach das meist in Seramis - mein rendalii Steckling hvom märz hat schon ne kleine Knolle.In perlite oder kokoshum geht auch.Wüchsigere wie haygarthii, aristolochioides ,robynsiana usw. kann man auch direkt einpflanzen.Statrksucculente stapeliforme,die ganzen dimorphen ,radicans leg ich nur auf Substrat (event. mit Stein beschweren) .wärme ist der ganzen Sache förderlich. In letzter zeit hat ich gute erfolgre in durchsichtigen Plasticeimern mit deckel.Unten ne Schicht Seramis ,Sand, Kokohum oä.- anfeuchten Stecklinge einfach in den eimer legen Deckel drauf und warmstellen- ab und zu lüften. Die Stecklinge triben dann gut wurzeln ohnre im Substrat zu stecken - teilweise schon nach ein paar Tagen.Alles in allem sind Ceropegien leicht zu bewurzeln -schwierig sind nur einige mit Knollen und bei mir persönlich Ceropegia ballyana - selbst abgesenckte Triebe brauchen ewig zum Wurzeln bei mir
mfg
Hildor.


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