Keimdauer bei Ascleps

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carallümchen
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Keimdauer bei Ascleps

Beitragvon carallümchen » 6. Januar 2010, 22:10

Hallo Aussäer!
bei der diesjährigen Aussaat ist mir aufgefallen, dass die Gattungen verschieden keimten
Larryleachia war wie immer nach 24 Std. voll da; kein Nachkeimen
Hoodia ebenso, am 2. Tag waren alle gekeimt; kein Nachkeimen
Pseudolithos keimte zu 20% innerhalb von 2 Tagen, dann aber hat sich die Keimung bis zu den jetzigen 70% der ausgesäten Samen über 4 Wochen hingezogen.
Ceropegia dimorpha brauchte 10 Tage bis zum ersten Keimling, keimte zu 50% und kam nach 3 Wochen nochmal mit den zweiten 50% nach.
Echidnopsis brachte es nur auf 50% insgesamt, war aber nach 3 Tagen da.
Brachystelma war sehr unterschiedlich, filifolium und remotum waren schnell da, circinatum hat 3 Wochen gebraucht.
alle standen feucht, mit Chinosol gegen Pilz, gespannte Luft, Beleuchtung 400 W;
Habt Ihr ähnliche Erfahrungen - wie keimt's bei euch?????
grüße carallümchen
Zuletzt geändert von carallümchen am 7. Januar 2010, 11:00, insgesamt 1-mal geändert.
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CABAC
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Re: Keimdauer bei Ascleps

Beitragvon CABAC » 7. Januar 2010, 06:02

Hallo zusammen!
Carallümchen ich kann Deine Angaben bestätigen.

Ich habe am 30.12. 09 alle Asclepiensamen (20 verschiedene Arten in Mengen von 5 bis 100 Korn) für den Aussaatjahrgang 2010 ausgesät. Die äußeren Verhältnisse sind seit 15 Jahren gleich. Wie immer in Zimmergewächshäusern (unterschiedlicher Größe), unter Kunstlicht (2 x 36 W/ 12 Std ) und Zusatzwärme bei ca. 28 °C [ nachts 14-16°C]. Einzige Änderung in diesem Jahr ist, dass ich die Pseudolithossamen einzeln in 6er Töpfe in ein etwas anderes Substrat gesteckt habe.

Am 30.12.09 wurde die Saat gegen 18:00 eingesetzt und angegossen. Die erste Keimung beobachtete ich am 01.01. gegen 16:00 bei Larryleachia marlothii (da waren aber schon drei Sämlinge komplett zusehen). Am nächsten Tag hatten drei weitere Arten ( Hoodia, Quaqua und Tridentea) angefangen zu keimen. Von da an ging es Schlag auf Schlag. Am längsten Zeit ließ sich Pseudolithos migiurtinus, dass der unter meinen Verhältnissen wenigsten 5 Tage brauchen würde, war mir aber bekannt. Nicht gekeimt hat bis heute Pseudolithos caput-viperae.

Was mir in diesem Jahr besonders aufgefallen ist, ist das alle Arten innerhalb von 2 Tagen gekeimt haben und es kaum Nachkeimer gibt. Das ist m.M. erwähnenswert, weil die Samen aus wenigsten drei unterschiedlichen Quellen stammen (Asclepidarium, Köhres und eigener Sammlung).


Und wie siehts bei Euch aus?


Ich wünsche allen einen schönen Tag

Euer CABAC
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Re: Keimdauer bei Ascleps

Beitragvon CABAC » 10. Januar 2010, 15:04

Hallo zusammen,

nun hat sich noch die letzte Asclepiengattung zur Keimumg durchgerungen:
Pseudolithos caput viperae;

ausgesät (10 K) am 30.12.09. gekeimt (3) am 09.01.2010, ca. 3 mm im Durchmesser.

Nun geht die Zitterei und das Bangen wieder los, ich glaube, ich werde sie wie beim letzten Mal alle pfropfen.

Schönen Sonntag

Euer

CABAC
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Re: Keimdauer bei Ascleps

Beitragvon Yaksini » 11. Januar 2010, 09:55

Leider habe ich mir die Keimzeiten meiner bislang ausgesäten Ascleps nie vermerkt :oops: . Kann aber bestätigen das es recht schnell geht. Selbst Samen die schon nicht mehr ganz taufrisch waren keimten zuverlässig.
Liebe Grüße
Brigitta

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Re: Keimdauer bei Ascleps

Beitragvon Hoyningen » 18. Februar 2010, 10:38

Ich habe Ceropegia rendallii ausgesät, habe aber nach 12 Tagen noch keine Keimung. Die Samen sind prall, aber es tut sich nichts. Wer hat Erfahrung mit Ceropegia-Aussaat?
Schöne Grüße

Volker

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Re: Keimdauer bei Ascleps

Beitragvon a.lang » 18. Februar 2010, 18:42

Hoyningen hat geschrieben:Wer hat Erfahrung mit Ceropegia-Aussaat?


Hallo !

Mit speziell dieser Art leider nicht, aber mit anderen.

Die Samen keimten teils schon einen Tag nach dem Aussähen !!!
Liebe Grüße
Alex

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Re: Keimdauer bei Ascleps

Beitragvon Hoyningen » 18. Februar 2010, 20:56

Hallo Alex,

irgendwelche Besonderheiten? Wie warm oder kühl? Licht, Feuchte?

Danke!
Schöne Grüße

Volker

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Re: Keimdauer bei Ascleps

Beitragvon a.lang » 18. Februar 2010, 21:44

Hoyningen hat geschrieben:irgendwelche Besonderheiten? Wie warm oder kühl? Licht, Feuchte?


Als Substrat für Aussaaten verwende ich Kakteensubstrat + Vogelsand (1:1), vor Verwendung gedämpft.

Ansonsten habe ich nie irgendwas besonderes gemacht, der Aussaattopf steht in einer Tupperdose im Fenster, wenn möglich in der Sonne. Zur Temperatur kann ich nichts sagen, so warm wie die Sonne eben im März/April scheint. Das Substrat wird besprüht, das es richtig schön feucht ist, später sprühe ich nur noch alle paar Tage mal einfach so in die Dose.

Ich hatte die Samen etwas ins Substrat gesteckt, so etwa zur Hälfte.
Liebe Grüße
Alex

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Re: Keimdauer bei Ascleps

Beitragvon Hoyningen » 19. Februar 2010, 11:36

Irgendwie haben die unseren Austausch mitgekriegt! Heute keimt die Erste!
Schöne Grüße

Volker

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Re: Keimdauer bei Ascleps

Beitragvon a.lang » 19. Februar 2010, 16:30

Hoyningen hat geschrieben:Irgendwie haben die unseren Austausch mitgekriegt! Heute keimt die Erste!


Glückwunsch ! ;)

Ich drück Dir die Daumen, dass der Rest auch noch keimt und gedeiht.
Liebe Grüße
Alex

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Re: Keimdauer bei Ascleps

Beitragvon carallümchen » 30. März 2010, 21:12

Nach meiner Erfahrung ist die Keimdauer bei Ascleps meist kurz -
sehr kurz bei Hoodia oder Larryleachia: hier keimt's meist bereits nach 24 Stunden und spätestens nach 3 Tagen ist alles gekeimt - Nachzügler sind selten
sonst alles innerhalb 1 Woche - und jetzt die beobachteten Ausnahmen:
Brachystelma kann über 2-3 Wochen keimen
Ceropegia braucht bei uns immer mindestens 1 - 2 Wochen, bis auch nur die erste keimt.
Rhytidocaulon subscandens hat bei 15 Samen innerhalb von 3 Tagen 5 Keimlinge geschoben, dann 1,5 Wochen nichts getan und dann keimten 7 Pflänzchen nach - das war wirklich nicht verständlich.
Hybriden brauchen meist lange - 1-2 Wochen - und dann keimen oft nur wenige - aber bei manchen Hybriden keimen die Samen auch zu 100% in den ersten 3 Tagen.
Mehr fällt mir gerade nicht ein - ich schreibe diese Beobachtungen nicht auf - vielleicht sollte ich es mal tun?!
Grüße
Carallümchen
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Re: Keimdauer bei Ascleps

Beitragvon CABAC » 31. März 2010, 08:22

Hallo carallümchen (@ hallo zusammen),
danke für Deine Informationen.

Gehöre ja zu den "Oberniedlichen" unter den Sukkulenten und Kakteenausäern und deshalb machen solchen Informationen nur Sinn, wenn man die Verhältnisse kennt, unter denen Deine Keimergebnisse zustande gekommen sind. Bei mir sieht das seit Jahren so aus: Ich plane jährlich zwei bzw. drei Aussaaten, für die ich eine Agenda (lege also schon frühzeitig fest was und wieviel wovon ich aussäe) schreibe und anschließend bis zum Pikiern sehr genau dokumentiere. Warum ich das mache, hat mit einem Gespräch zutun, dass ich am Anfag meiner Sammelleidenschaft mit Prof.Dr. Karl Zimmer von der Uni Hannover geführt hatte.

Erste Aussaat
Alle Aussaaten erfolgen unter KB und Zusatzwärme im Fenster des Arbeitszimmers, Himmelsrichtung Nordost.
Verteilung : 1. 16 KSB im Terrarium, sowie "7+8" mit KB und regelbarer Zusatzheizung (Terrarienheizkabel 20 Watt), 3 beheizte Zimmergewächshäuser auf der untersten Ebene 1 > "1" groß mit 24 8er Töpfe + "4" groß mit 40 6er Töpfen und 9 5er Töpfen + "2 klein" mit 15 je 8er Töpfe) bei 32-34 °C ungeregelt mit KB ;3 unbeheizte beheiztes Zimmergewächshäuser ( "3+ 6" mit 15 je 8er Töpfe, + "5" 28 6er Töpfe,auf dem mitteleren Regalboden mit KB, die Beheizung erfolgt über die Betriebswärme Beleuchtungseinrichtung der "1 + 2+4".

Raumtemperatur ab 07:00 Uhr ca. 22°C, ab 20:00 Uhr 17°C


KSB sind Klarsichtbehälter für Feinkostartikel, "7+8" = z.B. die Nummern der Zimmergewächshäuser; die Position bzw. der Aufstellungsort richtet sich nach besten Keimtemperaturen. Also in "6" sind alle Weingartien der südlichen Gruppe; sie brauchen den sonnigsten Platz.

Die zweite Aussaat erfolgt bei mir gewöhnlich im April (und weil ich diese gerade vorbereite habe ich auch keine Zeit, hier länger und aufführlich zu berichten) eines jeden Jahres und umfasst meistens die hochandinen Kakteenarten bzw. Sukkulenten aus Südafrika ( Lithops, Avonia oder Pelargonien). Die werden dann ohne Zusatzwärme und Kunstlicht auch in Einzeltöpfen in einem größerem Zimmergewächshaus an einem schattigen ins Gewächshaus gestellt. Keimraten sind dort für diese Samen überragend. Im letzten Jahr konnte ich ganz frischen Samen von Ceropegia woodii aussäen und konnte bei dieser Asclepia die erste Keimumg nach 2 Tagen feststellen.

Ich denke mal dass, Deine und meine Ergebnisse auf die jeweiligen häuslichen Verhältnisse beruhen und für unerfahrene Pflanzenfreunde nur Anhaltswerte sein können. Da muss jeder seine eigenen Erfahrungen machen und diese auch dokumentieren...

...in diesem Sinne wünsche ich allen einen schönen Tag

Euer

CABAC

PS: Das war nur der erste Teil zu diesem Thema.
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