Diskussion Aussaat von Ascleps

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Hoyningen
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Re: Diskussion Aussaat von Ascleps

Beitragvon Hoyningen » 3. Februar 2011, 09:30

Wo wir hier so schön dabei sind: Ich will demnächst einige Brachystelma aussäen: gibt es da Tipps, wie man da am Besten macht? Bzw. was man tunlichst vermeiden sollte? Meine letzten solchen Aussaaten sind mir ganz schnell umgekippt, vermutlich waren sie zu nass. Ist ein Beizmittel (Aatiram) empfehlenswert?
Schöne Grüße

Volker

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Re: Diskussion Aussaat von Ascleps

Beitragvon Asclepidarium » 3. Februar 2011, 17:54

Hallo Volker,

eigentlich gibt es nichts zu beachten, was man nicht bei anderen Ascleps auch tun sollte:

rein mirealisches steriles Substrat,
schön warm (rund 25-28 °C),
nach der Keimung schön hell, aber z.B. nicht so hell wie für Pseudolithos, Hoodia, Larryleachia etc.
nach der Keimung konstant feucht halten und vielleicht nach ca. 2-3 Wochen auch mal kurzzeitig trocken fallen lassen.
angiessen mit Chinosol
täglich auf Pilze kontrollieren
täglich abgefaulte Keimlinge entfernen.

Beizung der Samen in jedem Fall ratsam. Atiram funktioniert sehr gut. Allerdings lassen sich Ausfälle nicht immer vermeiden.

Man darf sich zudem nicht irritieren lassen, Brachystelmen brauchen deutlich länger zum Keimen wie andere Arten, 2-3 Wochen können es schon mal sein.

Viele Grüße

Uli
Viele Grüße

Ulrich Tränkle

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Re: Diskussion Aussaat von Ascleps

Beitragvon a.lang » 27. Februar 2011, 20:15

Hallo alle miteinander!

Sagt mal, wann sät man denn am besten aus?

Wegen der Frische der Samen usw.. :?

Mir ist das jetzt nämlich noch zu dunkel und auch zu kalt hier in den Fenstern, aber ich will auch nicht, dass mir die Samen vorher schon absterben.
Liebe Grüße
Alex

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Re: Diskussion Aussaat von Ascleps

Beitragvon Hoyningen » 28. Februar 2011, 09:21

Hallo Alex,

das hängt ganz davon ab, was Du technisch zur Verfügung hast. Meine Aussaat aus unserer gemeinsamen Bestellung ist so untergebracht:

Beleuchtung.jpg


Das ist eine überzählige Aquarienabdeckung, mit zwei Leuchtstoffröhren oben drüber. Das Bild wirkt ein wenig düster, das liegt aber an der automatischen Belichtung. Und unten drunter ist, ja wirklich, ein Heizkissen auf Stufe 1. Beleuchtung und Heizung hängen an Zeitschaltuhren. Die Beleuchtung allein schafft es, in der Aussaatschale unter der Haube 24 Grad zu erzeugen. Nachts geht es dann auf Zimmertemperatur. Das Heizkissen ist nicht die ganze Zeit an, schafft aber, wenn man es anlässt, maximal 30 Grad. Gekocht wird da also nichts. Nachts bleibt es ganz aus.

Ich habe vor 4 Tagen ausgesät und habe heute morgen die ersten Keimlinge. Ich verwende ein rein mineralisches Substrat aus Bims, Perlite, Blähtongrus, Sand und feinkörniger Holzkohle. Angegossen habe ich mit demineralisiertem Wasser, das auf 1/8 Liter je eine Gurgeltablette zu 0,04g Chinosol sowie 1 ml/Liter Physan enthält (Physan ist ein kationisches Detergenz mit keimtötenden Eigenschaften).

Ich weiß von anderen Aussäern, dass sie oft schon im Herbst anfangen, um dann im darauf folgenden Herbst Pflanzen zu haben, die gut über den Winter kommen.

Ohne Kunstlicht und Zusatzbeleuchtung würde ich nicht vor Ende März anfangen.
Schöne Grüße

Volker

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Re: Diskussion Aussaat von Ascleps

Beitragvon a.lang » 2. April 2011, 15:03

Hallöchen!

Aussaatversuch Nummer 1 ist gescheitert - die Samen sind verschimmelt. :evil:

Aussaatversuch Nummer 2, die Samen habe ich mit Chinosol behandelt, läuft noch, sieht aber, ehlich gesagt, auch nicht so dolle aus. :|
Liebe Grüße
Alex

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Re: Diskussion Aussaat von Ascleps

Beitragvon Hoyningen » 4. April 2011, 08:58

Hallo Alex,
Du säst doch sicher Ceropegia aus, oder? Die brauchen in meiner Erfahrung lang zum keimen, 10 Tage und länger.
Wenn Du rein mineralisches Substrat benutzt, findet der Schimmel keinen Nährboden, alles, wovon er zehrt ist auf der Oberfläche der Samenkörner und schnell verbraucht. Jedenfalls ist das meine Erklärung, weshalb bei mir gelegentlicher anfänglicher Schimmel schnell wieder zusammen gebrochen ist. Und ein paar Tage später trat Keimung ein.
Natürlich können aber ein oder auch mehrere Körner sich innerlich zersetzen und den Schimmel nähren. Auch das ist mir schon passiert. Vor allem bei schnell keimenden Arten wie Huernia oder Orbea habe ich den Eindruck, dass einsetzender Schimmel den Keimling in einer empfindlichen Phase erwischt und dann umbringen kann.

Weiß jemand, ob die Keimlinge in Samenkörnern bis zur Keimung steril sind? Dann ist die Keimung ja auch eine erste Begegnung mit der unsterilen Umgebung und entsprechend kritisch!
Schöne Grüße

Volker

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Re: Diskussion Aussaat von Ascleps

Beitragvon a.lang » 4. April 2011, 10:43

Hallo!

Der zweite Versuch geht auch gerade in die Hose, die Samen verschimmeln ebenfalls.

Naja, hat nicht sollen sein ....
Liebe Grüße
Alex

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Re: Diskussion Aussaat von Ascleps

Beitragvon sabel » 4. April 2011, 14:15

Ich habe bei den Ceropegien bisher nur von einem Freund geernteten Samen einer C. sandersonii Hybride und C. woodii ausgesät; die woodii kamen hervorragend, bei der sandersonii nur 1 Stück von mindestens 15 Samen und das wächst sehr langsam.

Aber von Schimmel war da nix zu finden, ich habe aber auch rein mineralisches Substrat genommen, dafür die Samen aber nicht mal gebeizt, weil ich vergessen hatte..
Alles Liebe
sabel

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Re: Diskussion Aussaat von Ascleps

Beitragvon Asclepidarium » 4. April 2011, 17:03

Hallo Alex,

das ist schon ziemlich ungewöhnlich. Verschimmelte Asclepssammen sind eigentlich nicht sehr häufig. Normalerweise matschen die nur vor sich hin und Pilze treten nicht auf.
Hast du die Samen denn gebeizt? Z.B. mit Atiram? Das unterdrückt i.d.R. sehr effektiv jeden Pilz auf den Samen.
Chinosol und alle anderen Gießwasserzusätze helfen nur sehr bedingt und sind i.d.R. nicht in der Lage Pilze auf Resten des Fruchtfleisches oder sonstige Pilze auf den Samen effektiv abzutöten. Chinosol ist nur für das Substrat gedacht und hier sind Pilze, sofern man rein mineralisch vorgeht, sehr selten.

Viele Grüße

Uli
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Re: Diskussion Aussaat von Ascleps

Beitragvon a.lang » 4. April 2011, 19:19

Hallo!

Bei Kakteen hatte ich auch nie Probleme, die hatte ich auch nie gebeizt o.ä..

Diesmal habe ich Chinosol verwendet und das auch nur ausnahmsweise. Ich hatte vorher schon einmal Ceropegias ausgesät, die Stangenarten von den Kanaren, die keimten innerhalb von drei Tagen, und zwar alle.

Vielleicht waren die Samen ja auch nicht mehr die Allerneusten, macht aber nix. ;)
Liebe Grüße
Alex

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Re: Diskussion Aussaat von Ascleps

Beitragvon a.lang » 7. April 2011, 14:34

Hm, das zarte Pflänzchen Hoffnung keimt ganz vorsichtig ....

Ist da einer der Samen geöffnet? Schaut da ein noch farbloses Embryönchen heraus?

Wir werden sehen - drückt mir doch bitte mal sämtliche Daumen! ;)
Liebe Grüße
Alex

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Re: Diskussion Aussaat von Ascleps

Beitragvon CABAC » 31. Dezember 2012, 09:49

Hallo zusammen,
auch bei mir keimt es zweimal, ersten die Hoffnung auf eine erfolgreiche Asclepienaussaat 2013 und zweitens allerlei an Asclepiensamen:

Anomalluma dodsoniana
Apteranthes europaea
Caralluma arabica
Ceropegias linearis
Hoodia juttae Hybriden
Larryleachia cactiformis
Pseudolithos cubiformis
Pseudolithos eylensis

Die Aussaat erfolgte vor 2 Tagen und wieder einmal verblüffte mich Larryleachia cactiformis. Denn fast genau nach 24 Stunden konnte ich den ersten Keimling entdecken. Und nach 36 Stunden war dann auch der erste Sämling von Caralluma arabica sichtbar.

Meine Temperatur liegt bei ca. 28,5° C am Tag, nachts bei ca.16°C. Die Aussaaten bekommen Kunstlicht [2x 36 W LSR TL-D 36 W / 865] über 12 Stunden. Das Aussaatsubstrat (Blähschiefer, Bims, Perlite, Zeolithe, Ziegelsplit, Lavagrus,Quarzsand und ca 5 % Lös) wurde 120 Minuten bei 100 ° C gedämpft. Angegossen habe ich demineralisierten Wasser, welches ich auf 5 Ltr. mit 1/2 g Chinosol (Altprodukt) angereichert hatte. Gebeizt habe ich die Asclepiensamen nicht.

Macht es gut

Euer

CABAC
Es gibt nur einen Grund, warum es sich lohnt alt zu werden: Die Verwirklichung der Kindheitsträume!


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