Asclepienpfropfungen

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CABAC
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Re: Asclepienpfropfungen

Beitragvon CABAC » 19. März 2013, 08:00

Hallo Jürgen.
wie ich sehe verfolgst Du auch die Zweiwegetaktik bei der Kultur unserer todessehnsüchtigen Lieblinge. Bei meinen gepfropften WS-C kann ich nachwie vor von einem guten Erfolg berichten. Meine erste WS-C-Pfropfung schickt sich an, die ersten Knospen wachsen zu lassen:

WS-C_008.jpg
WS-C_009.jpg


Was diese junge Pfropfung dazu bringt nun schon in Blüte zugehen, kann ich nur wage vermuten. Denn meine anderen WS-C blühen immer noch, sodaß ich die Möglichkeit der Stimulation nicht ausschließen kann.
WS-C_Pf_3.jpg

WS-C_PF_3_2013.jpg



Aber auch die gepfropften Pflanzen sind gefährdet. So konnte ich vor ein paar Tagen beobachten wie sich eine Schmierlaus auf einer Pfropfung festsetzen wollte:
3561.jpg


Sie hat ihre Dreistigkeit mit dem Leben bezahlen müssen und ihre widerliche Verwandtschaft übrigens auch.

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Re: Asclepienpfropfungen

Beitragvon lophario » 19. März 2013, 20:41

CABAC hat geschrieben:Hallo Jürgen.
wie ich sehe verfolgst Du auch die Zweiwegetaktik bei der Kultur unserer todessehnsüchtigen Lieblinge.


Hallo Herbert,
wie meinst du das? :?:

Diese P. cubiformis Pfropfung vom 09.03.13 scheint bereits auszutreiben. Die Unterlage ist eine Stapelia asterias von dir. Ich finde bei denen erkennt man ganz schlecht die Leitbündel, das macht das Pfropfen zum Glücksspiel... :? Hoodia oder Ceropegia ist mir deswegen lieber!

BildBild

MfG

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Re: Asclepienpfropfungen

Beitragvon lophario » 6. April 2013, 09:53

Tag zusammen,
von meinen Winter-Asclep-Pfropfungen zeigen jetzt alle bis auf eine Wachstum. Vll wartet die ja auf den Frühling...

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Re: Asclepienpfropfungen

Beitragvon CABAC » 7. April 2013, 08:01

Hallo zusammen und an Jürgen ein Dankeschön für die Info.
also ich habe mal wieder die Erfahrung gemacht, dass man Aslepienpfropfungen, egal mit welcher Unterlage, während der kalten Jahreszeit gerne etwas wärmer halten kann und dann natürlich auch etwas feuchter.

Ich erlebe gerade mit der WS-C auf Ceropegia,dass wenn ich die Pfropfung zu trocken halte, das Wachstum der Knospen stockt. Seit einer Woche wird diese Pflanze
WSC_PF4_7413m8.jpg

im Abstand von 3 Tagen gegossen. Die Knospen wachsen zusehens und werden sich wohl spätesten übermorgen öffnen.

Hier ist die Pflanze mit ihrer gleichaltrigen wurzelechten Schwester:
3639.jpg

Wer genau hinschaut, kann an der Wurzelechten die Stellen finden, aus der sich später die Knopsen schieben.

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Re: Asclepienpfropfungen

Beitragvon ascleptomaniac » 9. April 2013, 17:40

CABAC hat geschrieben:Hallo zusammen und an Jürgen ein Dankeschön für die Info.
also ich habe mal wieder die Erfahrung gemacht, dass man Aslepienpfropfungen, egal mit welcher Unterlage, während der kalten Jahreszeit gerne etwas wärmer halten kann und dann natürlich auch etwas feuchter.

Ich erlebe gerade mit der WS-C auf Ceropegia,dass wenn ich die Pfropfung zu trocken halte, das Wachstum der Knospen stockt. Seit einer Woche wird diese Pflanze
WSC_PF4_7413m8.jpg

im Abstand von 3 Tagen gegossen. Die Knospen wachsen zusehens und werden sich wohl spätesten übermorgen öffnen.


ahoi cabac,

deine gepfropfte WSC würde mir etwas sorgen machen, wenn sie meine wäre. besteht denn nicht die gefahr, dass sie sich am prall gefüllten fleisch der rippen von der unterlage abhebt? die wirft ja schon bögen ...
gruß, pit

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Re: Asclepienpfropfungen

Beitragvon CABAC » 10. April 2013, 05:41

Ahoi Alex,

es ist ja hinlänglich bekannt, das derjenige, der ein sorgenfreies Leben führte sich nur ein paar hochsukkulenten Asclepien in die Sammlung stellen braucht, um danach nie wieder sorgenlos zu sein. In sofern hast Du Recht.

WSC haben wie ja bekannt ist meisten einen geometrischen Habitus. Sie haben vier Rippen und vier Seitenflächen.

Wenn ich mir meine Pflanzen so betrachte, sind weder Rippen noch die Seiten gleich, sondern sehr unterschiedlich. Und sie haben alle eine Schokoladenseite.

Ich habe meine erste selbstgefropfte WSC nicht mit ihrer Schokoladenseite fotografiert, sondern die Seite, mit der ich die Knospen ablichten konnte.

Und so sehen die andern drei Seiten der WSC aus:
3842.jpg
3843.jpg
3844.jpg


Nun musst Du selbst entscheiden, ob ich noch besorgt um die Pforpfung sein muss.

Wirklich spannend ist für mich auch, wie Farbe und Form der Blüte dieser Pflanze ausfallen werden. Denn nicht nur im Habitus (Wuchsform) hat jede meiner WSC ihre eigenen Merkmale, sondern auch in der Ausprägung ihre Blüten oder Lage der Knospenansätze sind sie sehr unterschiedlich:
3851.jpg
3852.jpg
3853.jpg


Dafür dass mir beim Kauf auf der ELK 2011 der Pflanzen nur kurze Verweildauer und wenig Freude prophezeit wurde, habe ich schon jede Menge Spaß damit gehabt.

Mach(t) es gut

Euer
CABAC
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Re: Asclepienpfropfungen

Beitragvon CABAC » 16. April 2013, 08:56

So meine lieben Asclepienfreunde,
egal, ob nun nur den Wurzelechten nahestehend oder wie ich auch Pfropfungen akzetierend, gestern gingen die Knopsen meiner ersten WSC-Pfropfung auf:

3910m8.jpg

3912m8.jpg


Damit die Fliegen etwas zum Spielen hatten, stand diese Pflanzen zusammen mit einer anderen blühenden WSC den ganzen Tag bei vollem Sonnenschein im Garten.

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Re: Asclepienpfropfungen

Beitragvon Kurt » 16. April 2013, 10:11

Hallo Herbert,

zwar habe ich solche schönen Kräuter nicht, aber gefallen tun sie mir. Hoffentlich haben die Fliegen den eingerichteten Spielplatz gefunden und kräftig genutzt. Schöne Pflanzen und schöne Blüten. Nur leider wohl ein bißchen schwierig in der Kultur. Aber Du hast ja schon oft gezeigt, daß Du ein glückliches Händchen dafür hast.
Grüsse Kurt

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Re: Asclepienpfropfungen

Beitragvon lophario » 16. April 2013, 19:57

Hallo zusammen,
na da drück ich dir die Daumen für eine ergiebige Samenernte Herbert.
Meine Winterpfropfungen sind alle was geworden, die älteren Pseudolithos haben am Sonntag auch das erste Mal richtig Wasser bekommen. Noch stehen sie aber am Küchenfenster.
MfG

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Re: Asclepienpfropfungen

Beitragvon Stalagmit » 4. Mai 2013, 09:37

Vielen Dank für diesen super-informativen Beitrag, habe dadurch schon viel gelernt was das Pfropfen angeht!

Was mich mal interessieren würde: woran genau merke ich eigentlich, dass eine Unterlage nicht mehr ausreicht? Wenn der Pfröpfling nicht mehr wächst? Wann wird eine Unterlage zu klein? Ich habe letztes Jahr meine wenigen überlebenden Pseudolithos Sämlinge auf Ceropegien-Knollen gepfropft, allerdings hatten die einen deutlich kleineren Durchmesser als die Knollen über die ihr hier so redet. Die Schnittfläche hatte vielleicht so 1,5cm DM, mehr nicht. Bisher wachsen die Pflanzen darauf super.
Werde die Tage, wenn interesse besteht, mal Bilder von den besagten Pflanzen einstellen.

MfG u Danke,
Fabian

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Re: Asclepienpfropfungen

Beitragvon CABAC » 4. Mai 2013, 13:58

Hallo zusammen und hallo Stalagnit,

also eine Lehrbuch über das Befinden von gepfropften Asclepien gibt es nicht.

Aber im Laufe der Zeit entwickelt man ein Gefühl für das Befinden seiner Schützlinge. Bei den Pflanzen, über die ich in dem Artikel in der letzten Caralluma berichtet habe, konnte ich es absehen, wann die Unterlage nicht mehr in der Lage war, den Pfröpfling zuversorgen.

Erst blieb der Neutrieb aus und später dann auch die Blüte.

Mit dem Erfolg, aber auch mit jedem Misserfolgen wächst auch die Erfahrung. Ich schreibe mir allerdings viele Dinge auf. Mache Aktennotizen. Denn die waren schon in der Zeit meiner beruflichen Tätigkeit unheimlich wichtig, wenn z.B. darum ging Erfahrungsberichte abzufassen.

Und also dokumentiere ich viele Fakten zur Sammlungmorphologie und verschaffe mir so einen Überblick. Mein Frau nennt das leicht spöttisch nutzlose Doktorarbeit. Aber so nutzlos sind solche Aufzeichnungen nicht. Das verhält sich so, wie mit einer Schraube die man auf der Straße findet, man hebt sie auf und verwahrt sie. Manchmal liegt sie drei Jahre in der Schraubenmagazin bevor sie benötigt wird, aber manchmal braucht man sie gleich.

Mach(t) es gut

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Re: Asclepienpfropfungen

Beitragvon Stalagmit » 9. Mai 2013, 12:18

Wächst die Kontaktstelle zwischen Knolle und Pfröpfling eigentlich mit? Ich habe meine beiden Pseudolithos gepfropft als sie noch seeehr kleine Sämlinge waren. Wenn die Kontaktstelle nun immer diese größe beibehält, dann müsste die Pfropfung ja bald "ausgelutscht" sein. Einer der beiden Pseudolithos hat sich an der Basis ein gutes Stück vergrößert - ob da aber wirklich ein Stoffaustausch stattfindet auf der gesamten Fläche kann ich nicht sagen, würd ich aber gerne wissen ;) Der andere Pseudolithos hat sich an der Basis kaum vergrößert, die Schnittstelle der Basis ist allerdings "nach oben gewachsen" - siehe Fotos. Die Sämlinge sind allesamt letztes Jahr ausgesät und gepfropft worden.

PS: Sind die für 1-jährige Sämlinge eigentlich gut entwickelt? Habe leider bisher null Erfahrung mit Pseudolithos.
Dateianhänge
larry.jpg
Larryleachia cactiforme
plmig.jpg
Pseudolithos migiurtinus
pleyl.jpg
Pseudolithos eylensis


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