Die richtige Erdmischung

Hast Du Fragen oder Tipps zur Pflege von Ascleps, wie z.B. Standort, Licht, Gießen, Düngen, Substrat, Überwinterung? Dann bist Du hier genau richtig.
thx-tom
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Die richtige Erdmischung

Beitragvon thx-tom » 1. Januar 2015, 16:20

Moin und frohes neues Jahr!

Welche Erdmischung benutzt Ihr?
Ich hatte früher 90% Quarzsand und 10% handelsübliche Blumenerde. Obwohl humushaltig hatte ich damit gute Erfolge. Leider bekam ich Probleme mit Wurzelläusen und bin deshalb auf rein mineralisches Substrat umgestiegen. Seitdem verwende ich eine Mischung aus Kieselgur, Bims, Quarzkies und etwas Seramis. Kieselgur soll ja gegen Wurzelläuse helfen. Die Läuse sind Vergangenheit, aber die Pflanzen wollen bis auf wenige Ausnahmen nicht richtig wachsen. Bei Kakteen funktioniert die Mischung gut. Ist Kieselgur zu sauer (PH 5,5) für Ascleps? Hatte überlegt etwas Holzkohlepulver hinzuzugeben oder zu meiner alten Mischung zurückzukehren...
Meine Pflanzen stehen auf der Fensterbank in Tontöpfen.

Viele Grüße
Tom

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MarcoPe
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Re: Die richtige Erdmischung

Beitragvon MarcoPe » 1. Januar 2015, 19:04

Hi Tom und ebenfalls ein gutes neues (Kakteen-)Jahr!

Ich verdamme Humus nicht so wie andere Menschen. Bei einem Wurzellausbefall konnte ich noch nicht feststellen, dass Töpfe mit rein mineralischem Substrat verschont geblieben wären. Ich mische 5 bis 10 % Torf ins Substrat. Das puffert vieles ab und deshalb finde ich es richtig.
Holzkohlenpulver verwende ich auch, etwa 2 % (?). Ob es nutzt weiß ich nicht, bisher habe ich noch keine Versuche damit gemacht.

Ascleps kenne ich in rein mineralischer Haltung und in Substraten mit hohem Humusanteil. Ob die wachsen hängt wohl eher vom Halter ab.

Der Beitrag war jetzt vielleicht keine große Hilfe, aber die Substratzusammensetzung finde ich, wird überbewertet.

Marco
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Mein Verein: http://www.kakteenfreunde-berlin.de
Mitglied der Deutschen KakteenGesellschaft DKG

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CABAC
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Re: Die richtige Erdmischung

Beitragvon CABAC » 3. Januar 2015, 08:13

Hallo zusammen,
also Selbstmischen macht Sinn, besonders wenn man große Mengen im Laufe eines Jahres benötigt.

Aber erst im Laufe der Zeit stellt heraus, ob sich die eigene Substratmischung als ideal erweist.

Anfängern empfehle ich allerdings ihre Substrate in Spezialgärtnereien zu kaufen und sie ggf. selbst anzupassen.

Hierbei sollte man den Faktor Gieswasser nicht unterschätzen. In Regionen in den es häufiger zu sauren Niederschläge kommt, kann sich dieses Gießwasser als wachstumschädlich erweisen und möglicherweise zu Totalausfällen innerhalb kurzer Zeit führen.

Wieder einmal kann ich nur dazu raten, Aufzeichnungen über Zusammensetzung und ihre Anteile anzufertigen und außerdem genau zu dokumentieren, wie die unterschiedlichen Arten mit der jeweiligen Substratzusammensetzung zurecht kommen.

Speziell bei Asclepien mag ich auf Humus und Holzkohle nicht mehr verzichten.

L.G.

CABAC

Astrophytum
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Re: Die richtige Erdmischung

Beitragvon Astrophytum » 6. Januar 2015, 15:19

Sehr schwierig deine Frage zu beantworten da es sehr auf, oder besser nur auf das Giessverhalten des Pflegers ankommt. Ich meine wichtig ist die Pflanzen in der Wachstumsphase durchdringend zu wässern und wieder warten bis die abgetrocknet sind. Im Hochsommer wenns mal wieder richtig heiss wird stelle ich das giessen ganz ein.
Meine Mischung 80% Bims, der Rest für Mexicaner ist Löss und evtl zeolith. Für alle anderen verwende ich Torf bis zu 20% der Rest ist Bims. Holzkohle wird auch genommen von mir. Im Frühling natürlich langsam angiessen und nicht gleich Durchdringend.
Von rein mineralisch in einer Korngrösse ab 3 mm halte ich nichts. Ich meine es müssen Feinanteile enthalten sein in Form von Löss oder Torf die auch die Feuchtigkeit regeln. Bei groben mineralischen Substraten stocken die Pflanzen beim Wachstum da sie zu schnell abtrockenen. Beim Löss obacht es sollte nicht zu sehr Basisch sein. Also Ph über 7. Sauer ist meist besser. PH5-6.
Grüsse Heinz


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