Philosophisches zu althergebrachten Pflegehinweisen

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sabel
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Re: Philosophisches zu althergebrachten Pflegehinweisen

Beitragvon sabel » 5. Dezember 2011, 00:26

Vielen Dank, liebes Carallümchen, für die Zusammenfassung! Ich habe das Thema schon weiterempfohlen!
Alles Liebe
sabel

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ascleptomaniac
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Re: Philosophisches zu althergebrachten Pflegehinweisen

Beitragvon ascleptomaniac » 5. Dezember 2011, 10:07

klasse zusammenfassung, carallümchen - das sollte sich jeder immer vor augen halten!
wobei mir beim thema "töpfe" die ablauflöcher nicht genug erwähnung finden. und in dem zusammenhang weise ich gerne nochmal auf meinen beitrag zu den von dir präferierten sima-töpfchen hin, die nicht nur mir zu fein durchlöchert erscheinen:
viewtopic.php?f=76&t=1147

und ich schicke noch einen mythos ins rennen:
"ascleps darf man zum bewurzeln nicht in wasser stellen."
im zweiten beitrag dieses threads viewtopic.php?f=76&t=937 zeige ich, dass das sehr wohl möglich ist, wenn die wunde gut abgetrocknet ist. es sollte auch nicht gerade ein kopfsteckling sein, sondern besser ein ganzes glied mit möglichst kleiner schnittfläche an der schmalsten triebstelle. und sobald die ersten wurzeln da sind, den steckling eintopfen ... nicht auf wuchernde wurzeln wie bei ner grünlilie warten, denn vorher kommt matsch ;)
der gezeigte steckling ist heue ein schönes pflänzchen.
gruß, pit

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carallümchen
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Re: Philosophisches zu althergebrachten Pflegehinweisen

Beitragvon carallümchen » 5. Dezember 2011, 17:43

Hallo ascleptomaniac,
ich werde dieses Thema noch in die Thesen "reinbearbeiten" - Bewurzelung ist wichtig.
Ich selbst habe gute Erfahrungen mit reinem Perlit (aus dem Baumarkt) - und permanent feucht halten.
Grüße Carallümchen
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Re: Philosophisches zu althergebrachten Pflegehinweisen

Beitragvon carallümchen » 5. Dezember 2011, 17:57

Schade - bearbeiten geht nicht mehr - also hier eine nächste These:

Bewurzeln

1. Bewurzeln klappt besonders gut in immer nass-feucht gehaltenen mineralischen Substraten
Perlite sind von der Produktion her ganz sauber und eignen sich daher gut.

2. Bewurzeln geht auch im guten alten Wasserglas
Ascleptomaniac zeigt es hier: viewtopic.php?f=76&t=937. Es schreibt dazu: "es sollte auch nicht gerade ein kopfsteckling sein, sondern besser ein ganzes glied mit möglichst kleiner schnittfläche an der schmalsten triebstelle. und sobald die ersten wurzeln da sind, den steckling eintopfen ... nicht auf wuchernde wurzeln wie bei ner grünlilie warten, denn vorher kommt matsch."

3. Hartnäckige Sukkulenten (Caralluma, Monolluma, Desmidorchis und Co) stellt man abgeschnitten in einen leeren Blumentopf und vergisst sie ein paar Wochen (Quäl... Schmerz... Durst...).
An der Schnittstelle zeigen sich nach einiger Zeit kleine helle Knubbel - dort wollen neue Wurzeln aus dem Zentralzylinder wachsen. Jetzt schnell eintopfen und regelmäßig feucht halten.

Grüße Carallümchen
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Re: Philosophisches zu althergebrachten Pflegehinweisen

Beitragvon davissi » 5. Dezember 2011, 18:14

Ich habe noch was:

"Bei der Ascleps-Bewurzlung hilft es den Steckling auf das Substrat zu legen und dann mit einem Stein zu beschweren"(habe ich nicht ausprobiert, aber immer wieder gelesen).

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Re: Philosophisches zu althergebrachten Pflegehinweisen

Beitragvon Hoyningen » 5. Dezember 2011, 18:54

Hallo Carallümchen,

das mit den Steinen beim Bewurzeln liegt mir auch am Herzen, habe da beste Erfahrungen.

Außerdem: Klappt denn bei Dir Bewurzeln das ganze Jahr? Meine Erfahrung sagt, dass Stecklinge, die man im Herbst macht (z.B. von der MV in Berg mitbringt), oft erst im darauf folgenden Frühjahr wurzeln. Da hat es wenig Sinn, sie feucht zu halten, eher faulen sie. Solche Sachen lasse ich lieber an einem halbdunklen, trockenen Ort (Fensterbank zwischen den Töpfen) liegen. Wenn man sie ungestört liegen lässt, entwickeln sie dann an der Unterseite Wurzelnoppen und im Frühjahr geht es da los.
Schöne Grüße

Volker

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Re: Philosophisches zu althergebrachten Pflegehinweisen

Beitragvon sabel » 5. Dezember 2011, 22:01

Ich darf Volker bestätigen; seit ich - nach seinem Tipp - unter Steinen bewurzle, hat sich meine Erfolgsquote stark verbessert.
Alles Liebe
sabel

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Re: Philosophisches zu althergebrachten Pflegehinweisen

Beitragvon carallümchen » 8. Dezember 2011, 17:32

OK, die Steinzeit gehört auch noch mit hier rein - ist ein guter Trick, um am Boden kriechende Pflanzen schnell zu bewurzeln.

Also von vorn

Bewurzeln

1. Bewurzeln klappt besonders gut in immer nass-feucht gehaltenen mineralischen Substraten.
Perlite sind von der Produktion her ganz sauber und eignen sich daher gut.

2. Bewurzeln geht auch im guten alten Wasserglas.
Ascleptomaniac zeigt es hier: viewtopic.php?f=76&t=937. Es schreibt dazu: "es sollte auch nicht gerade ein kopfsteckling sein, sondern besser ein ganzes glied mit möglichst kleiner schnittfläche an der schmalsten triebstelle. und sobald die ersten wurzeln da sind, den steckling eintopfen ... nicht auf wuchernde wurzeln wie bei ner grünlilie warten, denn vorher kommt matsch."

3. Hartnäckige Sukkulenten (Caralluma, Monolluma, Desmidorchis und Co) stellt man abgeschnitten in einen leeren Blumentopf und vergisst sie ein paar Wochen (Quäl... Schmerz... Durst...).
An der Schnittstelle zeigen sich nach einiger Zeit kleine helle Knubbel - dort wollen neue Wurzeln aus dem Zentralzylinder wachsen. Jetzt schnell eintopfen und regelmäßig feucht halten.

4. Es lebe die Steinzeit - Man lege einen ausreichend großen Stein auf den Ableger.
Die Ableger sind gegen Austrocknen und Hitze (sofern man keinen schwarzen Stein genommen oder den Topf in den warmen Schatten gestellt hat) geschützt, werden in das Substrat gepresst und die Dunkelheit fördert das Wurzelwachstum. Regelmäßige Wassergaben auch hier nicht vergessen.

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