Edithcolea grandis

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Edithcolea grandis

Beitragvon Hoyningen » 18. November 2009, 15:06

Edithcolea grandis: eine der größten Asclepsblüten:

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Schöne Grüße

Volker

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Re: Edithcolea grandis

Beitragvon thailänder » 6. Januar 2011, 11:20

Mit einer solchen Wahnsinns-Blüte wie Volker kann ich leider nicht dienen, dazu ist wohl meine Edithcolea grandis noch zu jung. Was mir aber erst jetzt auffiel, die hat ja richtige Stacheln. Ein Asclep mit Stacheln ist mir bis jetzt noch nicht untergekommen. Die sind nicht sehr groß, vielleicht 2 mm, aber richtig hart und spitz. Etwas ungewöhnlich bei Ascleps, meine ich.
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Edithcolea grandis.jpg
Schöne Grüsse, Werner
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Re: Edithcolea grandis

Beitragvon Hoyningen » 7. Januar 2011, 08:37

thailänder hat geschrieben:Ein Asclep mit Stacheln ist mir bis jetzt noch nicht untergekommen. Die sind nicht sehr groß, vielleicht 2 mm, aber richtig hart und spitz. Etwas ungewöhnlich bei Ascleps, meine ich.


Hallo Werner,
es gibt schon noch andere mit Stacheln. Viele Hoodias sind sehr wehrhaft und Tavaresia grandiflora hat ganz eigentümliche, dreiteilige Stacheln.
Schöne Grüße

Volker

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Re: Edithcolea grandis

Beitragvon thailänder » 7. Januar 2011, 12:18

Hallo Volker. Daran merkt man halt, dass Du schon einige Ascleps mehr unter den Händen hattest als ich. Hoodia hatte ich überhaupt noch nicht, aber Hoodia-Samen. Der wird in den nächsten Tagen unter Kunstlicht ausgesät. Ich bin schon ganz gespannt!
Schöne Grüsse, Werner
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Josef
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Re: Edithcolea grandis

Beitragvon Josef » 26. Januar 2012, 13:04

Hallo,
im letzten Jahr habe ich einen Sämling dieser schönen Pflanze bekommen.
Obwohl sie recht wackelig im Topf steht, macht sie sich ganz gut:
Edithcolea grandis i_klein.jpg

Es grüßt Josef

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Re: Edithcolea grandis

Beitragvon Hoyningen » 26. Januar 2012, 15:36

Hallo Josef,

ein hübsches Pflänzchen! Allerdings wird es nicht lange so aufrecht stehen, Edithcolea ist ein kriechendes Dornengestrüpp.

Meine eigene Pflanze ist leider längst nicht mehr, was sie einmal war. Wir sind seither umgezogen und jetzt habe ich Probleme, weil mir im Sommer durch ein überhängendes Dach das Licht fehlt. Gilt übrigens für viele meiner kriechend-sukkulenten Ascleps. Dafür scheinen Caudex-Ascleps besser zu gehen. Man kann nicht alles haben!
Schöne Grüße

Volker

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Re: Edithcolea grandis

Beitragvon Morgans Beauty » 26. Januar 2012, 15:42

hallo leute,

ich habe im letzten jahr ein pflänzchen bekommen, das ungefähr die dimensionen hat wie josefs exemplar. nun seitdem ích sie habe, hat sie sich nicht verändert und gestern beim näheren hinschauen, musste ich feststellen, das die basis ziemlich platt ist und fast gummiartig. vermatscht ist nix und die wurzeln sehen zwar trocken aber eher gut aus. meint ihr ich soll ihr noch eine chance geben??? kann man eigentlich stecklinge bewurzeln wie bei anderen ascleps auch?
lg micha

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Re: Edithcolea grandis

Beitragvon Hoyningen » 26. Januar 2012, 19:48

Hallo Micha,

ich würde erst einmal nicht in Panik geraten, solange sie nicht fault. Januar-Februar haben die meines Wissens sowieso Trockenzeit. Also jetzt nicht unbedingt übermäßig wässern.
Ich habe allerdings auch erlebt, dass die Wurzel einfach abstirbt und die Ranke ohne Wurzel herumliegt.

Sie sind SEHR schwer zu bewurzeln aber es geht. Meine Edithcolea wächst in einer großen (30 x 60 cm) flachen Schale und kriecht dort wie sie gerade will. Dabei verliert sie schon mal das Wurzelende und fasst woanders wieder Fuß. Die Oberfläche der Pflanzschale ist mit einer dicken Schicht grobem Bausand bedeckt.

Das Abdecken eines Teilstückes der Ranken mit einem flachen Stein hat sich sehr hilfreich beim Bewurzeln erwiesen. Ranken, die an der Unterseite Noppen gebildet haben, bilden daraus Wurzeln. Deshalb ist es wichtig, die Position nicht zu verändern. Am besten wurzeln sie ab März bis ca. August, davor und danach ging bei mir nichts. Geduld! Es kann locker ein paar Monate dauern. Aber sie sterben dabei nicht, sie halten sehr lange durch. Wurzellose Triebstücke habe ich schon mal von September bis März auf der Fensterback liegen lassen. Dabei sind sie mäßig geschrumpft, haben aber auf der Unterseite massig Wurzelnoppen entwickelt. Wenn man die dann auf Sand legt, bewurzeln sie auch meistens.

Was meines Wissens nicht geht, ist, das abgeschnittene Triebende in den Boden zu stecken und dort auf Wurzeln zu hoffen. Das fault höchstens.
Schöne Grüße

Volker

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Re: Edithcolea grandis

Beitragvon Morgans Beauty » 27. Januar 2012, 08:59

ok volker,

vielen dank für deine ausführungen, das ist sehr hilfreich und ich kann weiterhin hoffen, eines tages diese wundervolle blüte selbst einmal zu erleben. ich werde sie am wochenende neu topfen und sie bis zum märz nicht weiter beachten, danach wird sich ja irgendwann zeigen, ob sie weitermachen will :roll:
lg micha

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Re: Edithcolea grandis

Beitragvon WoBo » 16. Oktober 2016, 09:15

Neulich in einem botanischen Garten gesehen: Etwa 1 m² Edithcoleas mit noch ein paar Restblüten. Die Pflanzen wuchsen in einem Frühbeet mit Bodenheizung, das eigentlich als Vermehrungs- oder Krankenstation gebutzt wird, innerhalb eines Gewächshauses. Nach Auskunft des Gärtners war das dort die erste erfolgreiche Kultur dieser Art, die über den ersten Winter nach der Aussaat hinaus funktioniert hat - dann aber richtig! (Bitte die schlechte Qualität der ersten Aufnahme entschuldigen; ist ein Ausschnitt aus einer Aufnahme, bei der es um etwas anderes ging).
Edithcolea grandis a WB20160820.jpg
Edithcolea grandis b WB20160820.jpg
Edithcolea grandis c WB20160820.jpg

Ohne tropische Bedingungen scheint es diese Art nur für begrenzte Zeit zu machen.

Bis neulich
Wolfgang

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Re: Edithcolea grandis

Beitragvon CABAC » 16. Oktober 2016, 16:48

Hallo zusammen und

auch an WoBo.

Der Beitrag soll mir Ansporn sein, aus diesen beiden
IMG_0377m8.jpg
Edithcolea grandis Sämling

0407.jpg
Edithcolea grandis Stecklinge

Töpfen auch einen Quadratmeter (jeweils) heranwachsen zulassen.

Mach(t) es gut

CABAC
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Re: Edithcolea grandis

Beitragvon Ada » 16. Oktober 2016, 23:36

Hallo zusammen,

hier Aufnahmen meiner Edithcolea grandis vom 11. Oktober 2016. Sie war an dem Morgen aufgegangen:

Edithcolea grandis 2016-1b.jpg
Edithcolea grandis Pflanze mit Knospen und Blüte

Edithcolea grandis 2016-1c.jpg
Edithcolea grandis Blüte

Die Blüte hat sechs Tage gehalten, am Morgen des 16. Oktober 2016 sah sie so aus, die Zipfel waren ziemlich blass geworden:

Edithcolea grandis 2016-8.jpg
Edithcole grandis Blüte, sechs Tage alt

Am Mittag fing sie dann an, sich zu schließen:

Edithcolea grandis 2016-9.jpg
Edithcolea grandis, Blüte schließt sich

Edithcolea grandis 2016-10.jpg
Edithcolea grandis, sich schließende Blüte

Zum Glück hat die Pflanze noch mehrere Knospen, zwei davon sich schon ziemlich groß.

Edithcolea grandis 2016-12.jpg
Edithcolea grandis, Knospe

Meine Pflanze ist sehr kräftig, die Triebe sind hart und stark bedornt. Sie steht ab dem Frühjahr in meinem Gewächshaus. Dieses hat keine Heizung, und meine Sukkulenten und Kakteen müssen auch schon mal die eine oder andere kühle oder kalte Nacht aushalten. Dafür stehen sie den ganzen Sommer in voller Sonne, und haben viel Luft.
Im Herbst fange ich nach und nach an, die nicht frostharten Pflanzen ins Haus zu bringen, ich habe an allen Fenstern breite Fensterbänke, und wir können uns den Winter über an den Pflanzen erfreuen, bis sie ab März wieder rausgebracht werden.

Die Edithcolea grandis bekommt während der Wachstumszeit gelegentlich Wasser und Dünger. Ab Ende August erscheinen die ersten Knospen, ab dann wird öfter gegossen, sie sollen während der Blütenbildung und Blüte nicht austrocknen, weil sonst die Knospen abfallen. Die ersten Knospen im August und Anfang Septenmber sind in diesem Jahr nicht ausgereift, aber ab Mitte September wurden sie dann immer größer. In dieser Zeit musste ich mich dann entscheiden: Wenn ich sie ins Haus bringe, wo es schön warm ist, riskiere ich, dass die Knospen eintrocknen und abfallen, oder ich lasse sie draußen, und hoffe, dass ihr die paar kühlen oder kalten Nächte nichts ausmachen. Am Tag schien ja fast immer die Sonne, und das Gewächshaus wärmte sich richtig auf. Ich habe sie also draußen in meinem ungeheizten Gewächshaus gelassen, und die Knospen haben sich weiterentwickelt und sind aufgegangen, zu meiner großen Freude.

Die Sukkulenten und Kakteen in meiner Sammlung müssen sich den Bedingungen, die ich ihnen bieten kann, anpassen, also auch mal Trockenheit, große Hitze, kalte Nächte oder überhaupt kühle Perioden, wenn der Sommer mal nicht so richtig in die Gänge kommt wie dieses Jahr im Juli, durchstehen. Als Bewohner extremer Standorte sollten sie das aushalten können.

Natürlich studiere ich die Wetterprognosen, und sobald tatsächliche Kälte angesagt ist, das heißt ab Bodenfrostgefahr, werden auch die letzten empfindlichen Pflanzen ins Haus gebracht, dafür kommen dann die Sulcorebutias, Echinocereen, Agaven, Echeverien und meine Aronstabgewächse, die alle den Sommer über draußen um das Gewächshaus herum draußen stehen, für den Winter in das Gewächshaus, vor allem, um sie vor zu viel Nässe zu schützen.

Soviel für heute,
viele Grüße,
Ada


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