Reizbestäubungen mit Astrophytum caput-medusae?

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davissi
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Reizbestäubungen mit Astrophytum caput-medusae?

Beitragvon davissi » 13. August 2011, 07:57

Hallo zusammen,

Mittlerweile gibt es ja viele Beiträge zum Thema "Hybriden mit ACM", die Antwort ist m.W. immer die gleiche: "Kreuzt du eine ACM mit einem anderen Astro(z.B. myriostigma) kommt der andere Astro(in dem Falle also dann der myriostigma) bei raus"(oder so ähnlich).

Meine Frage/Überlgeungen dazu:
Könnten man sich das nicht zu nutze machen um eine höhere Quote von z.B. Onzukas zu bekommen?

Bei ONZ x ONZ(also Onzuka x Onzuka) kommen im Prozentsatz normalerweise recht wenige "echte" Onzukas bei raus wenn ich das richtig weiß.

Wenn man dann aber die Kreuzung ONZ x ACM durchführt, wird der Onzuka ja rein theoretisch reizbestäubt, und dann entstehen ja Sämlinge die mit der Mutterpflanze genetisch übereinstimmen, oder? Da man dann ja den gleichen "Gencode" hat, müsste bei einer Aussat von diesen Samen(ONZ x ACM) mehr Onzukas rausspringen als bei Saatgut von der "normalen Methode"(ONZ x ONZ).

Vielleich kann jemand was dazu sagen...
(ein ähnlicher Text ist von mir in einem anderen Forum gepostet worden, eure Meinung/Erfahrungen interessieren mich aber auch sehr!).

Charles Dawkins
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Re: Reizbestäubungen mit Astrophytum caput-medusae?

Beitragvon Charles Dawkins » 13. August 2011, 18:07

davissi hat geschrieben:"Kreuzt du eine ACM mit einem anderen Astro(z.B. myriostigma) kommt der andere Astro(in dem Falle also dann der myriostigma) bei raus"(oder so ähnlich).


Hmm... Ich denke es ist umgekehrt, oder?
Wenn ich eine ACM mit einer anderen Astro bestäube, so ergeben sich in der Nachzucht ACM's, nicht die anderen Astros, denn der Pollen führt nur zur Reizbestäubung bei der ACM, die Samen samt DNA stammen aber vom ACM.

Umgekehrt wird es aber wahrscheinlich auch so sein wie du sagst, dass die anderen Astros bei Bestäubung mit ACM Pollen, sofern überhaupt, infolge einer Reizbestäubung Samen ansetzen der wiederum zu selbigen Astros heranwächst.
Wenn ich es mir so vorstellen kann, das direkt Eizellen mit dem entsprechenden Polyploidiegrad der Mutterpflanze entstehen, die quasi Klone der Mutterpflanze sind, so würde ich es für wahrscheinlich erachten, dass sie wieder exakt den gleichen Habitus der Mutterpflanze entwickeln.

Nur 100%ig bin ich mir da nicht sicher, zumal ich nicht den genauen Erbgang der Onzuka- oder anderer Mutationen kenne.

Im übrigen habe ich das auch schon in anderen Foren gelesen, das heißt jedoch nicht, dass es nicht doch irgendwann einmal funktioniert. Das ist halt das vertrackte an der Biologie, Ausnahmen bestätigen oftmals die Regel.
Ob das daraus resultierende Saatgut dann überhaupt lebensfähig wäre, oder ob sich die Frucht überhaupt entwickeln würde ist wieder eine andere Frage...

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davissi
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Re: Reizbestäubungen mit Astrophytum caput-medusae?

Beitragvon davissi » 2. Oktober 2011, 09:42

Hallo zusammen,

Da ich seit zwei, drei Wochen stolzer Besitzer einer ACM bin und seit 2,3 Monaten einen Huboki(Onzuka x Ornatum) besitze der blühfähig ist werde ich nächstes Jahr HUB x ACM und ACM x HUB ausprobieren(HUB = Huboki).

Astrophytum
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Re: Reizbestäubungen mit Astrophytum caput-medusae?

Beitragvon Astrophytum » 3. Oktober 2011, 17:10

Ich geb dir mal meine Erfahrungen wieder. Ein asterias wurde bei mir mit Pollen eines ACM´s besteubt. Die Pflanzen ähnelte sehr einem asterias sehen jedoch alle anders aus(beflockt nudal variegat) auch ein Variegater ist dabei. Das ist ja schon alles bekannt das die Pflanzen sehr wie die Mütter aussehen.
Dieses Jahr habe ich viele Blüten der ACM mit Pollen von allen möglichen Botanischen Arten der Gattung Astrophytum beglückt. Es wurden teils Früchte angesetzt die aber nur tauben Samen enthielten. Nur eine Frucht habe ich geerntet die zum grössten Teil taube Samen enthielt aber es waren auch einige gut ausgebildtete Schwarze Samen darunter. Der Vater war ein Myriostigma. Die Samen bringe ich nächstes Jahr zum keimen.
Ergebnisse teile ich gerne mit.
Mfg.Heinz


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