Vincetoxicum hirundinaria

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a.lang
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Vincetoxicum hirundinaria

Beitragvon a.lang » 7. Juni 2010, 16:53

Ich weiß nicht so recht wohin damit, ich habe gestern Fotos von der Weißen Schwalbenwurz (Vincetoxicum hirundinaria) gemacht, dem einzigen einheimischen Vertreter der Seidenpflanzengewächse und wohl recht nahe mit der Gattung Cycnanchum verwandt.

Die Pflanzen wachsen in ziemlich großer Zahl an den steilen Kalkfelshängen im Jonastal zwischen Crawinkel und Arnstadt / Thüringen.

Die Blätter fühlen sich ledrig an, die Blüten riechen ganz zurückhaltend, etwas säuerlich vielleicht.
Dateianhänge
vincetoxicum.hirundinaria.060610.1.jpg
vincetoxicum.hirundinaria.060610.2.jpg
vincetoxicum.hirundinaria.060610.3.jpg
Liebe Grüße
Alex

http://theceropegiablog.wordpress.com

maik rehse
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Re: Vincetoxicum hirundinaria

Beitragvon maik rehse » 8. Juni 2010, 20:42

Hallo Alex,

das ist ja interessant, ich wusste nicht dass es einen einheimischen Vertreter dieser Familie bei uns gibt. Ich bin immer viel in Jena auf Orchideensuche, die Standorte dort ähneln deinem. Dann werd ich bei nächsten Mal die Augen aufhalten, denke die Pflanze wird dort auch vorkommen...

Grüße, Maik

Benno
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Re: Vincetoxicum hirundinaria

Beitragvon Benno » 14. Februar 2011, 22:34

Hallo Alexander,

schöne Bilder von Vincetoxicum.
Habe selbst V. forrestii, V. hirundinaria, V. hirundinaria var. intermedium und V. nigrum im Garten.
Sind interessante Pflanzen mit reichlich Samenansatz.

Gruß
Benno

Benno
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Re: Vincetoxicum hirundinaria

Beitragvon Benno » 28. Februar 2011, 22:43

Hallo,

wer sich für die Gattung Vincetoxicum interessiert, kann in Kürze beim Samenfonds der IG Ascleps
Samen verschiedener Arten der Gattung bestellen.
Einfach mal ausprobieren, man hat Jahr für Jahr seine Freude daran.

Gruß
Benno

Asclepidarium
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Re: Vincetoxicum hirundinaria

Beitragvon Asclepidarium » 1. März 2011, 22:23

Hallo zusammen,

Vincetoxicum hirundinaria ist auf lichtreichen bis sonnigen, mäßig trockenen, meist kalkhaltigen Standorten, v.a. entlang von Waldrändern oder in verbuschenden Magerrasen in ganz Europa verbreitet. Er kommt auch in Nordafrika, Asien bis zum Himalaja vor. Nördlich geht er bis Schweden und in das südliche Finnland.
Die ältesten Nachweise stammen aus dem 40 Jahrhundert vor Christus aus Hornstadd am Bodensee. Die erste Erwähnung stammt von 1539 aus dem "Schwartzwald".

Dies Bilder unten stammen aus Gotland, Schweden.

Viele Grüße

Uli
Dateianhänge
Vincetoxicum hirundinaria (Gotland) 001.JPG
Vincetoxicum hirundinaria (Gotland) 002.JPG
Vincetoxicum hirundinaria (Gotland) 003.JPG
Viele Grüße

Ulrich Tränkle

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Hoyningen
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Re: Vincetoxicum hirundinaria

Beitragvon Hoyningen » 2. März 2011, 09:21

Zur Etymologie:

hirundo ist das lateinische Wort für Schwalbe und bezieht sich möglicherweise auf die Blätter, die an Schwalbenflügel erinnern. Die Bezeichnung Schwalbenwurz überträgt sich dann auch auf den Schwalbenwurzenzian, der recht ähnliche Triebe bildet.

Das Wort Vincetoxicum betseht aus zwei Teilen, der erste leitet sich vom lateinischen vincere = besiegen ab, toxicum ist das Gift.

In der Tat galt die Schwalbenwurz über Jahrhunderte als ein generelles Antidot, das in dem Ruf stand, jede Vergiftung besiegen zu können.

Die zweiteilige Bezeichnung Vincetoxicum hirundinaria kam mit Linné auf, die Bezeichnung vincetoxicum als solche ist jedoch viel älter.
Schöne Grüße

Volker


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