Tavaresia barklyi

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Re: Tavaresia barklyi

Beitragvon Hoyningen » 31. Juli 2010, 17:59

Spitze, Gratulation! Und prima dokumentiert!
Schöne Grüße

Volker

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Re: Tavaresia barklyi

Beitragvon Hoyningen » 5. Oktober 2010, 18:58

Ich hab jetzt auch eine, in Erfurt von Plapp erstanden. Mit Knospe, die vor einer Woche aufging:
Bild

und offen:
Bild

und nach einer Woche
Bild

und von vorn:
Bild
Schöne Grüße

Volker

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Re: Tavaresia barklyi

Beitragvon Hardy_whv » 27. Januar 2015, 22:18

Die Art kann man sogar aussäen ... wer hät's gedacht ;)

Hier ein Sämling im Alter von 29 Tagen:

Bild
Tavaresia barklyi, die Keimquote lag bei 37,0%.


Gruß,

Hardy Bild

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Re: Tavaresia barklyi

Beitragvon thx-tom » 20. Februar 2015, 12:57

Hallo Hardy,

darf ich fragen wo Du den Samen bezogen hast?

Viele Grüße
Tom

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Re: Tavaresia barklyi

Beitragvon Hardy_whv » 21. Februar 2015, 18:40

Hallo Tom,


das Saatgut hatte ich von einem Freund. Schick dir gleich 'ne PN.

Aktualisiertes Foto - Sämling im Alter von 54 Tagen:

Bild


Gruß,

Hardy Bild

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Re: Tavaresia barklyi

Beitragvon Hardy_whv » 13. März 2016, 21:47

Von den ehemals 10 Tavaresia barklyi-Sämlingen sind noch 5 übrig. Ich habe sie heute pikiert. Sie sehen auch "unterirdisch" interessant aus: recht kräftige, fleischige Wurzeln, und teilweise haben auch die Seitensprosse eigene Wurzeln:

Bild

Bild


Gruß,

Hardy 8-)

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Re: Tavaresia barklyi

Beitragvon CABAC » 14. März 2016, 06:37

Hallo Hardy und hallo zusammen,

schöne, fast perfekte Fotos werden uns hier gezeigt.

Tavaresia barklyi haben nach meiner leidvollen Erfahrung auf eigener Wurzel keine große oder lange Lebenserwartung. Ersten werden sie - wie viele andere Vertreter der Hundsgift und Seidenpflanzengewächse- genetisch bedingt ohnehin nicht alt und zweitens haben sie bei Wurzelverletzungen keine Chancen gegenüber den Pilzen in der Substratflora. Trotz Trichosan oder anderen Nützlingen.

Kenne nur wenige die ihre Tavaresia barklyi länger wie 5 Jahre bewundern durften. Gepfropft leben sie allerdings länger. Wäre ich an Deiner Stelle, Hardy würde ich schnellstens von jeder Pflanze einen Trieb pfropfen, am besten auf eine Knolle von Ceropegia woodii. Ich kenne vermutlich Deine Samenquelle und bin deshalb sicher, dass dort auch diese Unterlagen vorhanden sind.

Mach(t) es gut, dieser Wunsch gilt ein mal mehr für die fünf Tavaresia barklyi Sämlinge


b]CABAC [/b]

...der
frühe Vogel kann mich mal !
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Re: Tavaresia barklyi

Beitragvon Hardy_whv » 1. August 2016, 15:37

Es ist anlassbezogen Zeit für ein kleines Update: Von meinen fünf, inzwischen 1 1/2 Jahre alten, Tavaresia barklyi-Sämlingen blühen derzeit zwei:

Bild

Auffällig ist die stark unterschiedliche Musterung der Blüten der beiden Geschwister. Die Sämlinge sind noch nicht allzu groß, die Triebe max. 4,5 cm lang. Dementsprechend sind die Blüten auch noch relativ klein: bis 5 cm lang bei 5,5 cm Durchmesser.

Die Tür meines Gewächshauses steht in diesem Sommer, auch an den kühlen Tagen, meist offen. Es scheint mir also, als benötige die Art nicht unbedingt hohe Temperaturen zum Blühen.


Gruß,

Hardy 8-)

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Re: Tavaresia barklyi

Beitragvon CABAC » 1. August 2016, 17:38

Hallo zusammen und hallo Hardy,

eben so anlassbezogen bedanke ich mich für die Fortsetzung und wünsche talentierte Fliegen.

Im übrigen bestätigt mir der Beitrag ,dass eigenen Aufzuchten von Asclepien gegenüber von Zukäufen eine längere Lebenszeit haben können. Aber ich wäre ja nicht ich. Die tollen Tavaresia barklyi sind erst 1 1/2 Jahre alt. Bin wirklich gespannt, ob uns unser Hardy auch in einem Jahr so tolle Blütenfotos zeigen kann.

Mach(t) es gut

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Re: Tavaresia barklyi

Beitragvon Hardy_whv » 2. August 2016, 09:17

Hallo Herbert,

die Fliegen zeigen anscheinend wenig Interesse für die Blüten. Ich kann auch keinen merklichen Geruch wahrnehmen (habe allerdings auch ein recht unempfindliches Riechorgan). Vermutlich muss ich nachhelfen. Ich wollte mich mit Hilfe dieses Artikels und weiteren per Mail erhaltenen Hinweisen an einer Bestäubung versuchen.

Wie alt die Pflanzen bei mir werden, kann ich natürlich noch nicht sagen, aber ich finde es schonmal interessant, dass die Pflanzen schon in diesem zarten Alter blühen. Und im nächsten Jahr blühen sicherlich die anderen drei Pflanzen der Aussaat. Wieviele in fünf Jahren (noch) blühen ... sehen wir dann ;)

Gruß,

Hardy 8-)

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Re: Tavaresia barklyi

Beitragvon CABAC » 2. August 2016, 10:06

Hallo Hardy,

damit dann auch kein Missverständnis entsteht, meine Bedenken beruhen nicht auf neidischer Miesepeterei.

Ich gönne Dir natürlich diesen Blüherfolg und wünsche Dir und uns hier, dass Du uns auch in den nächsten 5 bis 10 Jahren von Deinen Erfolgen speziell und ausschließlich von diesen Tavaresia barklyi berichtest.

Leider weiß ich nur zu gut, dass Asclepien schneller als andere Sukkulenten wachsen und blühen. Das führt dazu, dass sich die Pflanzen verausgaben, deshalb geschwächt werden und trotz optimaler Kulturbedingungen anfällig gegen jederlei Gefährdung werden.

Das "Warum" habe ich ausführlich mit Asclepienhaltern aus der ganzen Welt diskutiert. Wenn es aber noch nicht ein Mal thailändischen Züchtern gelingt unter deren sehr guten Bedingungen nun Pseudolithos oder White sloanea crassa über einen Zeitraum von 6 oder 7 Jahren am Leben zu halten, dann wirft das viele Fragen auf. Aus diesem Grund bin ich Pfropfungen nicht abgeneigt.

Das Interesse der heimischen Fliegenarten ist für uns Asclepienhalter nicht immer sichtbar oder zu beobachten. Die Riechzellen unserer Nasenschleimhäute nehmen nicht die Geruchsnuancen wahr, die schon längst von Insekten speziell Fliegen wahrgenommen und ausgewertet worden sind. Bestes Beispiel in meiner Sammlung sind die Fruchtansätze von Rhytidocaulon. Ich habe ein ziemlich sensibles Geruchempfinden und trotzdem ist mir der Geruch Rhytidocaulonblüten trotz intensiver Schnüffelei nicht bekannt und trotzdem werden die Blüten regelmäßig von einer ganz speziellen Fliegenart angeflogen und polliniert. Gleichwohl ist es durch aus möglich, dass die speziellen Fähigkeiten von Fliegen zum Pollinieren von Blüten der gezeigten Tavaresia barklyi nicht gelingen könnten. Bei Tavaresia barklyi habe ich nie einen Versuch der künstlichen manuellen Befruchtung unternommen, aber sonst an allen bei mir blühenden Asclepien. Ohne überzeugenden Erfolg.

Da Deine Pflanzen aus einer Aussaat stammen, wäre für mich sehr interessant zu erfahren wie die Samen zustande gekommen sind.

Mach(t) es gut

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Re: Tavaresia barklyi

Beitragvon CABAC » 16. August 2016, 07:36

Hallo Hardy und hallo zusammen,
wie war das noch: Wer eine Reise tut, kann nicht nur etwas berichten und auch sehr viel dazulernen.

In diesem Fall war es eine kleine Reise in einen kleinen Ort im Dreiländereck Deutschland-Polen-Tschechien. Und dort entdeckte ich in einer Sammlung zwei Tavaresia barklyi,

IMG_1783.jpg
Tavaresia barklyi

die nach der Aussage des Halters so um die 20 Jahre alt sein würden. In Anbetracht der Tatsache, dass ich in dieser Sammlung auch eine sehr große Anzahl von Discocacteen auf eigner Wurzel beobachten konnte. Der Halter berichtete mir auch darüber, dass es zu mehrfacher offener Pollinierung kam, er aber das Öffnen der Balgfrüchte nicht kontrollieren konnte und die Samen sich ungehindert ausbreiten konnten.

Also Hardy,ich berichtige also meine zugegeben sehr pessimistische Meinung. Ich wünsche Dir, dass Du Deine tolle Aussaat uns in den nächsten Jahren in Blüte präsentieren kannst. Ja und mir wünsche ich, dass ich mir bald wieder ein paar Tavaresia barklyi holen kann.

Mach(t) es gut

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