Anomalluma mccoyi

Benutzeravatar
CABAC
Moderator
Beiträge: 3889
Registriert: 1. September 2008, 07:56

Re: Anomalluma mccoyi

Beitragvon CABAC » 21. Juli 2011, 05:15

Hallo zusammen,

nun ist es endlich soweit!

mccoyiseedpots_2.jpg


Seit ein paar Tagen beobachte ich wie die Schoten langsam eintrocknen und grau werden. Gestern öffnete sich die erste Schote und ich konnte 4 Samen noch rechtzeitig entnemen, bevor sie sich mit ihren Flugapparaten davon machen konnten...

...in diesem Sinne bis nachher mal

CABAC
Es gibt nur einen Grund, warum es sich lohnt alt zu werden: Die Verwirklichung der Kindheitsträume!

Asclepidarium
Beiträge: 361
Registriert: 22. November 2008, 16:58
Kontaktdaten:

Re: Anomalluma mccoyi

Beitragvon Asclepidarium » 26. Juli 2011, 20:15

Hallo Herbert,

ja die Rettung der Samen bei Ascleps ist immer so ein Problem. Was sind uns schon Samen abhanden gekommen. Einen halben Tag nicht aufgepasst und schon sind sie weg. Aber du hast welche und dann rückt dein heroischer Selbstversuch ja nahe.

Wurzelecht sind Anomallumas schon ein Problem, die Ausfallraten saind nicht unerheblich, aber so 20 % bleiben nach 1-2 Jahren übrig. Und die sind eigentlich recht stabil. Allerdings ist das Wachstum ganz erheblich schwächer als bei den gepfopften. Wenn es nach 2 Jharen 2-4 Triebe sind, dann ist es schon gut.

Hybriden hatten wir allerdings noch keine. Friederike meint, dass in diese kleine Blüte eigentlich nichts anderes als eben A. mccoyi hinein passt. Auch A. dodsonianus scheint nicht kompatibel zu sein.

Viele Grüße

Uli
Viele Grüße

Ulrich Tränkle

Benutzeravatar
Hoyningen
Moderator
Beiträge: 464
Registriert: 23. September 2009, 18:14
Wohnort: Iphofen, Unterfranken

Re: Anomalluma mccoyi

Beitragvon Hoyningen » 27. Juli 2011, 20:50

CABAC hat geschrieben:Hallo zusammen,

Seit ein paar Tagen beobachte ich wie die Schoten langsam eintrocknen und grau werden. Gestern öffnete sich die erste Schote und ich konnte 4 Samen noch rechtzeitig entnemen, bevor sie sich mit ihren Flugapparaten davon machen konnten...

...in diesem Sinne bis nachher mal

CABAC


Also, ich hätte die schon längst geerntet. Sobald die Schoten Reifezeichen zeigen, sind auch die Samen fertig. Dann kann man sie abmachen und in ein Kästchen legen, wo sie dann in Ruhe und ohne Verluste auftrocknen können.
Schöne Grüße

Volker

Benutzeravatar
CABAC
Moderator
Beiträge: 3889
Registriert: 1. September 2008, 07:56

Re: Anomalluma mccoyi

Beitragvon CABAC » 28. Juli 2011, 09:01

Hallo zusammen und hallo Volker,
auch als Jungasclepianer kenne ich den Moment, wenn sich Asclepiensamen auf den Jungfernflug begeben. Perfider weises machen sie es dann, wenn es schön warm ist, eine entsprechede Thermik die Verbreitung der Samen begünstigt und der Jungasclepianer nicht im GH weilt.

Volker, als eben dieser Jungasclepianer kam es mir auch darauf an,auch den Fruchtreifevorgang von Anfang an zubeobachten, Fruchtreifezeiten zu dokumentieren und natürlich auch, wie sich die Samen verhalten, wenn sich die Schoten öffnen.

Angesichts der horrenden Preise, die man für Samen von Anomalluma mccoyi bezahlen muss, habe ich aber besonders gut aufgepasst und alle Samen bis heute aufsammeln können oder wie Du es beschrieben hast rechtzeitig die Schoten absammeln, um sie dann an einem sicheren Ort ausreifen zu lassen.

Kann aber heute schon sagen, dass es sich die nächste Aussaat lohnt. Und wenn ich davon ausgehe, dass Friederikes Urteil stimmt, dann werden es sogar reine Anomalluma mccoyi-Sämlinge sein...

...in diesem Sinne wünsche ich allen einen schönen Asclepiensamenflugtag

CABAC
Es gibt nur einen Grund, warum es sich lohnt alt zu werden: Die Verwirklichung der Kindheitsträume!

Peter II
Beiträge: 266
Registriert: 22. November 2008, 11:25

Re: Anomalluma mccoyi

Beitragvon Peter II » 28. Juli 2011, 17:01

Jetzt muss ich doch mal Fragen: Wie sehen die Reifezeichen aus.
Ich bin bisher davon ausgegangen, dass die Schoten trocken werden. Bei mir sind jetzt aber einige aufgegangen, die noch sehr frisch aussahen und sich auch so anfühlten. Ich hatte mich auf eine lange Wartezeit eingestellt.

Benutzeravatar
CABAC
Moderator
Beiträge: 3889
Registriert: 1. September 2008, 07:56

Re: Anomalluma mccoyi

Beitragvon CABAC » 29. Juli 2011, 05:36

...weißt Du Peter II,
ich bin ja noch ein Jungasclepianer und weil ich so wenig Ahnung von der Pflanzen meines neusten Interessengebietes habe, beobachte ich meine Schätzchen, fotografiere sie (in allen Lebenslagen), mache Aufzeichnungen und vergleiche sie mit den Aufzeichnungen der letzten Jahre.

Möglicher weise kann ja hier jemand bestätigen, dass die Fruchtreifezeiten (Verzeihung, mir fällt dazu nicht der richtige Begriff ein) von Asclepien sehr unterschiedlich lang sind. So dauert das Ausreifen der Früchte von Anomalluma dodsonianus und mccoyi nur wenige Wochen ( 12 W), bei Apteranthes europaea sieben bis acht Monate, bei meinen Stapelien erfolgt die Polination im Spätsommer, die Fruchtbalgen sehe ich aber erst im nächsten Frühjahr.

Äußerst spannend ist es dann für mich zu beobachten, wann und wie sich die Früchte öffnen und wie lange es dauert, bis dann die Samen davon fliegen.Das ist u.a. Wetter abhängig. In diesem Jahr konnte ich beobachten, dass es bei Hoodia und bei Stapelia keine Stunde dauerte, bis relativ geringe Luftbewegungen die Samen dazu brachten, sich in die Luft zuerheben und abzuschweben. In den nächsten Wochen werde ich dann wieder GH Beweise in Form von frischgekeimten Sämlimgen finden...

... in diesem Sinne hoffe ich, dass Du mit meiner Antwort zufrieden bist, Peter II


CABAC
Es gibt nur einen Grund, warum es sich lohnt alt zu werden: Die Verwirklichung der Kindheitsträume!

Benutzeravatar
Hoyningen
Moderator
Beiträge: 464
Registriert: 23. September 2009, 18:14
Wohnort: Iphofen, Unterfranken

Re: Anomalluma mccoyi

Beitragvon Hoyningen » 29. Juli 2011, 08:13

Ihr habt beide recht und ich war etwas voreilig. Offensichtlich ist es bei Ascleps ähnlich, wie bei anderen Pflanzenfamilien und die Reifezeiten sind sehr unterschiedlich. Auch sind die Kapseln manchmal noch grün und gehen trotzdem auf. Wir werden wohl nicht umhin kommen, Reifezeiten für verschiedene Gattungen (oder sogar Arten?) zu dokumentieren.

Ich entsinne mich noch gut an ein Wohnzimmer (ich habe ja kein Treibhaus) voller schwebender Schirmchen. Wunderschön, nur nicht ganz in meinem Sinne.

Übrigens, noch eine Frage: Was ist es denn nun bei Ascleps, eine Hülse oder eine Schote? In der Schule lernte ich die Eselsbrücke Hülse hohl, Schote Scheidewand. Oder ist es was ganz anderes?
Schöne Grüße

Volker

Asclepidarium
Beiträge: 361
Registriert: 22. November 2008, 16:58
Kontaktdaten:

Re: Anomalluma mccoyi

Beitragvon Asclepidarium » 29. Juli 2011, 13:20

Hallo Volker,


Asclepiadaceen haben Balgfrüchte.

Viele Grüße

Uli
Viele Grüße

Ulrich Tränkle

Manfredo
Beiträge: 802
Registriert: 22. Januar 2009, 22:35
Wohnort: Oberhausen

Re: Anomalluma mccoyi

Beitragvon Manfredo » 29. Juli 2011, 21:27

... und Hülsen haben Kammern, Schoten nicht.

Manfredo

Benutzeravatar
CABAC
Moderator
Beiträge: 3889
Registriert: 1. September 2008, 07:56

Re: Anomalluma mccoyi

Beitragvon CABAC » 30. Juli 2011, 04:30

... danke für die botanische Nachhilfestunde!

Habe es verstanden!

Bei meinen Anomalluma, Apteranthes, Carallumas, Ceropegias, Hoodias, Larryleachias und Pseudolithos öffnen sich Balgenfrüchte.

Und wie nennt man die kleinen Flugaparate, an denen die Samen davon schweben?

Schönes Wochenende

CABAC
Es gibt nur einen Grund, warum es sich lohnt alt zu werden: Die Verwirklichung der Kindheitsträume!

maik rehse
Beiträge: 79
Registriert: 29. November 2009, 16:07
Wohnort: Erfurt

Re: Anomalluma mccoyi

Beitragvon maik rehse » 30. Juli 2011, 09:23

Pappus ;-)

Benutzeravatar
Hoyningen
Moderator
Beiträge: 464
Registriert: 23. September 2009, 18:14
Wohnort: Iphofen, Unterfranken

Re: Anomalluma mccoyi

Beitragvon Hoyningen » 30. Juli 2011, 17:21

maik rehse hat geschrieben:Pappus ;-)

Maik, bist Du sicher? Ich weiß, man soll nicht alles glauben was in Wikipedia steht, aber dort und anderswo ist Pappus beschränkt auf Asteraceae. Und wenn man berücksichtigt, dass die Härchen beim Löwenzahn und anderen aus den Kelchblättern der Einzelblüte abgeleitet werden, dann sieht man, dass es zumindest von der Herkunft der Fasern bei Ascleps was ganz anderes ist, auch wenn es dann den gleichen Zweck erfüllt, nämlich Anemochorie (das Wort MUSSTE ich schreiben, ich habe es gerade erst gelernt!).
Schöne Grüße

Volker


Zurück zu „Gattung (Genus) A–B“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste