ARG'16

gymnofan
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Re: ARG'16

Beitragvon gymnofan » 3. Dezember 2016, 12:59

wir warten, wir warten

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CABAC
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Re: ARG'16

Beitragvon CABAC » 24. Dezember 2016, 06:35

Map_T9.jpg
Map T 9

„Diese Karte ist ein Ausschnitt aus der Karte ‚world mapping project Argentinien’. © REISE KNOW-HOW Verlag Peter Rump GmbH.“

Hallo zusammen,

gerne hätte ich diese Fortsetzung etwas eher online gestellt. Aber wie sooft im Leben, übernahmen die Geschehnisse des Alltag plötzlich die Regie in den geplanten Tagesabläufen der letzten drei Wochen.

ARG’16 Tag 9

Unser Zeltplatz hatte eine exzellente Lage und es hätte eigentlich eine gute Nacht werden können. Doch schon eine Stunde nach dem ich ins Zelt gekrochen war, bekam ich schwere Krämpfe. Nicht nur in den Beinen, sondern auch in den Unterarmen. Und kein Dehnen oder Akupressur halfen. Der doch sehr warme Tag forderte seine Tribute. Ich hatte zu wenig getrunken und zu allem Übel hatte ich tagsüber vergessen, Magnesiumtabletten zu lutschen. Ich hatte zwar Wasser und Magnesiumtabletten im Zelt, doch die Wirkung würde erst nach Stunden einsetzen. So war es dann auch. Erst gegen 04:00 ließen die Krämpfe nach und ich konnte endlich schlafen. Umso brutaler empfand ich dann das Wecken. Aber ein Mal im Gange, ging es mit der Morgenrutine ziemlich flott.
T9_1.jpg
Camp San Agustin del Valle Fertil

Der nahe Fluss wurde noch mal für ein Bad genutzt. Um 08.00 rollte der Duster, um dann schon nach 1 km wieder abgestellt zu werden. Schon gestern bei der Zeltplatzsuche waren mir die Granitfelsen verdächtig vorgekommen. Die gleichen Granitformationen wie am Rio Tumanas, also beste Voraussetzungen, um dort nach Parodien zu suchen. So war es dann auch, nach wenigen Schritten sah ich als erstes Gymnocalycium acorugatum und unmittelbar danach sofort die Parodien. Die Parodia microsperma ssp sanjuanensis saßen, so wie ich es kannte, in den senkrechten Spalten und Ritzen der Granitfelsen.
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FO San Agustin del Valle Fertil
T9_3.jpg
Parodia microsperma ssp sanjuanensis
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Gymnocalycium acorugatum
T9_5.jpg
Trichocereus pasacana

Danach ging in Richtung Osten. Unsere Tagesagenda sah vor, dass wir möglichst umfassend die Fundorte von Gymnocalycium und Parodia in der Sierra de Malanzan untersuchen wollten. Es ging auf der Routa 27 erst mal in Richtung Osten. Bei der Estanzia San Roque hielten wir das erste Mal an und wurden sofort fündig. Zu beiden Seiten der Straße trafen wir auf große Bestände von Gymnocalycium bodenbenderianum, die zusammen mit Opuntia sulphurea und Echinopsis leucantha offensichtlich eine perfekte Lebensgemeinschaft lebten.

T9_6.jpg
FO EST San Roque
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Gymnocalycium bodenbenderianum
T9_8.jpg
Gymnocalycium bodenbenderianum

Nach Parodien brauchten wir nicht suchen, die Ökologie passte nicht für diese Kakteengattung. So blieb es auch bis Retamal. Den nächsten längeren Halt machten wir unmittelbar vor Malanzan und fanden unter anderem Gymnocalycium castellanosii, Gymnocalycium saglionis und Gymnocalycium schickendantzii. Manchmal alle drei Arten auf engsten Raum zusammen. Angesichts dieser Zusammenstellung kam ich auf sehr seltsame Gedanken, wie etwa wer nun von den Dreien die Hybride ist.
T9_9.jpg
Loma Larga
T9_10.jpg
Loma Larga
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Gymnocalycium castellanosii
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Gymnocalycium castellanosii


Danach wichen wir von der Hauptstrecke ab und machten auf Nebenstraßen über Loma Larga, Solca nach Olpas auf die Suche Gymnocalycium und Parodien. Die Landschaft bestand hauptsächlich aus großen roten Felsen, keine gute Möglichkeit dort auf Parodiensuche zu gehen. Dafür fanden wir an sehr vielen Stellen Gymnocalycium castellanosii.
T9_13.jpg
Loma Solca
Vor Los Mistoles wechselte das rote Gestein wieder in Granit und auf Parodiensuche brauchten wir nicht lange gehen. Man konnte sie mühelos von Wagen aus sehen. Für mich waren es Parodia microsperma ssp riojensis, Ludwig hatte dagegen von polnischen Feldläufern die Infos erhalten, dass wir einen Fundort von Parodia microsperma ssp. fechseri gefunden hatten.
T9_14.jpg
Parodia microsperma ssp riojensis
T9_15.jpg
Tephrocactus articulatus
Wir konnten uns nicht einigen, dass blieb auch bei den folgenden Fundorten so. Bemerkenswert war, dass alle Kakteen an diesen Fundorte alle sehr gut aussahen, sie trotzten nur so vor Vitalität. Bei Olta stießen wir auf die Routa 79 und fuhren in nördlicher Richtung. Der nächste Halt war ein Fundort, den wir schon auf der letzten Reise nur kurz untersucht hatten.
T9_16.jpg
Sierra de la Punta Negra

Dieses wollten wir die straßennahen Fundorte der Sierra de la Punta Negra etwas genauer untersuchen. Gleich beim ersten Stopp erwischten wir einen sehr guten Platz. Neben den fast unvermeidlichen Gymnocalycium saglionis auch Gymnocalycium coloradense (G. rhodantherum).
T9_18.jpg
Gymnocalycium coloradense
T9_20.jpg
Gymnocalycium saglionis

Der letzte Fundort des Tages sollte ein Fundort von Pyrrhocactus bulbocalyx sein. Hierzu mussten wir bis zu einer Tunnelbaustelle östlich von Chilecito fahren und dann noch ca. 7 bis 8 km in nördliche Richtung gehen. Der Weg und die damit verbundenen Mühen hatten sich gelohnt. Die vorgefundenen Pyrrhocacteen sahen etwas anders aus, als das was ich bisher von Pyrrhocactus bulbocalyx. Außerdem war mir aufgefallen, dass sie die Granitfelsen besiedelt hatten. Meistens in 4 bis 5 m Höhe.
T9_21.jpg
Pyrrhocactus bubocalyx Felsenform
T9_22.jpg
Pyrrhocactus bubocalyx Felsenform

Das machte auch die weitere Untersuchung schwierig. Alle vorher Standortformen von dieser Art hatte ich immer im flachen Gelände angetroffen. An der sonnenabgewandten Seite der Felsen fanden wir außerdem noch Parodia microsperma ssp. riojensis. Wie die Pyrrhocacteen als Granitfelsenritzenbesiedlungsspezialist. Gegen 20:00 Uhr waren wir am Abstellplatz unseres Duster‘s zurück. Die Einrichtung des Lagers wurde durch einen plötzlich aufkommenden sehr heftigen Sandsturm erschwert. Hinzu kam auch noch, dass es alle Mücken dieser Region auf unser Blut abgesehen hatten. Diese permanenten Angriffe der Mücken veranlasste uns, auf unsere übliche Tagesroutine zu verzichten, unser Abendessen wie auf einer Flucht im Wagen einzunehmen und dann gegen 19:30 Uhr in die Zelte zu kriechen. Es wurde eine lange Nacht ohne viel Schlaf, unter anderem auch, weil der Sturm nicht nachließ und mir jede Menge Sand ins Zelt wehte.

Mach(t) es gut, auch über die Festtage und den Jahreswechsel

CABAC
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T9_23.jpg
Pyrrhocactus bubocalyx Flächenform
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Re: ARG'16

Beitragvon gymnofan » 24. Dezember 2016, 08:41

Hallo CABAC
vielen Dank für den schönen "Weihnachtsbericht" also hast Du uns doch noch ein Geschenk übermittelt
schöen Weihnachtszeit wünscht
Gymnofan

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Re: ARG'16

Beitragvon Robby » 25. Dezember 2016, 13:20

Hallo CABAC,

mit Interesse habe ich heute die freie Zeit genutzt und bin eurer Route gefolgt.

Interessant ist die Formenvielfalt der Gymnos in der Sierra de la Punta Negra, wo die Verbreitungsgebiete von G.rhodantherum und G.castellanosii aufeinander treffen. Dauert zwar noch etwas, aber da werde ich dann auch noch einige Aufnahmen beisteuern können. Bin gespannt, wie die Tour weitergeht und ob Du vielleicht noch weitere Fotos aus der Sierra Velasco, wo wohl dieser Bericht endet, beisteuern kannst.

Wünsche noch ein beschauliches restliches Weihnachtfest!
LG Robert

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Re: ARG'16

Beitragvon CABAC » 25. Dezember 2016, 15:21

Hallo Robby und Bernhard,

danke für Eure Wortmeldungen!

Nein, leider gibt es aus und von der Sierra de Velasco keinen weiteren Bericht oder weitere Bilder.


Mach(t) es gut

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Re: ARG'16

Beitragvon CABAC » 5. Februar 2017, 17:36

Map_Fiambala_m8.jpg


„Diese Karte ist ein Ausschnitt aus der Karte ‚world mapping project Argentinien’. © REISE KNOW-HOW Verlag Peter Rump GmbH.“

Hallo zusammen,

auch bei meinem Reisebericht geht es endlich weiter:

ARG’16 Tag 10

Schon um 05:00 Uhr standen wir auf und brachen das Lager fast fluchtartig ab. Die Mücken waren noch nicht aktiv, aber der Sturm war immer noch aktiv. Unsere Ausrüstung wurde deshalb nur grob zusammen gelegt und in den Wagen gepackt. Selbst mein sonst so gelassener und gegenüber Mückenstichen gleichgültiger Reisebegleiter war durch die unruhige Nacht gezeichnet und entsprechend gelaunt. Wir beschlossen, nach Chilecito zufahren, dort eine Tankstelle aufzusuchen, um dort unsere Ausrüstung zu reinigen und wieder einsatzbereit zumachen, die Morgentoilette nachzuholen, zu frühstücken und wieder den Tank voll zu machen. Gesagt, getan. Als mein Zelt, Schlafsack und Isomatte verpackt hatte, ging ich ins Bad. Alleine an meinen Armen und meinem Gesicht zählte ich ca. 150 Mückenstiche. Rasieren fiel deshalb aus. Zurück im Bistro der Tankstelle fand ich an unserem Tisch meinen Don Carlos mit zwei Tellern Rührei, zwei große Tassen Kaffee, eine Tüte Cracker und Medialunas vor.

Alleine dieser Anblick entschädigte mich für die letzte Nacht. Auch das Reiselogbuch wurde vervollständigt. Ein paar nüchterne Zahlen: 481 km hat der Duster am Ende des Reisetages mehr auf dem Tacho und jeder von uns hatte im Laufe des Tages ca.38. 000 Schritte gemacht, was in etwa einer Laufstrecke von 20 km entsprach. Gut gestärkt und entsprechend motiviert setzten wir unsere Fahrt fort. Unser Tagesendziel sollte eigentlich Fiambala sein, aber ob wir dort am Abend unsere Zelte aufschlagen würden, war abhängig davon, wie wir die Inhalte unserer Agenda umsetzen würden. Wir verließen Chilecito auf der gut ausgebauten Routa 40 in nördliche Richtung.

Unsere Agenda sah als erstes Ziel Lobivia famatimensis vor. Bogen deshalb bald auf die Routa 78 ab. Schon 2014 hatten wir wenig Glück mit diesem Teilstück. Der neben der Straße befindliche Fluss führte Hochwasser und hatte teilweise die Breite des Fahrweges dezimiert. Dann war die Furt mit Geröll bedeckt sodass wir Wie würde es uns dieses Mal ergehen? Als wir hinter Famatina abbogen und die tiefenaus gefahrenen Spuren sahen, schwante mir schon Übles. Der Fahrweg ab dem kleinen Örtchen Carrizal war noch schmaler geworden und bestand nur noch aus Muhrenabgängen. Dreimal setzte der Duster auf, einmal mit bösem Knirschen am Bodenblech, dann ging es ins Flussbett. Aber nur 30 Meter, dann wurden die Steine so groß, dass an eine Weiterfahrt nicht mehr möglich war. Dem Duster fehlte zum Überwinden der Hindernisse einfach der Vierradantrieb. Sind dann beide ausgestiegen um den weiteren Verlauf des Weges zu erkunden. Ludwig wäre gerne weiter gefahren, aber ich wollte den Wagen und damit den weiteren Verlauf der Reise nicht gefährden. War sichtlich geknickt, als ich von meinem Veto Gebrauch machte. Wir fuhren als zurück zu Hauptstraße und setzten unsere Reise auf der RP 78 in nördliche Richtung fort.

T10_1.jpg
Routa 78 vor Campanas

Den ersten Versuch einer Kakteensuche machten wir bei Campanas später auch bei El Porterillo, ergaben aber beide nicht viel. Gegen 12:00 erreichten wir Tinogasta und schon um 12:45 Fiambala. Wir sind dann auf der Routa 60 bis kurz hinter Chaschuil gefahren, um dann umzudrehen.
T10_2.jpg

Auf den Chaschuil war ich sehr gespannt, schließlich gibt es keine argentinische Karte, auf der dieser Ort nicht als markanter Punkt eingezeichnet ist. Doch wir wurden enttäuscht, denn anstatt eines Ortes mit ein paar Häusern, gab es allenfalls eine kleine halbverfallene Finka.
T10_5.jpg
Chaschuil
T10_3.jpg
Chaschuil

Trotzdem fingen wir in dem großen roten Felsen mit der Feldforschung an. Wie erwartet fand ich in dem roten Gestein nur drei Kakteengattungen:
Soerensia korethroides, Maihueniopsis minuta, Tunilla soehrensii in einer Fundhöhe von 3150 m.
T10_6.jpg
Maihueniopsis ?
T10_7.jpg
Soerensia korethroides

Den nächsten Stopp wollten wir in ca. 3050 m Höhe machen. Wir fuhren also in Richtung Fiambala und hielten dann bei dieser Höhe an und gingen in den Schotterfeldern zu beiden Seiten der Routa auf Suche.
T10_8.jpg

Ich brauchte nur wenige Schritte gehen um dann eine blühende dornenlose Puna bonniae zu entdecken.
T10_13.jpg
Puna bonniae
T10_14.jpg
Puna bonniae

Keinen halben Meter daneben Tephrocactus geometricus. Beide Arten durch die lange Trockenheit tief in den Boden eingezogen und mit auffälliger roter Epidermis. Mit Ausnahme von Pterocactus spec.nov. sah man es auch allen anderen Kakteen (Maihueniopsis minuta, Tunilla soehrensii an diesem Fundort an, dass sie lange kein Wasser bekommen hatten. Trotzdem gelangen mir ein paar sehr gute Blütenaufnahmen.
T10_9.jpg
Maihueniopsis minuta
T10_11.jpg
Maihueniopsis minuta
T10_19.jpg

Es ging weiter. Der nächste Fundort lag in 2950 M Höhe und war uns schon aus 2014 bekannt. Dort konnte ich meine erste dornenlose Puna bonniae im Habitat erleben. Das Wiedersehen war ziemlich ernüchternd. Wir mussten lange suchen, bis wir die ersten Kakteen fanden. Egal ob Puna bonniae Tephrocactus geometricus, beide traf ich nur tief in den Boden eingezogen und durch die lange Trockenheit mit roter Epidermis an.
T10_16.jpg
Puna bonniae

T10_17.jpg
Puna bonniae
T10_21.jpg
Tephrocactus geometricus
T10_23.jpg
Tephrocactus geometricus
T10_24.jpg
Tephrocactus geometricus
T10_26.jpg
Puna bonniae

Nur Pterocactus spec. nov. kam offensichtlich mit den Witterungsverhältnissen gut zurecht.
T10_28.jpg
Pterocactus spec.nov.

Aber immerhin bestätigt sich mal wieder für mich, dass einmalige Besuche keine umfassenden Feldforschungserkenntnisse bringen.


Der nächste Stopp lag in der tiefen Schlucht durch die Routa 60 geführt wurde.
T10_30.jpg

Schon ein paar Mal vorher war es meinem Reisebegleiter verwehrt worden diesem Platz das Vorkommen von Soerensia korethroides zu untersuchen. 2014 führte der Fluss zu viel Wasser und davor konnte er seine Reisebegleiter nicht dazu überzeugen dort anzuhalten. Dieses Mal gelang das Überwinden des Wassers ohne Probleme.
T10_31.jpg
T10_32.jpg
Soerensia korethroides


Danach ging es zurück ohne Zwischenstopps nach Fiamblala. Und danach auf die Suche nach einem gutem Platz zum Übernachten. Mein Plan bei den Thermen zu übernachten, schlug an der Tatsache fehl, weil wir für das Zelte aufstellen 150 Pesos bezahlen sollten. Erst beim Wasserwerk weit außerhalb des Ortes fanden wir einen geeigneten Platz, auf dem wir unsere Zelte aufschlagen und unser Lager einrichten konnten.
T10_34.jpg

T10_35.jpg
T10_36.jpg



Meine anfängliche Befürchtung, dass man uns vertreiben würde, wurde nicht bestätigt. Wir verlebten einen ruhige und vom Lärm verschonte Nacht. Am Ende der Reise wurde dieser Platz zum Besten gekürt.

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Re: ARG'16

Beitragvon Jiri Kolarik » 5. Februar 2017, 18:51

Hallo an alle, besonders an Herbert!

Ja, das Tal zu Paso San Francisco ist auch mein beliebtes Ziel...so war ich dort sicher schon 4-5 mal...und immer, wenn ich mich in der Nähe befinden sollte, würde ich hinfahren! Nun - Herbert - die "Maihueniopsis ?" ist eigentlich eine C.boliviana...die S.korethroides - eben diese Pflanze habe ich auch fotografiert - ja etwa 1m hohe Pflanze! Leider erwähnst Du nicht die Denmoza rhodacantha, die bei den Soehrensien auch wächst, sogar kann man dort auch die hellbedornte "diamantina" finden. Die M."minuta" - da habe ich meine bedenken, denn mir kommt es, dass dort gar zwei Typen wachsen...ich habe diese Pflanzen schon mehrmals presentiert...unterscheiden sich im Habitus aber auch im Blütenbau...

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Re: ARG'16

Beitragvon CABAC » 6. Februar 2017, 07:18

Hallo Jiri,
danke für deine Antwort.

Die Vielgestaltigkeit von Cumulopuntia boliviana ist schon sehr erstaunlich. Man muss schon ein sehr guter Kenner sein(so wie du) um da den Durchblick zu bekommen oder zu haben.

Selbstverständlich haben wir auch Denmoza rhodacantha angetroffen. Die Bilder schiebe ich mal hinterher:
T10_43.jpg
Denmoza rhodacantha
T10_44.jpg
Denmoza rhodacantha


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Re: ARG'16

Beitragvon Robby » 6. Februar 2017, 18:42

Hallo CABAC, hallo Jiri,

es ist natürlich besonders spannend, Fotos aus einer Gegend zu sehen, welche man selbst besucht hat. Danke für die tolle Fortsetzung eurer Reise CABAC. Jiri hat recht, dieser Pass war auch für uns ein besonderes Highlight. In Kürze werde ich ebenfalls von dieser Strecke berichten.

Für uns war damals der Fluss in der Schlucht nicht zu überwinden, aber Dank Teleobjektiv konnten wir doch brauchbare Aufnahmen von Soerensia korethroides machen, damals sogar in Blüte. Hatte die Pflanzen allerdings unter Lobivia formosa verbucht. Leider tobte in Höhen über 3000m ein orkanartiger Sturm. Aber ich will mal nicht vorgreifen. Jedenfalls um Puna bonniae beneide ich euch - die blieb uns leider verborgen...

LG Robert

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Re: ARG'16

Beitragvon guiterrezii » 7. Februar 2017, 13:58

Herzlichen Dank auch von mir, für diese sehr gelungene Fortsetzung!
Interessant auch zu lesen.....................das Du Deine einzelnen Schritte zählst! :shock:
Kakteensammeln ist eine internationale, schwere Krankheit. Wer infiziert ist, ist nicht mehr zu retten !

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Re: ARG'16

Beitragvon CABAC » 7. Februar 2017, 14:21

Na ja Thomas

das Schritte zählen kommt automatisch zustande. Macht das Iphone schon automatisch per App.

Das interessante ist dann aber auch, dass wir neben den Strecken per Auto auch noch sehr viel und länger zu Fuß zu unseren Kakteen unterwegs gewesen sind. Straßenrandkakteentourismus war gestern...


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Re: ARG'16

Beitragvon guiterrezii » 8. Februar 2017, 11:22

.....naja, die Altvorderen waren ja nun keine Straßenrandtouristen, sondern wahre Feldjäger. So manch einer soll sie ja nen Esel gemietet haben.........
Kakteensammeln ist eine internationale, schwere Krankheit. Wer infiziert ist, ist nicht mehr zu retten !


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