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Beitragvon CABAC » 13. Juni 2016, 09:10

ARG'16 Tag 1

Hallo zusammen,

nach dem ich es ja lang genug angekündigt habe, sollt Ihr nun erfahren, wie es uns (mir)auf der letzten Argentinienreise im Januar und Februar dieses Jahres so ergangen ist.

Uns, das heißt in diesem Fall mein Reisebegleiter Ludwig Bercht
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und mir
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Nach dem ich bis 2003 ganz schlechte Erfahrungen mit Dreier oder Viererreisegruppen gemacht habe, gehe ich solche Unternehmungen grundsätzlich nur noch zu zweit an. Die höheren Kosten für den Mietwagen, Verpflegung und Unterkunft kompensieren sich für mich schnell durch weniger Diskussionen während der Reise, größere Flexibilität, eine sehr viel verbesserte Wohlfühlqualtität und was für uns von enormer Wichtigkeit ist, maximaler Effektivität beim Erforschen unserer Interessengebiete. Ich hatte mit Ludwig schon zwei Reisen gemacht. Und schon auf der ersten Reise durch Bolivien haben wir beide festgestellt, dass wir mit unseren Interessen und Ansprüchen, individuellen Eigenschaften, persönlichen Neigungen, gleichen Interessen Kakteen betreffend von einer sehr großen Schnittmenge profitieren können.

Was also 2005 und 2014 schon so gut geklappt hat, war beste Voraussetzung es 2016 noch mal zu probieren. Ich kann es mit fünf Worten schon mal vorweg nehmen: Es hat sehr gut geklappt.

Diese fünf Worte lösen bei mir aber auch schon fast ein wenig Wehmut aus, denn nach dem ich nun fast vier Monate zu Hause bin und im wesentlichen meine Reise ausgewertet habe, reift in mir die Erkenntnis, dass ich meine Lebensziele als Hobbykakteenforscher und als Feldläufer auf dieser Reise fast erreicht habe.

Unsere Reisevorplanung war eigentlich nur eine Fortsetzung der letzten gemeinsamen Reise im Februar 2014. Wir brauchten nur also auf die gemeinsame Agenda und Karten dieser Reise zurückgreifen und unsere Ziele, Absichten und Routen anpassen. Große Änderung war, das wir dieses Mal nicht einen Inlandsflug buchten wollten, sondern uns schon in Buenos Aires in den Mietwagen setzen wollten um von dort aus in das erste Einsatzgebiet zu fahren.

Gesagt getan! Von anfang an lief alles sehr sehr entspannt: günstige Flüge gebucht und Wunschsitze reserviert (natürlich LH 510 Und LH 511 und Sitze in letzten drei Reihen), Wunschauto bekommen (Renault Duster), das Einchecken und Kofferaufgeben verlief total entspannt und so saßen wir dann Anfang Januar völlig entspannt gegen 21:00 in Frankfurt auf den Sitzen vor dem Abfluggate und erlebten unsere erste Überraschung:

Pavel Hertus, Mirek Sochurek und Roman Maloch, drei uns sehr gut bekannte tschechische Freunde hatten den gleichen Flug gebucht. Aber meine Gedanken, ob, wann oder wo wir diese Feldläufer in Argentinien wieder sehen würden, hätte ich mir nicht machen brauchen. Wir haben in den folgenden 32 Tagen weder sie noch andere Reisende mit einschlägigen Interessen getroffen.


Unser fast neuer Jumbo hob sehr pünktlich ab und die nächsten 13 ½ Stunden verliefen auch sehr angenehm.
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U.a. auch deshalb, weil ich immer noch gerne fliege und auf langen Flügen sehr gut schlafen kann. So habe ich am ersten Tag der Reise beendet. Nach der warmen Mahlzeit und dem zweiten Rotwein wollte ich mir noch einen Film ansehen, doch Morpheus forderte seinen Tribut ein…

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Re: ARG'16

Beitragvon Robby » 13. Juni 2016, 16:27

Hallo CABAC,

toll, dass Du Dir jetzt im Sommer die Zeit nimmst und mit Deinem Bericht startest. Bin sehr gespannt, auf welchen Routen ihr unterwegs gewesen seid.

Mit dem Auto von Buenos Aires zu starten ist schon mal recht gewagt. Aber den Flugplatz in BA zu wechseln und ans andere Ende der Stadt zu fahren ist auch nicht so prickelnd. Das war der Grund, weshalb wir via Sao Paulo geflogen sind. Da ist ein Umstieg nach Cordoba oder Salta völlig unkompliziert.

Die letzte drei Sitzreihen (wenn man zu zweit reist) sind auf Langstrecke perfekt, haben wir auch so gemacht...

Mit viel Vorfreude grüßt
Robert

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Re: ARG'16

Beitragvon nobby » 13. Juni 2016, 22:43

Schön, dass nun auch dieser Reisebericht beginnt!
Wie Robby bin auch ich auf die Route und die Entdeckungen dieser Reise gespannt.
Ich hoffe nur, dass es Euch in Buenos Aires besser ergangen ist als dem guten Pavel, der leider direkt zu Beginn der Reise einige Verluste durch Diebstahl verkraften musste.
Da unsere letzten Reisen immer in Santiago begonnen haben, waren wir schon länger nicht mehr in BA. Wobei die Stadt durchaus eine Unterbrechung wert ist.
Ich freue mich schon auf die Fortsetzung dieses Reiseberichtes!

Herzliche Grüße nach PB
Nobby

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Re: ARG'16

Beitragvon CABAC » 14. Juni 2016, 05:37

Hallo zusammen,

nein, es war nicht besonders schwierig, aus BA auf die richtige Ausfallstraße zu kommen.

Muss allerdings zugeben, dass ich auf dem Beifahrersitz jemand sitzen hatte, dem ich fast blind vertraue. Wenn der sagt, nächste Abfahrt runter oder bald die Spur wechseln, dann kann ich mich darauf verlassen, dass er die Karte gelesen hat und weiß was getan werden muss.

Raus aus B.A. war wie gesagt, nicht schwierig. Aber auf der Rückfahrt sind wir über Rosario nach B.A. gefahren. Das an einem Freitagnachmittag. Der Begriff Molloch und der dann aufkommende Verkehr in einer Riesenstadt auf acht Spuren, könnte zu Verzweiflung führen. Aber nein, es geht geordnet zu.

Von Pavel Hertus Pech haben wir gehört. Schade, wirklich sehr schade und höchst bedauerlich. Wir müssen auf unserer Reise unter dem besonderen Schutz von Pachamama gestanden haben, denn wir sind unfallfrei geblieben, Reifenpannenfrei, auf unseren Lagerplätzen immer unbehelligt und hatten Kontakt nur mit netten Menschen gehabt.

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Re: ARG'16

Beitragvon CABAC » 15. Juni 2016, 05:06

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„Diese Karte ist ein Ausschnitt aus der Karte ‚world mapping project Argentinien’. © REISE KNOW-HOW Verlag Peter Rump GmbH.“

ARG’16 Tag 2

Hallo zusammen,

der Flug verlief insgesamt ruhig weiter. Nur im Bereich des Äquators bemerkte ich pflichtgemäßes Schütteln und trotzdem entließ mich Morpheus erst aus seinem Reich, als das sehr freundlich und sehr zuvorkommende Kabinenpersonal mit den Vorbereitungen des Frühstücks anfing.

Blicke aus dem Fenster.
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Wie nicht anders zu erwarten, setzte der Jumbo genau um 08:00 Uhr auf der Piste von EZE auf. Einreiseformalitäten und Zoll verliefen unkompliziert und zügig. Schnell noch den neusten Firestone Argentinien Straßen Atlas gekauft. Und schon um kurz nach 9:15 Uhr standen wir am Schalter von Localiza um unseren Mietwagen in Empfang zu nehmen. Unkompliziert ging es dann auch weiter, Papierkram erledigen, Geld tauschen und dann ran an unseren Duster. Fast neu wäre der, wurde uns gesagt. Doch man ist immer gut beraten, wenn man trotzdem sehr genau seinen fahrbaren Untersatz kontrolliert.

Warum ich wieder auf eine Duster bestand und nicht den ebenfalls verfügbaren, dazu noch den technisch wesentlich moderneren Ford ECOSPORT angemietet hatte, gab es sehr viele gute Gründe. Ein Grund ist, dass ich mit diesem Typ schon 2014 sehr gute Erfahrungen gemacht habe. Er hatte zwar nur Vorderradantrieb, aber größere Räder und damit auch HD Reifen. Somit eine Bodenfreiheit von 21 cm unter dem Bodenblech, in Verbindung mit den günstigen Böschungswinkeln vorne und hinten kann man sich damit in unebenes Gelände wagen. Ja und dann passen unsere Koffer auf den cm genau in den Kofferraum. Saugend und Schmatzend so zu sagen. Sie bleiben an Ort und Stelle, selbst wenn das Gelände mal sehr uneben wird. Zwischen beiden Koffern passen auch genau unsere Zelte, Schlafsäcke, Luftmatratzen und die Wasserbehälter und die Verpflegungskiste.

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Das hat nichts mit übergroßer deutscher Pingeligkeit zu tun, sondern ist nur normal. Wie wichtig dieser Vorgang ist, wurde allen Beteiligten an diesem Morgen deutlich. Denn unser silbermetallic lackierter Duster hatte schon ein paar Mängel:
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Die Kratzer im Lack waren für mich unerheblich, wurden aber im Übergabeprotokoll dokumentiert. Die drei tiefen Einschläge in der Windschutzscheibe wären für mich der erste Grund gewesen, dieses Fahrzeug abzulehnen. Schon auf dem ersten Teil mit unbefestigter Straße hätte die Windschutzscheibe reißen können und für die Reparatur wären wir aufgekommen. Letztlich aber sorgte der tiefe Schlitz am rechten Hinterreifen dafür, dass die gute Stationsleiterin einsehen musste, dass wir diesen Wagen unmöglich übernehmen konnten.

Glücklicherweise war am Morgen ein anderer Duster zurückgekommen. Das der aber nicht getankt und auch nicht gereinigt war, machte uns nicht viel aus.

Sichtlich erleichtert änderte Stationsleiterin die Papiere, bedankte sich für die große Sachlichkeit, Ruhe und Freundlichkeit mit der wir das nicht unerhebliche Problem gelöst hatten und nachdem wir unseren Wagen getankt hatten, ging es endlich los.

Mit Paderborner Wunschkennzeichen!
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Man ist ja schließlich wer.

13871 km standen auf dem Tacho als wir gegen 10:30 Uhr das Gelände des Flughaven verließen. Unser erstes Einsatzgebiet waren die Pyrrhocacteen südlich von Malargue, die Entfernung bis dorthin waren rund 1200 km. Davon wollten wir an diesem Tag so viel wie möglich schaffen. Auf der Routa National (RN) 7 ging es bis Junin und danach auf der RN 188 weiter nach Westen.
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Ich war sehr gespannt auf die Landschaft die in jedem Reiseführer als große Pampa beschrieben wurde. Flach war die Landschaft die Pampa genannt wurde. Aber von dem Grasland haben wir nicht viel gesehen, entweder fuhren wir durch riesige Äcker auf den Sojabohnen angebaut wurden oder ausgedehnte Feuchtgebiete mit großflächigen Seen mit Scharen von Wasservögeln.

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Gegen 19:30 machten wir nach gut 600 km Stop in Realito und bezogen ein Zimmer in einem kleinen Hotel direkt an der Straße. Neben dem Hotel betrieb ein junges Paar ein kleines Restaurant und der Hotelbesitzer reservierte für uns einen Tisch. Hätten wir es nicht getan, wären wir an diesem Tag hungrig ins Bett gegangen: Denn als wir gerade unser erstes Quilmes genossen und unser Essen bestellt hatten kamen vier Reisebusse und ca.200 Reisende machten sich im Lokal breit. Fortan wurden wir von der 9 jährigen Tochter bedient. Etwas unbeholfen, aber sichtlich stolz brachte sie uns unsere (erste und letzte) Parrillada (auf dieser Reise) und unseren erste und letzte Flasche Malbeck an diesem Abend.

Dieser sorgte für die nötigen Bettschwere und deshalb machten uns bald darauf wieder ins Hotel und dann auch ganz schnell in die Horizontale.

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Re: ARG'16

Beitragvon nobby » 15. Juni 2016, 06:48

Ja, der gute Renault Duster ist inzwischen bei vielen Reisenden, die ihr Auto in Argentinien mieten, sehr beliebt.
Es scheint bei vielen Vermietern eine Art Sport zu sein, den Mietern ein Auto zu geben, dass auf den zweiten Blick Mängel hat, die einem auf der Reise ernste Probleme bereiten können.
Steinschläge in der Scheibe sind bei Schotterstraßen nicht ungewöhnlich und leider auch nicht mitversichert. Neben dem obligatorischen Reifenspray für kleine Reifenschäden unterwegs haben wir auch immer einen flüssigen Sekundenkleber dabei, der bei kleinen Glasschäden dafür sorgt, dass die Risse nicht größer werden. Ein kleines Hilfsmittel mit großer Wirkung!
Jetzt bin ich ja schon gespannt, was Ihr nach dem "Grillteller" am nächsten Tag so gefunden habt.
Freue mich auf den nächsten Teil!
Nobby

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Re: ARG'16

Beitragvon Jiri Kolarik » 15. Juni 2016, 14:29

Hallo an alle Reisenden...
Herbert - SUPER!!! Auch wir hatten den DUSTER im November 2015 gemietet, leider hatten wir den Reifenstand unterschätzt - das Ergebniss - 7x Reifenpannen, davon ein mal gleichzeitig auf zwei Reifen...bei Chos Malal...aber der zweite Hilux hat uns geholfen...nun, dazu muss ich noch 2 halbneue Reifen dazuzählen...aber - der Duster ist ein passendes Auto auch für 3 Passagiere...sicher wäre der 4x4 Duster besser, aber den bieten die wenigsten...im vergleich kostet der Hilux das doppelte! Aber mit Hilux kommt man überall hin - sogar auf den Cerro Diamante!!!
...ich freue mich an die Fortsetzung...

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Re: ARG'16

Beitragvon CABAC » 16. Juni 2016, 07:33

Danke für Eure Antworten Nobby und Jiri!

So eine Reise wie wir sie planen und durchführen steht und fällt mit dem Mietwagen und seiner Bereifung. Mit sieben Reifenpannen liegst Du Jiri wohl noch im Mittelmaß. Habe gehört, das Bolivienreisende sogar 25 x in vier Wochen dieses Ungemach erdulden mussten. 25 Reifenpannen bedeutet dann auch 25 x eine Gomeria aufsuchen. Wenn dann noch der Reifen reparierbar ist, geht das auch noch.

Welches Auto wir 2016 anmieten wollten, wurde zwischen Ludwig und mir im Vorfeld häufig erörtert. Den Hilux hätte ich auch gerne gehabt, war von Preis her mit Ludwig nicht vereinbar. Und wenn ich mir den Ablauf der Reise im Nachhinein so betrachte, dann waren es nur 6 Stellen wo ich mit dem Duster umkehren musste.

Gut, das der Autovermieter hier wohl nicht mitliest, denn die Situationen ereigneten sich auf Strecken, die in der Kartenlegend gelb oder weiß erscheinen. Für Unerfahrene sei hierzu mitgeteilt, dass weiße Kennzeichnung bedeutet, dass diese wenig befahren und deshalb auch nicht regelmäßig gepflegt werden. Ganz häufig sieht man nur die Andeutung von Radspuren. Da ich meinen "Don Carlos" nun sehr gut kenne, überprüfe ich jeden Routenvorschlag von ihm mittels Googelearth. Finde ich dort auch nur die Anzeichen eines Weges, entscheide ich vor Ort ob wir dort fahren.

Aber noch mal zur Beliebtheit des Dusters in Argentinien:
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Duster

Unser Abstellplatz bei unserem Hotel in Realito, fünf Wagen und drei davon waren Duster.


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Re: ARG'16

Beitragvon nobby » 16. Juni 2016, 09:01

Mietwagen sind ein leidiges, aber auch wichtiges Thema bei solchen Reisen.
Immerhin verbringt man bei einer Rundreise einen großen Teil der Zeit im Auto.

Der Besuch einer Gomeria ist ja nicht ungewöhnlich - wobei natürlich die Qualität/Eignung der Reifen eine große Rolle spielt.
Die größten Probleme hatten wir immer mit den "normalen" Straßenreifen, wie sie hier in Europa üblich sind.
Als wir für zwei Jahre einen eigenen Wagen in Chile hatten, war dieser auch mit solchen Reifen ausgerüstet. Nach ca. 20 000 km waren die nicht mehr brauchbar. Deutlich besser wurde es, als wir auf sogenannten AT Reifen bestanden. Diese haben einen festeren Gummi und ein besseres Profil, speziell für Schotterstraßen.
Zuletzt, bei 3 Monaten Aufenthalt und mehr als 15 000 km, verursachte das zwei Stopps in einer Gomeria - das war erträglich.
Herzliche Grüße
Nobby

Jiri Kolarik
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Re: ARG'16

Beitragvon Jiri Kolarik » 16. Juni 2016, 15:59

Hallo...

Norbert: Mietwagen sind ein leidiges, aber auch wichtiges Thema bei solchen Reisen.
Immerhin verbringt man bei einer Rundreise einen großen Teil der Zeit im Auto.


...ich bin auch immer der Fahrer...so konnte ich schon div.Autos ausprobieren...auf meiner (unserer) letzten Reise in Bolivien + NordArgentinien musste ich nicht den Fahrer spielen, Martin T. ist gefahren...es war Nissan Patrol mit 4,8l Hubraum, fast neu, d.h. mit ganzen 600km am Bord, aber - es war wohl das beste Auto bisher...aber - auch hier konnten wir hinter Palo Blanco in der Richtung Antofagasta de la Sierra halt passen - diese Dünnen aus Bims in 4000m Höhe konnten wir nicht durchqueren...den Preis für 32 Tage + Versicherung (Argentinien) + km-frei finde ich für USD 5000,- angemessen...
Auch in Peru (da bin ich gefahren) unser Mazda BT 50 4x4 war ein sehr gutes Auto, ohne 4x4 kann man in Peru nicht ausser Asphalt...und der Preis - für 35 Tage + 8000km lag um CZK 90.000,- (= EUR 3.330,-)...

In Argentinien dagen ist mieten eines Autos relativ teuerer...so hat uns in Mendoza mieten eines Duster fast das gleiche gekostet als Mazda BT 50 4x4 in Peru!!! Da ist jedem klar, dass Duster um mindestens 2 Autoklassen tiefer liegt...Auch die Ersatzreifen (neu im Supermarket) kosten mindestens das doppelte wie in der CZ... Auch in Chile (bei Seelmann) war das Anmieten von Autos (2x Suzuki Jimny 4x4) wesentlich günstiger als in Argentinien...

...also - ich stimme zu, anmieten von Autos ist die wichtigste Sache einer SüdAmerika-Reise!!!

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Re: ARG'16

Beitragvon Robby » 16. Juni 2016, 17:32

Hallo zusammen,

ich hoffe, CABAC verzeiht es mir, wenn ich mit eigenen Fotos in seinen Reisebericht poste. Aber ich denke, etwas Diskussion belebt das Forum.

Immer wieder beneide ich diejenigen, welche mit großen geländegängigen Fahrzeugen auf Exkursion gehen. Und vor jeder Reise studiere ich entsprechende Angebote. Aber letztlich spielen halt auch die Kosten eine Rolle. Das von Jiri erwähnte Fahrzeug für 5.000 $ kostete annähernd soviel wie unsere komplette 4-wöchige Argentinienreise, incl. Flug, Hotel, Auto und Verpflegung für 2 Personen (es waren 5400,- EUR).

Wir hatten auf unseren 5 Kakteenexpeditionen immer den billigsten Kleinwagen genommen. Auf 30.000 km hatten wir keinerlei Pannen, noch nichtmal einen Platten. Bodenfreiheit, kurzer Radstand, Wendemöglichkeit auf kleinstem Raum und billig im Verbrauch sind durchaus Argumente. In früheren Jahren sind wir mehrfach in der Sahara unterwegs gewesen - quasi aus Geldmangel mit Schrottautos (R4 und 200er Daimler). Und wir haben kaum jemals eine Piste gescheut. Natürlich muss man wissen, wann Schluss ist und dann auch bereit sein zu wenden...

Ja, vielleicht hatten wir ja nur unglaubliches Glück, aber die Finanzen spielen (für uns) halt auch eine Rolle.

Hier mal einige Impressionen:
R4, Daimler 200D - Marokko
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VW Käfer - Mexiko -Coahuila bis Oaxaca
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Toyota - Yucatan, Chiapas
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Chevrolet Chevy - Baja Califonia Sur
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Nissan Tiida - Chile
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VW Up! - Argentinien
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Grüßle
Robert

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Re: ARG'16

Beitragvon K.W. » 16. Juni 2016, 22:21

Robby hat geschrieben:>>>

Hier mal einige Impressionen:
R4, Daimler 200D - Marokko

VW Käfer - Mexiko -Coahuila bis Oaxaca

Toyota - Yucatan, Chiapas

Chevrolet Chevy - Baja Califonia Sur

Nissan Tiida - Chile

VW Up! - Argentinien


Robert



Ach was ein wunderbarer Beitrag; besonders auch die ersten Bilder!!!

Robert,
vielen Dank für Deine Mühe!


Beste Grüße

K.W.
We are all in the gutter, but some of us are looking at the stars.


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