Argentinien - der Nordwesten

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Re: Argentinien - der Nordwesten

Beitragvon Robby » 5. Februar 2017, 09:02

Danke CABAC - es freut mich, wenn unsere Aufnahmen gefallen.
Dank eines schwenkbaren Displays an unseren Kameras hielt sich das auf den Bauch legen zum Glück in Grenzen, meine Knochen sind halt auch nicht mehr die jüngsten...

Grüßle
Robby

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Re: Argentinien - der Nordwesten

Beitragvon CABAC » 5. Februar 2017, 16:50

Hallo Robby,

gut, dass es diese Kameratechnik gibt, deshalb danke für deine Auskünfte.

Meine Reisekamera hat diese Funktion nicht. Also muss ich immer tief runter und sehe manchmal aus wie eine Wutz. Aber das spielt bei meiner Feldbekleidung keine Rolle. Ist ehe robust und bei weitem nicht so elegant wie bei dir.


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Re: Argentinien - der Nordwesten

Beitragvon gymnofan » 6. Februar 2017, 08:45

Hallo
gerade vom Skifahren zurück ein herzliches Dankeschön für den schönen Reisebericht


VG
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Re: Argentinien - der Nordwesten

Beitragvon Robby » 5. März 2017, 09:02

Es wird Zeit, eine weitere Folge unseres Reiseberichts zu zeigen...

Tag11 (22.11.2015): Belen - Londres - Alpasinche - Salado - Tinogasta - Fiambalá
tag12.jpg


Bei Londres sind wir kleines ein Stück weit nach Westen die Piste zur Cuesta de Zapata gefahren. Leider gab es nur einige E.leucanthas zu sehen. Dafür wurden wir argwöhnisch von der heimischen Fauna beobachtet. Der Fuchs war etwas angeschlagen, was wahrscheinlich durch seine Wunde am Hinterlauf bedingt war.
DSCN2022.JPG
Londres, Sierra de Zapata, Catamarca

DSCN2015.JPG
Pampasfuchs - Lycalopex gymnocercus

DSCN2018.JPG
Chimangokarakara - Phalcoboenus chimango


Spannend wurde es dann kurz vor erreichen der Ruta 60. Bernhard aka Gymnofan hatte uns kurz vorher den Tipp gegeben, dass hier auf den Kieshügeln Gymnocalycium mucidum zu finden wäre (nochmals besten Dank hierfür!). Leider hatte er aber vergessen zu erwähnen, wie viele Kieshügel es hier gibt. So kamen wir dann in den Genuss, eine Vielzahl dieser Hügel zu erkunden.

Der Erste davon präsentierte uns ganze Felder mit Tephrocactus articulatus. Wir waren begeistert, diese faszinierende Art in Natur zu entdecken, dachten wir doch zu diesem Zeitpunkt noch, eine echte Rarität vor Augen zu haben. Erst im weiteren Verlauf der Reise sollten wir feststellen, dass es sich quasi um den Löwnzahn unter den Tephros handelt. Nicht selten, aber wunderschön...

Die obligatorischen O.sulphurea und E.leucantha gab es natürlich auch, letztere aber erstmals in Blüte.
DSCN2029.JPG
Echinopsis leucantha RB3235 - RN40 7km nördl. Kreuzung RN60, Catamarca 1060m

DSCN2025.JPG
Tephrocactus articulatus RB3234

DSCN2037.JPG

DSC04055.JPG

DSC04056.JPG
Echinopsis leucantha RB3235

DSC04045.JPG

DSC04060.JPG


Leider brachten uns auch die nächsten Kieshügel zunächst keinen Erfolg in Sachen G.mucidum. Auch ein Abstecher nach Osten bis hinter Alpasinche war vergebens, mal abgesehen davon, dass wir gleich zweimal die gleiche Polizeikontrolle passieren durften. Dafür fanden wir herrliche Exemplare von Tephrocactus alexanderi, wahrscheinlich die 'bruchii' Form mit vielen geöffneten Blüten.
DSC04073.JPG
Tephrocactus alexanderi bruchii RB3237

DSC04072.JPG

DSC04068.JPG


Wie es mit unserer G.mucidum-Suche auf Kieshügel 5 bis 10 weiterging erfahrt ihr dann das nächste mal.
LG Robert

Fortsetzung folgt...

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Re: Argentinien - der Nordwesten

Beitragvon CABAC » 5. März 2017, 09:19

...wieder ein Superbericht, Robby !

Danke für deine Mühe!

Ehmm meine nächsten beiden Folgen von ARG'16 werden deine Reiseroute im genau entgegengesetzter Richtung behandeln.


Mach(t) es gut

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Re: Argentinien - der Nordwesten

Beitragvon nobby » 5. März 2017, 12:31

Hallo,

da kommt doch schon wieder Heimweh....

Ich gestehe, dass ich diese Felder mit Tephros liebe - auch wenn es viele davon gibt.

...meine nächsten beiden Folgen von ARG'16 werden deine Reiseroute im genau entgegengesetzter Richtung behandeln.


Na, da freuen wir uns doch schon, die Pflanzen mal von der anderen Seite gezeigt zu bekommen.

Herzliche Grüße
Nobby

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Re: Argentinien - der Nordwesten

Beitragvon gymnofan » 5. März 2017, 14:13

Hallo Robby
kann mir kaum vorstellen, daß inzwischen dort alle Pflanzen weg sein sollten, damals waren die Kieshügel im Bereich Salicas-Alpasinche-Salado wie abgefüllt mit den graublauen Rübenwurzlern

VG
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Re: Argentinien - der Nordwesten

Beitragvon Robby » 17. April 2017, 15:36

Hallo zusammen,

dieses "Osterwetter" will ich mal nutzen, euch die Fortsetzung unserer Reise zu zeigen.

Heute stehen die besagten Kieshügel westlich von Alpasinche im Mittelpunkt. Letztlich wurden wir Dank Gymnofans Hinweisen doch noch fündig. Wahrscheinlich ist G.mucidum gar nicht so selten, aber sie sind halt recht gut an ihre Umgebung angepasst und leicht zu übersehen. Aber hat man erst mal einen gefunden, gesellen sich die anderen zügig hinzu - ist wie beim Pilze sammeln... Auf dem Rückweg zum Auto waren wir doch überrascht, was wir beim Hinweg alles so übersehen hatten.
DSC04088.JPG
Cerro Negro, Catamarca

DSC04099.JPG
Gymnocalycium glaucum mucidum RB3244 - RN60 südl. Cerro Negro, Catamarca 950m

DSC04102.JPG

DSC04103.JPG
gut getarnt

DSCN2064.JPG

DSCN2066.JPG


Wie Nobby geschrieben hat, sind auch wir begeistert von den Tephros. Muss ja nicht zwingend alles eine Rarität sein. Jedenfalls ist der Formenreichtum von T.articulatus faszinierend. Da die Pflanzen gerade ihre herrlichen Blüten präsentieren darf ich hier nochmals ein paar Fotos präsentieren.
DSCN2055.JPG
Tephrocactus articulatus f.calvus RB3240 - RN60 1,5km westl. Kreuzung RN40, Catamarca 965m

DSC04086.JPG
Tephrocactus articulatus RB3243 - RN60 nordwestl. Cerro Negro, Catamarca 950m

DSC04084.JPG


Auch die überfall zu findende Echinopis leucantha will da nicht hinten anstehen und zeigt auch am Tage ihre Blüten. Und wenn man sich die Sträucher genauer betrachtet, gibt es hier auch Cereus aethiops zu entdecken.
DSCN2060.JPG
Echinopsis leucantha RB3239

DSCN2077.JPG
Echinopsis leucantha RB3247 - RN60 Salado, Catamarca 1018m

DSCN2072.JPG
Cereus aethiops RB3245 - RN60 nordwestl. Cerro Negro, Catamarca 950m


Beim nächsten mal verlassen wir die Kieshügellandschaft und erkunden die westlich gelegenen Bergen. Nicht uninteressant, wenn man sich für Gymnos interessiert.

LG Robert

Fortsetzung folgt...

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Re: Argentinien - der Nordwesten

Beitragvon gymnofan » 17. April 2017, 16:18

Hallo Robby

freut mich, daß Ihr die G. mucidum dann doch noch gefunden habt, wie gesagt gut Getarnt in den Kieshügel aber genügend davon sicher noch da
Für mich sind und bleiben das die G. mucidum, denn man kann sie nicht in die westlich davon wachsenden G. glaucum oder in die östlich davon wachsenden G. ferrarii einordnen und sie stimmen halt wirklich genau überein mit dem Bild von Oehme in der KuaS 1937
VG
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Re: Argentinien - der Nordwesten

Beitragvon nobby » 17. April 2017, 21:52

Zugegeben Gymnos sind durchaus schön - aber Tephros haben schon etwas bizarres!

Danke, Robby dass Du uns diese schönen Exemplare nicht vorenthalten hast.

In Argentinien sind sie in bestimmten Regionen mehr oder wenige allgegenwärtig - in den europäischen Sammlungen gehören aber manche Formen schon zu den Raritäten. Vielleicht auch deshalb, weil sie nicht so leicht zum Blühen zu bringen sind.

Danke für's Zeigen!

LG Nobby

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Re: Argentinien - der Nordwesten

Beitragvon CABAC » 18. April 2017, 05:57

Hallo Robby und hallo zusammen,

für das wetterbedingte Reiseberichtsosterei bedanke ich mich herzlich. Ein schöner Bericht der wieder einmal die Vielfalt der argentinischen Kakteenflora zeigt.

Ich bin übrigens der Faszination von blühenden Tephrocacteen schon seit der ersten Berührung im Feld erlegen. Na ja und wer sie im heimischen Gewächshaus hat und erkannt hat, dass man sie wie Diven behandeln sollte, wird sie auch hier an ihren Blühten erfreuen.



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Re: Argentinien - der Nordwesten

Beitragvon Robby » 29. August 2017, 15:55

Die Sommerferien gehen dem Ende entgegen, im Gewächshaus kehrt zunehmend Ruhe ein, das grandiose Feuerwerk der drei Männer in Mexiko ist mittlerweile ebenfalls verglüht und die neue Reisesaison hat auch noch nicht begonnen. Da bietet es sich an, nach der Sommerpause wieder ein wenig von unserer Tour zu berichten.

Nachdem wir die Kieshügellandschaft von Alpasinche, immer südlich des Cerro Negro passiert hatten, tauchen am Horizont im Westen die ersten Berge auf. Der Rio Colorado quert hier die südlichen Ausläufer der Sierra de Zapata. Die Straße folgt dem Flusslauf nach Tinogasta.
DSC04107.JPG
Sierra de Zapata


Kaum an den Felsen angekommen, beginnt die Suche nach Gymnocalycium glaucum. Die Pflanzen sind sicherlich eng mit G.mucidum verwandt, aber dennoch recht gut unterscheidbar, mal abgesehen von den völlig unterschiedlichen Habitaten. Einige Pflanzen erinneren mit ihrer Bedornung bereits an G.schmidianum.
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Gymnocalycium glaucum RB3248 - RN60 12km südöstl. Copacabana, Catamarca 1063m

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Weiter in Richtung Tinogasta finden wir die kleiner bleibenden, dafür kräftig bedornten Gymnocalycium schmidianum. Im Gegensatz zur Glaucum-Verwandschaft zeigen da einige auch ihre wenig spektakulären Blüten.
DSCN2103.JPG
Gymnocalycium schmidianum RB3253 - RN60 zwischen Copacabana und La Puntil, Catamarca 1150m

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Wahre Säulen der obligatorischen Echinopsis leucantha gibt es auch hier an allen aufgesuchten Standorten.
DSC04131.JPG
Echinopsis leucantha RB3252 - RN60 12km südöstl. Copacabana, Catamarca 1063m

DSC04152.JPG
Echinopsis leucantha RB3254 - RN60 zwischen Copacabana und La Puntil, Catamarca 1150m


Die Nacht verbringen wir in einem wunderbaren musealem Hotel in Fiambala, aber davon später...

LG Robert


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