Argentinien - der Nordwesten

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michael
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Re: Argentinien - der Nordwesten

Beitragvon michael » 13. April 2018, 09:54

Hallo Robby,

Robby hat geschrieben:In den Bergen finden sich dagegen spektakulär bedornte Gymnocalycium coloradense. Hier bietet sich viel Raum für Spekulationen in Sachen Namensgebung. Die verwandschaftliche Nähe zu anderen Arten hab ich ja bereits das letzte Mal angesprochen.


vielen Dank erstmal für die Fortsetzung, ich bin ja hier eher der stille Mitleser. Tolle Fotos von tollen Pflanzen.
Ich ja eher nicht so Gymnocalycium affin, aber diese stark und wirr bedornten Gymnocalycium coloradense die haben schon was.
viele Grüsse
michael
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Robby
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Re: Argentinien - der Nordwesten

Beitragvon Robby » 13. April 2018, 12:52

Besten Dank für die netten Kommentare und Fotos - und nein, die Pyrrhos haben wir leider in der begrenzt zur Verfügung stehenden Zeit nicht entdeckt. Selbstverständlich hätten sie perfekt ins Beuteschema gepasst, wie eben alles was krabbelt, fliegt, Dornen oder Blüten hat...

Zwischen der Sierra Los Colorados und Salsacate hatten wir angesichts der weiten Entfernung an diesem Tag keinen weiteren Stopp eingelegt, wohlwissend, dass da noch einiges von Interesse am Wege lag. Kurz vor Salsacate (bei Toros Muertos) sind wir auf eine Piste Richtung Westen abgebogen. Angeblich müsste es in dieser Gegend Kakteen geben. Zunächst erschien das Gelände wenig vielversprechend. Alles grün, wasserführende Bäche und Palmen. Aber vielleicht waren unsere Augen auch nur an die Trockengebiete im Nordwesten gewöhnt.
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Auf sandigen Flächen zwischen dem dichten Bewuchs wurden wir dann doch bald fündig. Zunächst fanden wir E.leucantha oder vielleicht doch E.aurea - beide sollen hier vorkommen. Auch die überall zu findende Opuntia sulphurea erfreute uns in Blüte.
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Die Sandinseln hatten aber auch für Gymnofreunde was zu bieten. Gymnocalycium intertextum f.moserianum stand hier in voller Blüte. Die Pflanzen wuchsen sowohl im sandigen Boden wie auch in einigen der wenigen Felsspalten. Bei Salsacate liegt der Typstandort dieser durch meist drei gebogener Dornen von G.intertextum unterschiedenen Form.
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Im Anschluss wollten wir entlang eines kleinen Baches und Feuchtgebiets noch etwas auf Vogelpirsch gehen. Zu hören gab es viele, aber brauchbare Fotos wollten nicht gelingen. Dafür bekamen wir überraschenden Reptilienbesuch. Was ich zunächst angesichts der Größe von Weitem für einen Alligator hielt, entpuppte sich dann als Roter Teju (Salvator rufescens). Dieses prächtige Exemplar tat uns den Gefallen, weder zu flüchten oder gar uns anzugreifen. So konnten wir viele schöne Aufnahmen machen, ohne einen gewissen Respektabstand unterschreiten zu müssen.
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Kurz nach Salsacate Richtung Taninga statteten wir dem Rio Jaime einen Besuch ab. Wir wollten Bademöglichkeiten für den nächsten Tag erkunden. Im glasklaren Wasser entdeckten wir einen stattlichen Saugmaulwels (Hypostomus cordovae?).
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Am Abend bezogen wir nach anstrengendem, aber ereignisreichem Tag Unterkunft im Hotel Colina del Valle am Rande von Mina Clavero. Dort gesellte sich schon bald ein Pampasfuchs (Lycalopex gymnocercus) zu uns. Ganz offensichtlich in der Absicht, etwas Futter zu schnorren. So blieb uns nichts anderes übrig, als unseren Salzcrackervorrat gerecht zu verteilen...
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Da wir zwei Nächte in Mina Clavero eingeplant hatten, kann ich beim nächsten Mal einiges über die Kakteenwelt dieser Region berichten.

LG
Robby


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