Sukkulentenpfropfungen Teil 1

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Sukkulentenpfropfungen Teil 1

Beitragvon CABAC » 8. März 2009, 16:58

Hallo zusammen,
wer den neusten Sonderdruck der DKG über Stapelien & Co schon gelesen hat, wird sicher über das Kapitel Pfropfungen gestaunt haben.

Frederike Hübner und Ulrich Trenkle sind eben die anerkannte Fachleute auf dem Gebiet Kultur und Vermehrung von diesen Pflanzen und da gehört Pfropfen eben auch dazu.

Das es aber auch für nicht so bewanderte Menschen wie mich möglich ist, vegetative Vermehrung von Pseudolithos und Co. mit Erfolg durchzuführen zeigen die Bilder dieses Beitrages.

Zur Praxis selbst gibt es nicht viel zu berichten. Sie verläuft wie bei Kakteenpfropfungen. Grundvoraussetzungen sind kräftige Unterlagen [ich nehme Hoodiahybridensämlinge, gut bewurzelte Stecklinge von Stapelia asterias und Knollen von Ceropegia woodii], ein scharfes Messer, Alkohol zum Desinfizieren der Klinge und als Befestigungsmaterial Tesafilm. Und damit der Pfröpfling gut anwachsen kann,eine Holzkugel als Druckmittel.

Na ja und im Erbgut ein paar niederländische oder belgische Gene können nicht schaden, denn ohne Lust und Freude am Tun gelingen auch Sukkulentenpfropfungen nicht. Obwohl es bei mir im Wesentlichen nur um die Erhaltung der Pflanzen geht und damit zur Sicherung von wertvollem genetischen Materials. Deshalb sende ich hiermit ganz herzliche Grüße an meinen belgischen Freund, Lehrmeister und Pfropflehrer Luis van Criekinge in Lint bei Antwerpen.

In diesem Sinne allen einen schönen Tag

CABAC
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2j_Pfropfung_von-Pseudolith.jpg
Pseudolithos_mccoy_auf_Cero.jpg
Segmentpfropfung_von_pseudo.jpg
Pseudolithos-cubiformis_säm.jpg
Larryleachia_cactiformis_au.jpg

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Re: Sukkulentenpfropfungen Teil 1

Beitragvon Echinopsis » 8. März 2009, 19:41

Sehr interessant, halte uns bitte auf dem Laufenden, was aus deinen Pfropfungen wird. Werde das dieses Jahr dann vielleicht auch mal testen, habe auch einiges an Ascleps.

lG,
Echinopsis

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Re: Sukkulentenpfropfungen Teil 1

Beitragvon CABAC » 14. März 2016, 09:21

Hallo zusammen,

es ist bei weitem nicht so, dass ich seit dem Erstbeitrag das Thema Sukkulentenpfropfungen nicht mehr betrieben habe.

Ganz im Gegenteil, das Pfropfen von Sukkulenten wurde seit dem von mir nicht nur sehr häufig, sondern auch sehr erfolgreich betrieben.

Für Sammler die sich mit empfindlichen Euphorbien oder hochsukkulenten Asclepien beschäftigen, ist das Pfropfen fast die einzige Möglichkeit das Überleben von speziellen Pflanzen über die normale Lebenszeit auf eigenen Wurzeln zu ermöglichen.

Inzwischen warte ich auch nicht mehr, bis es der einen oder anderen Pflanze schlecht geht. Ich pfropfe, wenn ich genügend große Unterlagen habe und dann nur noch vitale kräftige Pflanzen. Oder wie die folgenden Bilder zeigen, Triebspitzen von Rhytidocaulon:
PFR_Rhyt_macr_m8.jpg

Blühende vierwöchige Pfropfung von Rhytidocaulon macrolobum
PFR_Rhyt_macr2_m8.jpg

Gepfropfter Kurztrieb von Rhytidocaulon macrolobum
PFR_Rhyt_macr4_m8.jpg

Ca. einjährige flache Pfropfung von Rhytidocaulon macrolobum

PFR_Rhyt_macr5_m8.jpg

Ca. einjährige flache mehrtriebige Pfropfung von Rhytidocaulon macrolobum
PFR_Rhyt_min_m8.jpg

Spitzenpfropfung von Rhytidocaulon macrolobum var minimum

PFR_Rhyt_spec_m8.jpg

Spitzenpfropfung von Rhytidocaulon splendidum


Bei Rhytidocaulon haben sich unter meinen Kulturbedingungen Knollen von Ceropegia woodii als sehr gute Unterlage bewährt. Entgegen einer früheren Meinung, sind diese Knollen nicht nur ganzjährig gut im Trieb zu halten, robust und schnellwüchsig und - wenn man den Platz dafür hat- in großer Anzahl durch Triebstecklinge vermehrbar.

Macht es gut


CABAC

...der
frühe Vogel kann mich mal !
Es gibt nur einen Grund, warum es sich lohnt alt zu werden: Die Verwirklichung der Kindheitsträume!


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