Wasser

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CABAC
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Re: Wasser

Beitragvon CABAC » 28. Oktober 2015, 17:51

So K.W.
und Du meinst also, das damit das Thema zu ende diskutiert ist ?

Na dann werfe ich doch mal Altmeister Oxalsäure in den Wasserbottich. So bekomme ich schon seit Jahrzehnten mein Wasser auf einen ph-Wert von 5,6.

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Cay
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Re: Wasser

Beitragvon Cay » 28. Oktober 2015, 21:39

Hallo zusammen,
Mein Favorit ist immer noch das Regenwasser. Es ist in Fülle verfügbar. Zumindest bei uns im Norden. :D
Es ist zudem zum Glück nicht mehr so extrem sauer wie in den Achtzigern aber immer noch ausreichend um eine optimale Nährstoffaufnahme zu gewährleisten. Wie schon erwähnt ist die Aufnahme bei leicht saurem pH optimal für die meisten Pflanzen.
Eine Auffangmöglichkeit lässt sich übrigens auch leicht auf jedem Balkon realisieren.
Leitungswasser hat übrigens oftmals mehr als einen Nachteil: Gesamthärte, evtl. Kupfergehalt etc.
Viele Grüße
Cay

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Re: Wasser

Beitragvon K.W. » 28. Oktober 2015, 23:07

CABAC hat geschrieben:So K.W.
und Du meinst also, das damit das Thema zu ende diskutiert ist ?

>>>



Mitnichten, wie könnte ich mir anmaßen das letzte Wort zu haben. . . :)
(freue mich allerdings sehr, wieder einiges dazu gelernt zu haben!)



<<<
Na dann werfe ich doch mal Altmeister Oxalsäure in den Wasserbottich. >>>


Guten Morgen Herbert,

interessant; nehme an, es beginnt mit dem aufsetzen einer Schutzbrille. . .


>>>
So bekomme ich schon seit Jahrzehnten mein Wasser auf einen ph-Wert von 5,6.

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Oxalsäure kenne ich als "Feind" meiner Küchenmesser - Stichwort Rhabarber, Petersilie. . .
Und aus verschiedenen Anwendung bei der Stein- und Holzbearbeitung. . .

Also Herbert, erzähle bitte!!!


Beste Grüße

K.W.



PS @ Cay, Regenwasser würde ich auch vorziehen. Auch aus ökologischen Gründen.
Leider kann ich nur Niederschläge von meiner Dachterrasse auffangen.
Auf solch einer horizontalen Fläche liegt natürlich auch viel Schmutz. . . Innenstadt. . .
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Re: Wasser

Beitragvon CABAC » 29. Oktober 2015, 05:53

Also K.W.
es war einmal ein junger Kakteensammler, der hatte viele Pflanzen aber keine Möglichkeit Regenwasser in großen Mengen aufzufangen...

Zu Altmeister Oxalsäure greife ich nur, wenn meine Regenwasservorräte hier aufgebraucht sind. Kann ca. 1000 Liter auffangen , doch die stehen nicht nur meinen Pflanzen zur Verfügung, sondern müssen auch noch für diverse Kübelpflanzen herhalten.

Wer mit Säuren (oder anderen gefährlichen Gütern) arbeitet sollte sich immer an die Unfallverhütungsbestimmungen des betreffendes Stoffes halten und sich schützen.

Inhalte des Unfallmerkblatt kann man hier einsehen oder runterladen https://www.applichem.com/fileadmin/dat ... _de_DE.pdf

Oxalsäure steht mir als weißes Pulver (cristalin) zur Verfügung. Angesäuert wird in Maurerkübeln, D.h. erst Wasser einfüllen und dann die entsprechende Menge Oxalsäure einrühren. Fertig! Und dann solange warten bis sich am Grund ein weißer Sumpf gebildet hat.

Alles klar in Kölle oder anderswo ?

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Re: Wasser

Beitragvon K.W. » 30. Oktober 2015, 00:56

CABAC hat geschrieben:Also K.W.
es war einmal ein junger Kakteensammler, der hatte viele Pflanzen aber keine Möglichkeit Regenwasser in großen Mengen aufzufangen...
>>>


Kenne ich!!!
Wobei, vor 47 Jahren hatte ich noch keinen Gedanken an "saures" Substrat verschwendet. . . Bin halt ein "Spätzünder". . .


<<<

>>>
Oxalsäure steht mir als weißes Pulver (cristalin) zur Verfügung. Angesäuert wird in Maurerkübeln, D.h. erst Wasser einfüllen und dann die entsprechende Menge Oxalsäure einrühren. Fertig! Und dann solange warten bis sich am Grund ein weißer Sumpf gebildet hat.

Alles klar in Kölle oder anderswo ?

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Ehrlich???
Nein. . .
40, 60 oder 80 Liter Kübel?
Menge Wasser, Menge Oxalsäure, Konzentration Oxalsäure, Verwendung Wasser oder Sumpf, Verdünnung ja oder nein, wie oft damit gießen. . . ???

Also quasi; nichts klar lieber Meister. . . :)

Trotzdem, oder gerade deshalb - herzlichen Dank für Deine Mühe!


Beste Grüße

K.W.
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Re: Wasser

Beitragvon CABAC » 30. Oktober 2015, 06:59

Hallo K.W.

na wenn es erforderlich wird, dann immer im 80 Ltr. Kübel (3).

Um auf einen PH-Wert von 5.6 zu kommen, reichen bei unserem aufbereitetem Wasser aus der Ahrbachtalsperre zwei gestrichener Esslöffel kristalline Oxalsäure.

Nach 3 Stunden wird der PH überprüft - früher mit Testpapierstreifen - heute mit digitalem PH-Messer- und ggf nochmal gering nachsäuern.

Der Sumpf wird entsorgt. Die Mähr, dass das Zeug gut für Astrophyten sei, glaube ich schon lange nicht mehr.

Hast noch eine Frage vergessen!

Nämlich wie bekomme ich das Wasser aus dem Kübel ?

Auch das ist schnell beantwortet. Der Kübel wird schräg gestellt, so sammelt sich der weiße Sumpf an der tiefsten Stelle. Das Wasser wird mittels Schlauch angesaugt und umgefüllt.

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Re: Wasser

Beitragvon stefang » 1. November 2015, 14:17

CABAC hat geschrieben:Der Sumpf wird entsorgt. Die Mähr, dass das Zeug gut für Astrophyten sei, glaube ich schon lange nicht mehr.

Wer oder was hat dich denn zu der Einsicht gebracht...? :D

Man sollte vielleicht erwähnen, dass Oxalsäure -im Gegensatz zu allen anderen bisher erwähnten Säuren- nicht nur den pH-Wert senkt, sondern auch effektiv die Wasserhärte reduziert. Der "Sumpf" den Herbert beschreibt, ist schwer lösliches Calciumoxalat. Durch das Ausfällen dieses Salzes wird die Calciumkonzentration des Wassers gesenkt, was nichts anderes bedeutet als eine Senkung der Wasserhärte.
Man kann das Ganze auch von dieser Seite betrachten und die nötige Menge an Oxalsäure berechnen: um die Wasserhärte in einem Liter um 1° dH zu reduzieren, benötigt man 22,5 mg Oxalsäure (genauer Oxalsäuredihydrat, die handelsübliche Form). Kennt man nun die Calciumkonzentration des Leitungswassers und das Volumen des Maurerkübels, kann man sich recht leicht die benötigte Menge an Oxalsäure ausrechnen. Beispiel: 20 l Wasser mit 10° dH benötigt 4,5 g. Wenn man nicht überdosiert ist der angenehme Nebeneffekt, dass sich der pH-Wert immer im mild sauren Bereich (pH 5,5-6) einstellt.
Mineralsäuren haben den Nachteil, dass man bei geringer Karbonathärte schnell überdosiert.

Viele Grüße
Stefan

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Re: Wasser

Beitragvon Kurt » 1. November 2015, 17:09

Hallo alle durcheinander,

zum Thema Wasser hätte ich evtl. auch noch etwas zu sagen. Ich habe noch nie Leitungswasser zum Gießen genommen. Evtl. vielleicht ganz am Anfang meiner Laufbahn als Kakteenliebhaber, aber das ist schon sehr lange her. Ich benutze nur noch das soo gute Regenwasser, wie es die Kakteen an ihren Standorten auch bekommen. Ich fange es auf in einem gemauerten und mit Teichfolie ausgelegten Tank unter einem Teil des Gewächshausbodens mit einem Einstieg, um den Wasserstand zu beobachten. Man könnte hierdurch auch eine Reinigung vornehmen, aber der Tank ist nur 65 cm hoch. Befüllt wird der Tank durch eine unterirdisch verlegte Schlauchleitung, die ich an einen Gerex-Regenwassersammler angeschlossen habe und der in das Regenfallrohr der Wohnhaus-Regenrinne eingebaut ist. Es lässt sich jeder Zeit wieder entfernen, wenn der Tank voll ist. Dieses Gerät wurde vor vielen Jahren in fast jeder Gartenzeitung angepriesen. Heute leider vermisse ich diese Anpreisungen und ich weiß nicht, ob die Firma noch existiert. Ich fange nur sauberes Regenwasser auf, welches bei starkem Regen anfällt. Wasser von Nieselregen ist eigentlich wertlos, weil hierbei die Luft so richtig ausgewaschen wird und alle Schadstoffe im Wasser enthalten sind. Zum Messen des Schadstoffgehaltes verwende ich ein Microsiemens-Messgerät, welches mir die Salzkonzentration des Wassers anzeigt. Nieselregenwasser ist stark mit Salzen belastet. Am besten ist Wasser aus einem starken Regenfall oder Platzregen (Wolkenbruch), weil dieses Wasser nur eine kurze Verweilzeit in der Luft hat. Das Messgerät stammt noch aus meiner „Orchideenzeit“. Für die Kultur dieser Pflanzen ist der Salzgehalt des Wassers überaus wichtig. Selbst für meine Aussaaten verwende ich nur Regenwasser, welches ich vorher abkoche und anschließend mit 1 ml Wuxal pro Liter Wasser aufdünge.

Ich finde die ganzen Klimmzüge mit unterschiedlichen Säuren unnötig, wo uns die Natur doch ein gutes Giesmittel bietet.
Grüsse Kurt

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Re: Wasser

Beitragvon K.W. » 1. November 2015, 23:32

Guten Morgen,

Stefang und Kurt - vielen Dank, sehr informativ!


Beste Grüße

K.W.


PS es ist wirklich schade, dass ich kein Regenwasser auffangen kann. . .
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Re: Wasser

Beitragvon CABAC » 2. November 2015, 05:42

Hallo stefang
bist Du sicher, dass meine Aussage auf Einsicht beruht?

Könnte es nicht sein, dass ich andere Möglichkeiten gefunden habe, meine Astrophyten erfolgreich zu kultivieren?

Aber unsere Kabbelei zum Thema "Sumpf" in einem anderen Forum blieb nicht ohne Nachhaltigkeit und die Erkenntnis, dass man Dich schnell mit diesem Thema aus der Versenkung holen kann.

Für Deine Erläuterungen danke ich Dir, sind bestimmt sehr hilfreich.

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Re: Wasser

Beitragvon stefang » 2. November 2015, 14:15

CABAC hat geschrieben:Aber unsere Kabbelei zum Thema "Sumpf" in einem anderen Forum blieb nicht ohne Nachhaltigkeit..
.
nicht zu vergessen die Fortsetzung bei den Wiesbadener Kakteentagen 8-)

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Re: Wasser

Beitragvon CABAC » 4. November 2015, 18:39

Hallo zusammen,

ich resümiere, kristalline Oxalsäure ist gegenüber flüssiger Säuren offensichtlich das bessere Mittel um normales Leitungswasser in brauchfähiges Gießwasser für Kakteen und Sukkulenten herzustellen.

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