Lampranthus Blattschäden

mesems
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Lampranthus Blattschäden

Beitragvon mesems » 23. Dezember 2016, 10:38

An meinen Lampranthus, allerdings immer nur an einer Sorte, treten herdförmige Blattschäden auf, die dann zum Untergang des Blatts und schließlich teilweise auch der Pflanze führen. Insektizide haben keinen Erfolg.
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Lampranthusschaden.jpg

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Thomas Brand
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Re: Lampranthus Blattschäden

Beitragvon Thomas Brand » 23. Dezember 2016, 12:37

Hallo,

anhand des Bildes ist keine sichere Diagnose möglich. Deine sehr übersichtlichen Informationen könntest Du vielleicht etwas auffrischen?
Seit wann wird der Schaden beobachtet?
Wie werden die Pflanzen kultiviert?
Welche Maßnahmen wurden ergriffen - unter anderem: Welche Insektizide wirken nicht? Wie, wann und unter welchen Bedingungen wurden sie angewendet?

Intuitiv: Thrips-Schaden.

beste Grüße
Thomas

mesems
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Re: Lampranthus Blattschäden

Beitragvon mesems » 25. Dezember 2016, 09:27

Hallo Thomas,
phantastisch die rasche Antwort, und das kurz vor Weihnachten!
Ich halte die Pflanzen seit Jahrzehnten betont hart, hatte sie z.B. im letzten Winter fast durchgehend im Freien, dünge spärlich und stickstoffarm. Die geschilderten Schäden treten schon seit einigen Jahren auf, vor allem im Winter, die Pflanzen haben sich dann im Frühjahr wieder erholt. Erst in diesem Jahr ist der Schaden so erheblich, dass Pflanzen auch zugrunde gegangen sind, was ich sehr bedaure, weil ich den Ehrgeiz habe, alte, knorrige Exemplare zu erhalten. Natürlich habe ich nie ein verdächtiges Insekt nachweisen können.
Wegen Thrips-Verdacht habe ich in diesem Jahr zuerst "Careo"-schädlingsfrei Kombistäbchen angewendet, dann wegen des unwillkommenen Düngeranteils auf "Lizetan"-Schädlingsfrei Geßmittel AZ gewechselt, aber vielleicht nicht konsequent genug behandelt. Auch "Spruzit" war im Einsatz.
Was nun? Wegwerfen?? Erde auswechseln?
Für Deinen Rat bin ich Dir sehr dankbar und wünsche schöne Feiertage,

Mit besten Grüßen,
Klaus

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Thomas Brand
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Re: Lampranthus Blattschäden

Beitragvon Thomas Brand » 25. Dezember 2016, 11:40

Hallo Klaus,

Der Thripsverdacht begründet sich ja mit den silbrig-schorfigen, eingesunkenen Flecken auf den Blättern. Das sieht zumindest verdächtig aus. Wobei massiver Besatz zu Verkrüppelungen der Blätter führen würde, die hier nciht zu sehen sind.

Dagegen spricht das seit Jahren beobachtete Auftreten – ohne jemals Tiere zu sehen (ok, kann man übersehen oder nicht erkennen). Die genannten Insektizide haben keine ausreichende Wirkung gegen Thripse. Schon gar nicht, wenn sie nicht Teil einer Spritzfolge sind, die konsequent durchgezogen wird. Das „Versagen“ ist also nicht der Beweis, dass es keine Insekten, speziell Thripse, sein könnten, die den Schaden verursachen.

Der Freilandaufenthalt spricht auch eher nicht für Thripse (abgesehen von kurzzeitigem Auftreten der „Getreidethripse“, die nach der Ernte verzweifelt nach einer geeigneten Wirtspflanze suchen). Der im Fokus stehende Kalifornische Blütenthrips, Frankliniella occidentalis, ist nicht „winterhart“. Zumindest die Population auf den Freilandpflanzen sollte im Frühjahr getilgt sein.

Gegen Thripse spricht weiterhin das Auftreten nur an einer „Sorte“ (Art?, Klon?) und vor allem: Das Auftreten nur im Winter.

Wenn ich das zusammenfasse, sehe ich eine abiotische Schadensursache – Stress im Winter durch Kälte, Mangel, … irgendwas. Alternativ könnte eine latente Virusinfektion vorliegen, die nur bei Stress zutage tritt.

Beste Weihnachtsgrüße
Thomas


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