rote Spinne?

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michael
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rote Spinne?

Beitragvon michael » 28. April 2014, 18:32

Hallo,

ich bin mir ja fast 100% sicher, frage aber trotzdem mal nach, ist das hier ein Befall mit roter Spinne?
IMG_5838.JPG


Ich hoffe mal auf eine Antwort von Thomas. Zur Bekämpfung habe ich hier Abamectin, hilft das gegen rote Spinne? Was gibt es denn noch für Mittel gegen rote Spinne (Kiron kenne ich noch).
viele Grüsse
michael
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MarcoPe
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Re: rote Spinne?

Beitragvon MarcoPe » 28. April 2014, 19:59

Hi Michael,

das Bild ist nicht scharf, aber Spinnmilben sind schwer zu fotografieren. Hast du eine Lupe? Damit erkennt man sie ganz gut. Sie laufen langsam. Raubmilben sind röter, größer und schnell.

Ich denke, dass dein ACM Spinnmilben hat.

Marco
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Re: rote Spinne?

Beitragvon Hardy_whv » 28. April 2014, 20:12

Hi Michael,


ich gebe zu, dass ich es auf dem Photo nicht hinreichend genau erkennen kann.

Sollten es Spinnmilben sein: Abamectin wirkt gegen Spinnmilben. Die für den Haus- und Kleingarten zugelassenen Mittel sind alle von Compo (Compo Fazilo, Compo Triathlon, Compo Zierpflanzen-Spray), die Abamectin in Kombination mit Pyrethrinen enthalten. Die Mittel sind alle als bienengefährlich (B1) eingstuft. Wenn du regelmäßig Besuch von Bienen hast, nicht auf Blüten anwenden.

Ich selbst verwende gegen Spinnmilben Kanemite sowie Bi58.


Gruß,

Hardy Bild

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michael
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Re: rote Spinne?

Beitragvon michael » 28. April 2014, 20:32

Hallo,

danke Euch erstmal. Wie gesagt, ich bin mir fast 100% sicher das es rote Spinne ist und die Aufnahmen sind schon mit einem Makro-Objektiv gemacht. Zumal ich heute noch kurz bei einem Kakteenfreund war und er meinte, rote Spinne geht gerne auf die ACM. Bi58 hatte ich im Herbst letzten Jahres angewandt und ich dachte ich wäre alles los. Naja, nun wird es Abamectin. Das Mittel soll so gut wie keine Resistenzen erzeugen, mal schauen.
viele Grüsse
michael
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Thomas Brand
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Re: rote Spinne?

Beitragvon Thomas Brand » 29. April 2014, 18:09

Moin,

wie ich sehe, kommt Ihr ohne mich gut zurecht ;)

Nebenbei bemerkt: Kein Wirkstoff erzeugt Resistenzen. Die entstehen rein zufällig.
Aber durch mehrmaliges Anwenden ein und desselben Wirkstoffes (korrekter: Wirkmechanismus) werden die resistenten Stämme aus einer Population selektiert und bleiben übrig. Irgendwann sehen wir dann, dass das Mittel nicht mehr wirkt.

Und noch eins: "Alles los" wirst Du erst mit dem eigenen Tod ... :? Es ist ein fataler Irrglaube, dass man durch eine Veränderung der Umwelt (z.B. kurzfristige Hinzugabe eines Wirkstoffes) die Grundfesten der Ökologie erschüttert. Wer sich mit Menschen beschäftigt, wird sich mit menschlichen Eigenschaften und Krankheiten auseinandersetzen müssen. Wer Hunde oder andere Tiere hält, muss sich mit deren Problemen rumschlagen. Wer Pflanzen kultiviert, hat mit Pflanzenkrankheiten und Schädlingen zu tun. Denn da wo Leben ist, ist auch anderes Leben ...

Genug jetzt ...

Gruß
Thomas

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Re: rote Spinne?

Beitragvon MarcoPe » 30. April 2014, 12:40

Gestern habe ich mal meine Pflanzen "durchgelupt" und Samtmilben auf einer Pflanze entdeckt. Ein Stück daneben rannten zwei kleine Spinnmilben "panisch" herum. Hoffentlich reicht das.

Spinnmilben gibt es immer. Manchmal vermehren sie sich leider massenhaft und werde so zum Problem. Leider muss ich auch ein- bis zweimal im Jahr wegen denen und Wolläusen Gift einsetzen. Typisch für Monokulturen...

Marco
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Re: rote Spinne?

Beitragvon grünstachel » 15. Oktober 2014, 09:21

Also, vom Befall her würde ich sagen es ist wirklich rote Spinnmilbe.
Hatte sowas in der Art auch schonmal. Schwierig wieder wegzubekommen.
Viel Glück!
Der Mensch ist erst wirklich tot, wenn niemand mehr an ihn denkt.

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Re: rote Spinne?

Beitragvon Ada » 23. Februar 2016, 23:06

Thomas Brand hat geschrieben:Nebenbei bemerkt: Kein Wirkstoff erzeugt Resistenzen. Die entstehen rein zufällig.
Aber durch mehrmaliges Anwenden ein und desselben Wirkstoffes (korrekter: Wirkmechanismus) werden die resistenten Stämme aus einer Population selektiert und bleiben übrig. Irgendwann sehen wir dann, dass das Mittel nicht mehr wirkt.

Und noch eins: "Alles los" wirst Du erst mit dem eigenen Tod ... :? Es ist ein fataler Irrglaube, dass man durch eine Veränderung der Umwelt (z.B. kurzfristige Hinzugabe eines Wirkstoffes) die Grundfesten der Ökologie erschüttert. Wer sich mit Menschen beschäftigt, wird sich mit menschlichen Eigenschaften und Krankheiten auseinandersetzen müssen. Wer Hunde oder andere Tiere hält, muss sich mit deren Problemen rumschlagen. Wer Pflanzen kultiviert, hat mit Pflanzenkrankheiten und Schädlingen zu tun. Denn da wo Leben ist, ist auch anderes Leben ...


Hallo Thomas,

dieser Beitrag von Dir ist zwar schon fast zwei Jahre alt - aber da ich erst seit Kurzem in diesem Forum aktiv bin, und ihn erst heute gelesen habe, möchte ich dazu sagen, dass gerade diese Art von fundierten Beiträgen und von Reflexionen für mich ein wichtiger Grund sind, in diesem Forum zu lesen und auch schreiben zu wollen.

Ganz abgesehen davon, dass ich jetzt mehr darüber weiß, was ich noch gegen die Tiere unternehmen kann (oder vielleicht muss, leider), die meine Pflanzen bevölkern.

Beste Grüße,
Ada

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Re: rote Spinne?

Beitragvon CABAC » 1. März 2016, 07:28

Hallo zusammen,

also meine Lophophoras
Lopho_a_v_m8.jpg

sind die rote Spinne ziemlich schnell wieder los, wenn ich die Pflanzen gespannter warmer, sehr feuchter Luft aussetze.

Mach(t) es gut

CABAC

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Re: rote Spinne?

Beitragvon Ramarro » 1. März 2016, 09:52

Bei mir sind solche roten, nichtspinnenden Milben gerade erst wieder aufgetaucht, aber nur an wenigen Sulcorebutien. Sie scheinen sich in der Tat am besten zu vermehren, wenn im Winter besonders viel geheizt werden muss, und die Luft dadurch recht trocken ist, wie jetzt in häufigen kalten Nächten. Man muss nicht unbedingt Gift verwenden, mit Spiritus sprühen geht auch und hinterlässt keine resistenten Überlebenden. ;-)

Grüße,
Rolf

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Re: rote Spinne?

Beitragvon Ada » 1. März 2016, 10:21

Hallo,
das stimmt, mit Spiritus einsprühen wirkt bei Milben sehr gut.

Ich habe ein altes Adenium obesum, das regelmäßig von Spinnmilben befallen wird, wenn die Pflanze im Winter ins Haus auf die Fensterbank kommt - ich bringe sie dann raus auf den Hof, sprühe sie rundum ein, und nach einer Stunde gibt es noch ein bisschen Regen aus der Gießkanne, für die Blätter. Dann kommt sie wieder ins Haus, die Milben sind weg.

Das mache ich schon seit mehreren Jahren so. Ich verwende dazu ein spiritushaltiges Fensterputzmittel einer bekannten Öko-Marke.
Im Sommer im Gewächshaus habe ich keinen Spinnmilben-Befall.

Viele Grüße,
Ada

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Re: rote Spinne?

Beitragvon michael » 18. Mai 2016, 09:44

Hallo,

aus aktuellem Anlaß ;( nochmal zum Thema.

Ich habe hier Lizetan AF stehen, Wirkstoffe: Pyrethrine einschl. Cinerine UND es soll gegen Spinnmilben helfen (steht auf der Verpackung). Was stimmt da nicht? Wenn ich in das Buch von Thomas schaue (hinten) steht beim Wirkstoff Pyrethrine, das er nicht gegen Spinnmilben hilft!? Also steht es auf der Flasche falsch oder was ist das los?
viele Grüsse
michael
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