Portal-Thema "Brauchen wir die DKG?"

Tobias Wallek
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Portal-Thema "Brauchen wir die DKG?"

Beitragvon Tobias Wallek » 22. Januar 2010, 23:18

Hallo zusammen !

Da es auf dem Portal nicht möglich ist eine vernünftige Diskussion zu starten, möchte ich das hier einfach machen.
Anlass ist der Beitrag vom Medienbeauftragter der DKG, Rüdiger Baumgärtner.

Um es gleich mal vorweg zu sagen, ich bin auch dafür, das man möglichst immer versuchen sollte, neue Mitglieder für die DKG zu gewinnen und ich mache mir da auch eine Menge Gedanken, wie man das bewerkstelligen kann.

Allerdings finde ich die Gegenargumente zu Argument 2 etwas dürftig.
Man muss einfach akzeptieren, das es mittlerweile viele gut funktionierende Foren im Internet gibt über die man problemlos weltweite Kontakte zu anderen Liebhabern herstellen kann.
Auch werden Informationen über anstehende Börsen, Forentreffen etc. heutzutage wesentlich schneller über das Internet weitergegeben.
Da müsste man in meinen Augen einfach noch andere Argumente liefern.

Gegenargumente zu Argumente 3:
Rüdiger Baumgärtner hat geschrieben:Rund 500 Hochglanz-Seiten ..... bilden Jahr für Jahr ein dickes Buch, das in dieser Ausstattung und Vielfalt des Gebotenen jede andere Publikation in den Schatten stellt.

Wie sieht es denn da mit der CSSA und der BCSS aus ?
Werden diese Gesellschaften wirklich so einfach in den Schatten gestellt ?
Zumindest was die Jahrbücher/Sonderpublikationen angeht sind Sie der DKG da um einiges voraus (Haseltonia und Bradleya erscheinen JEDES Jahr).

Man kann mir jetzt vielleicht unterstellen, das ich einige Sachen zu kritisch sehe (oder zuviel kritisiere), das bleibt jedem selber überlassen.
Ich bereue es bisher auf jeden Fall nicht, in die DKG eingetreten zu sein, werde aber auch in Zukunft nicht zu allem Ja und Amen sagen ;)

Was meint denn der Rest der Forengemeinschaft zu oben erwähntem Beitrag ?

Ciao Tobias

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CABAC
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Re: Portal-Thema "Brauchen wir die DKG?"

Beitragvon CABAC » 23. Januar 2010, 08:23

Hallo zusammen und hallo Tobias,

genau hier (ins DKG-Forum) gehört der Beitrag (von Dir) hin. Auch ich habe den Beitrag im Portal von Roger gelesen, fand ihn anfangs durchaus positiv und habe mich allerdings auch ein wenig gewundert.

Ich unterstütze Deine Argumente und ich unterstütze die Fragen und Argumente von unserem Medienbeauftragten, nur wird mit dem Beitrag und der Frage ob Menschen mit eindeutigen Hobbyinteressen die DKG brauchen, ein Nichtdkgmitglied in einer OG nicht dazu bewegen können, seine Unterschrift unter einen Mitgliedsantrag der DKG zusetzen.

Denn leider wird der Beitrag wohl von viel zuwenigen DKG-Mitgliedern gelesen und zweitens erreicht er im Portal nicht die, die erreicht werden sollen. Denn nach meinen Erfahrungen ist die Zielgruppe behäbig, unbeweglich und an einer Mitgliedschaft uninteressiert.

Warum sollten Sie sich denn auch ihre Handlungsweise ändern? Sie haben alle Vorteile innerhalb einer OG, sie können die KUAS lesen, gehen möglicherweise regelmäßig zu den Treffen und Veranstalltungen, werden bestens informiert und wenn sie dann auch nicht internetscheu sind, können Sie ihr Hobby voll zufrieden ohne eine Mitgliedschaft in der DKG ausleben.

Die Frage ob ich die DKG brauche, stellt sich für mich nach so langer Zeit nicht. Das die DKG umbedingt neue Mitglieder braucht, ist völlig klar, denn die Frage, wie lange noch das hohe Niveau gehalten werden kann ist abhängig, von den Mitgliedsbeiträgen. Tobias, Deine Argumente und Einlassungen, darüber wie denn Organisationen unserer Nachbarländer es schaffen, um an neue Mitglieder zu gelangen, kann ich nur sagen, dass diese ein etwas anderes Gemeinschaftsgefühl-denken haben. Beispiele dafür, dass es auch anderes geht, kann man jährlich auf der ELK erleben...


...ich wünsche allen ein schönes Wochenende und der DKG wenigsten ein neues Mitglied

Euer

CABAC
Es gibt nur einen Grund, warum es sich lohnt alt zu werden: Die Verwirklichung der Kindheitsträume!

Andreas
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Re: Portal-Thema "Brauchen wir die DKG?"

Beitragvon Andreas » 24. Januar 2010, 13:30

Hallo in die Runde,

ich denke, Rüdiger wollte mit seinem Beitrag aufrütteln und zum Nachdenken anregen. Selbstverständlich muss man nicht allem zustimmen, was er geschrieben hat, nachdenklich machen sollte der eine oder andere Punkt aber dennoch.
Danke auch Tobias, der das Thema hier im Forum aufgegriffen hat.

Vielleicht kurz auch von mir ein paar Anmerkungen.

1. Internet
Das Internet ist zweifelsfrei ein wichtiges Informationsmedium in der heutigen Zeit. Für meinen Geschmack wird es, auch wenn ich mich unbeliebt mache, aber auch gerne überschätzt. Zum einen ist die Qualität der Informationen – um es einmal mit Vorsicht zu sagen – nicht immer optimal. Zum anderen enthält das Internet zumeist nur Sekundärinformationen, d.h. sie wurden irgendwo abgeschrieben und dann schnell im Internet verbreitet. Wenn es aber keine Primärinformation gibt, gibt es auch keine Verbreitung im Internet. Und so lange gültige Pflanzenbeschreibungen z.B. nicht im Internet zulässig sind, bleibt nur das Papier. Und hier sind wir wieder bei der KuaS bzw. DKG.
In diesem Forum tummeln sich ca. 250 User, in anderen Foren ist es ähnlich. Die KuaS wird von über 8000 Personen gelesen. 200-300 Foren-User reichen sicherlich nicht aus, um große Börsen und Veranstaltungen zu füllen. Zumindest momentan ist die KuaS daher noch das Multiplikationsorgan. Ob das auch so bleibt, muss man abwarten. Und für die KuaS braucht man eben die DKG.

2. Andere Gesellschaften
Ich will hier keinen Wettbewerb entfachen, aber die DKG kann sich, was die Publikationstätigkeit angeht, sicherlich sehen lassen.
Die KuaS hatte 2009 344 redaktionelle Seiten + 180 Klammerseiten (Werbung, Gesellschaftsnachrichten, …) + 24 Karteikarten.
Erscheinungsweise: monatlich.
Mitgliedsbeitrag Inland 32 €

Das US-Journal hatte 330 Seiten, allerdings inklusive Werbung, Gesellschaftsnachrichten und Inhaltsverzeichnis. Hinzu kommt noch eine SW-Broschüre „To The Point“ mit insgesamt rund 180 Seiten, die einfache Artikel, Listen der „Ortsgruppen“ usw. enthalten.
Erscheinungsweise: vierteljährlich.
Mitgliedsbeitrag Inland 45 USD (= 31,83 €)

Das Britische Journal hatte 2009 254 Seiten, allerdings inklusive Werbung, Gesellschaftsnachrichten und Inhaltsverzeichnis.
Erscheinungsweise: vierteljährlich.
Mitgliedsbeitrag Inland 15 GBP (= 17,08 €)

So ganz schlecht stehen wir nicht da, oder?
Und wir sind das einzige Journal weltweit, das monatlich erscheint.

Hinzu kommen noch diverse Sonderpublikationen der letzten Jahre bei der DKG, in eingeschränktem Umfang bei den anderen Gesellschaften.

Richtig ist sicherlich, dass Haseltonia und Bradleya regelmäßiger erscheinen, als momentan die Schumannia. Wir arbeiten daran.
Allerdings kann dies kein Grund für eine Mitgliedschaft in einer der drei genannten Gesellschaften sein. Die Auflagen dieser Publikationen sind relativ gering (zwischen 500 und 1000) und ausverkauft sind sie auch nicht.

3. Ortsgruppen

Hier muss sicherlich für meinen Geschmack bei einigen Ortsgruppen ein Umdenken einsetzen. Wir haben die jährlich an die Ortsgruppen verschickten Fragebögen einmal ausgewertet. Zur allgemeinen Überraschung haben wir festgestellt, dass in nicht einmal der Hälfte der Ortsgruppen 50% auch Mitglied der DKG sind. Ich persönlich hätte das nicht erwartet.
Erklärlich ist es mir eigentlich auch nicht.
Wir haben dann Ende letzten Jahres eine Ortsgruppenrundbrief an alle OG-Vorsitzenden geschrieben, in dem wir u.a. dieses Thema aufgegriffen haben. Und siehe da: mehrere OG-Vorsitzende haben den Brief in ihrer OG verlesen und einige OG-Mitglieder haben sich entschlossen der DKG beizutreten (ich weiß positiv von 3 Personen). Vielleicht ist alles einfach zu selbstverständlich geworden und man denkt nicht darüber nach, dass man ja auch Ressourcen nutz, die andere schaffen und zur Verfügung stellen.

4. Gemeinschaftsgefühl

CABAC spricht hier ein ganz wichtiges Thema an. Danke Herbert.
Hier hat unsere Gesellschaft sicherlich noch jede Menge Luft nach oben. Viele Orts-und Arbeitsgruppen leben quasi davon. Ich würde mir wünschen, dass sich in der DKG auch wieder stärker ein solches Gefühl entwickelt. Wer also Ideen hat, wie man das fördern kann, raus damit. :D

So, ich denke, das wäre erst mal genug.

Mein Fazit ganz klar: Ja, wir brauchen die DKG.

Herzliche Grüße

Andreas

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stefang
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Re: Portal-Thema "Brauchen wir die DKG?"

Beitragvon stefang » 24. Januar 2010, 15:52

Hallo zusammen,

vorweg: ich finde die DKG gut und wichtig.

Ich bin einer derjenigen, die durch die "Hintertür" zur DKG gekommen sind. Soll heißen, dass ich erst im Internet angefangen habe, mich zu informieren als meine Begeisterung für Kakteen begann. So bin ich auch nach und nach bei den diversen Foren gelandet. Aber wie Andreas schon richtig bemerkte, die Informationen im Internet sind eben ungefiltert und manchmal widersprüchlich bzw. mit Vorsicht zu genießen. Außerdem hat man irgendwann alle einschlägigen Seiten gesehen. Und weil ich mehr wollte, bin ich aus zwei Gründen der DKG beigetreten: die KuaS und die DKG-Bibliothek. Meines Erachtens ergänzen sich die DKG und die Betätigung im Internet sehr gut, keines möchte ich missen.

Zu den beiden anderen Punkten kann ich wenig sagen: es geht mir nicht um einen Wettbewerb und die DKG sollte schlicht bestrebt sein, das Bestmögliche zu bieten. Ich bin auch kein Mitglied einer OG und war aus Zeitgründen auch noch bei keiner Versammlung. Sollte ich vielleicht mal nachholen.

Was mich aber wundert: es wird immer wieder über mangelnde Beteiligung am DKG-Portal geklagt. Warum wird dieser Aufruf dann gerade dort veröffentlicht? Dort lesen ihn ja auch nur diejenigen, die sich schon beteiligen. Es wäre vielleicht sinnvoller gewesen, es in Form eines offenen Briefes an Mitglieder, Ortsgruppen etc. zu tun. Potentielle Neumitglieder geraten selten durch Zufall auf die Internetseite.

ciao
Stefan

PS: was das vielzitierte Gemeinschaftsgefühl betrifft: das kann im Internet ebenso entstehen wie im "richtigen" Leben. Seit ich im vergangenen Jahr bei einem Forentreffen war, habe ich zu einigen Foris einen sehr freundschaftlichen und guten Kontakt. Auf der anderen Seite sollten sich aber manche Leute so weit beherrschen, ihre privaten Animositäten nicht in der Öffentlichkeit auszutragen - und da haben sich ein paar "alte Hasen" aus der DKG in der Vergangenheit auch nicht gerade zurückgehalten. Das schadet mehr als es nutzt.

Tobias Wallek
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Re: Portal-Thema "Brauchen wir die DKG?"

Beitragvon Tobias Wallek » 24. Januar 2010, 16:59

Ich muss ja erstmal anmerken, das ich es klasse finde, das man hier Argumente und Meinungen austauschen kann, ohne das gleich Jemand an die Decke geht (siehe teilweise andere Themen).

@Andreas:
Wenn ich mir deine Anmerkungen durchlese frage ich mich, warum hast Du nicht den Beitrag auf dem Portal geschrieben ?
Das klingt doch alles schon wesentlich differenzierter und da wird es schon wesentlich schwieriger (falls man das denn möchte) Gegenargumente zu finden ;)

Das Internet wird mit Sicherheit so schnell nicht die eigenen Erfahrungen (Primärinformation) ersetzen können.
Was aber die Sekundärinformationen angeht, da bin ich sehr froh, das es das Internet gibt. Gerade die sehr alten Bücher findet man heute oftmals schon komplett eingescannt und kann sie sich problemlos herunterladen. Da diese Werke mittlerweile unbezahlbar sind, bin ich über diese Form der Darbietung sehr froh.

Ich bin übrigens, genau wie Stefan, ein sogenannter 'Hintertürler' :D

Ciao Tobias

P.S. @stefang:
Apropos Forentreffen, ich hoffe wir sehen uns am Sonntag in Wiesbaden. Hab heute mein Hotelzimmer gebucht und werde Samstag und Sonntag vor Ort sein.

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hardy
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Re: Portal-Thema "Brauchen wir die DKG?"

Beitragvon hardy » 24. Januar 2010, 17:47

Hallo in die Runde,

Ich möchte die Frage mal ein bischen abwandeln:" Brauche ich die DKG?".
Für mich persönlich lautet die Antwort eindeutig NEIN! Ich möchte auch gleich darlegen, warum nicht.

Ich sammle (pflege) Kakteen seit meinem 5. Lebensjahr, also schon etwas über 50 Jahre. Viel Wissen habe ich aus Büchern die im normalen Handel käuflich zu erwerben waren (sofern man gerade dazu kam - DDR) noch mehr aber aus "Versuch und Irrtum".
Seit dieser Zeit wurde die Nomenklatur mehrfach umgestellt und jeder, der eine Doktorarbeit in Bioloie geschrieben hat, fand wahrscheinlich eine Erfüllung darin, alles neu zu benennen.
Heute halte ich mich an das Buxbaumsche Zitat "... Wem das aber zu dumm ist, der werfe alle Etiketten weg und freue sich der Pflanzen“ (oder so ähnlich) und lebe viel ruhiger und verbringe die Zeit statt mit Etiketten schreiben lieber mit Umtopfen.
Ich möchte des weiteren ketzerisch behaupten, dass die allermeisten neueren Mitglieder der DKG wegen der KuaS eingetreten sind, nicht wegen der Sache an den Kakteen und Sukkulenten und auch nicht wegen des Gemeinschaftsgefühles; auch wird die Mitgliederzahl besonders bei jüngeren Sukkufreunden nicht ansteigen, weil, wie schon einer meiner Vorschreiber in ähnlicher Weise festgestellt hat, Werbung in einer Zeitschrift, die nur Mitglieder erhalten eben kein Nichtmitglied zu lesen bekommt. Werbung funktioniert anders!

Stichworte Erstbeschreibung, Diathek und Karteikarten:
Wieviel Mitglieder der DKG befassen sich TIEFGRÜNDIG mit Systematik und Nomenklatur? Und von den restlichen Kakteenfreuden, die nicht organisiert sind?
Ist ein Kriterium für eine Gesellschaft, wieviel "bunte Seiten" ohne Werbung (!) sie emittiert? Da ich diese Zeitschrift nur sporadisch lese, kann ich den Inhalt nicht werten, aber ...
Die Gesellschaft als Informationsquelle zu Herkunftsländern und Vorkommen brauche ich nicht, (fast) jeder kann dothin reisen und sich umtun und wie sehr schön die letzte Zeit im Forum nachzulesen war, seine Eindrücke an die Daheimgebliebenen sofort vermitteln. Danke "nobby"!

Das Internet ist auch nicht so schlecht, wie immer behauptet wird. Wenn man ordentlich sucht, Sachen hinterfragt und nicht alles reinsaugt wie ein Schwamm, findet man vieles, was man wissen möchte.
... sehe gerade, Tobias war schneller und hat einen meiner Punkte (e- books) mit erledigt...
Ich möchte die DKG nicht mies reden, aber so recht wollen mich die Argumente nicht überzeugen.
viele grüße,
opa hardy

www.hardyfei.de

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nobby
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Re: Portal-Thema "Brauchen wir die DKG?"

Beitragvon nobby » 24. Januar 2010, 20:54

Hallo,

wir finden die Diskussion ausgesprochen interessant. Nicht, weil unser Reisebericht angesprochen wurde, sondern weil wir es gut finden, dass hier offen und sachlich über das Für und Wider einer Vereinsmitgliedschaft geredet - oder besser geschrieben - wird.

Wir sind beide ausgesprochen Internet affin, wie unser Reisebericht gezeigt hat. Wir sind aber auch beide Mitglied der DKG, regelmäßige Besucher mehrerer Ortsgruppen und begeisterte KuaS Leser.
Für uns gibt es bezüglich der Mitgliedschaft in der DKG und der Internet-Nutzung kein "entweder/oder" sondern nur ein "sowohl/als auch".

Wir würden das gerne an zwei Beispielen aus unserer Sicht erläutern.

1. Informationen KuaS versus Informationen Internet

Wir wollern hier nicht die Qualität einer Information beurteilen, können wir auch nicht immer. Wenn wir durch die KuaS blättern, bekommen wir ein breiteres Spektrum an Informationen angeboten als wir aktiv suchen würden. Viele Themen, die uns durch die KuaS nahe gebracht werden, würden wir nicht aktiv im Internet abfragen. Hätte es nicht einen Beitrag über Neowerdermannia vorwerkii in der KuaS gegeben, wären wir nie auf die Idee gekommen, uns näher mit dieser Gattung zu beschäftigen. Ohne die DKG Sonderpublikation zu Stapelien gäbe es heute in unserer Sammlung nicht einen einzigen Ascleps-Vertreter. Das breite Themenangebot der KuaS bietet Anreize, den eigenen Horizont zu erweitern.
Vielleicht stehen alle diese Informationen auch im Internet - aber sie müssen ja gezielt abgerufen werden. Woher soll die Idee kommen etwas zu suchen, was ich nicht kenne? Ähnlich ist es mit Büchern. Auch diese kaufe ich nur zu Themen, die mich schon interessieren oder auf die ich vorher neugierig gemacht worden bin.

2. Reisebericht im Internet, in der KuaS und auf dem OG-Abend

Reiseberichte im Internet sind aktuell, spontan und jedermann zugänglich. Sie können aber die eigene Reise nicht ersetzen. Sie leben vom ersten Eindruck des/der Reisenden.
Für uns war der Reisebericht im Forum eine wunderbare Erfahrung - wir werden diese Möglichkeit gerne wieder nutzen.
Reiseberichte in der KuaS sind weniger spontan - dafür aber gründlicher und haben eine deutlich längere "Lebenszeit" als Reiseberichte im Internet. Wir haben bewußt bestimmte Erlebnisse nicht im Internet berichtet, weil wir darüber einen Beitrag in der KuaS schreiben wollen. Ein wichtiger Grund dafür ist die notwendige Literaturrecherche und der vorherige Austausch mit anderen Kakteenfreunden.
Reiseberichte auf OG-Abenden leben von der Interaktion zwischen Referenten und Zuhörern. Vor allem leben sie von der Fülle und Qualität der gezeigten Bilder. Ein guter Vortrag auf einem OG-Abend ist mehr wert als ein teurer Bildband oder eine Fernsehdokumentation zum gleichen Thema. Aus unserer Sicht haben alle drei Formen ihre Berechtigung und keine kann durch die andere ersetzt werden.

Uns ist klar, dass diese Argumente nicht zu Masseneintritten in die DKG führen werden. Aber vielleicht helfen sie ja dem ein oder anderen Unentschlossenen.
Ein wichtiger Grund für unsere DKG Mitgliedschaft ist, dass nur Mitglieder aktiv mitgestalten können.
Wenn wir bedenken, wie viele Freunde wir seit unserer aktiven Mitgliedschaft gewonnen haben, ist weder die Höhe des Beitrages noch das Für und Wider einer Mitgliedschaft ein Thema für uns.

Liebe Grüße
Elisabeth und Norbert

P.S. Dass der Beitrag auf dem Portal der DKG zu finden ist hat seine Berechtigung, weil viele Interessierte das Portal aufrufen und dort nach Informationen suchen. Schade ist nur, dass so wenige DKG Mitglieder dort eigene Beiträge einstellen.

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pachycereus
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Re: Portal-Thema "Brauchen wir die DKG?"

Beitragvon pachycereus » 27. Januar 2010, 19:43

Hallo allerseits,
ich habe dem Portal-Beitrag (siehe http://dkg.eu/cms/cs/index.pl?id=86&navid=1023&sid=c) einen Verweis auf diesen Thread hinzugefügt, da kann dann jeder, der den Beitrag liest, gleich hier weiter lesen und mit diskutieren.

Grundsätzlich stehe ich auf dem Standpunkt, dass es jedem selbst überlassen sein sollte, ob er DKG-Mitglied ist oder nicht (auch wenn ich als Funktionsträger der Gesellschaft natürlich gern jeden in der DKG sähe, der einen Kaktus besitzt oder schonmal besessen hat).

Die Hauptargumentation des Beitrags (und der meisten DKG-Mitgliedschafts-Befürworter in diesem Thread) ist doch, dass es die vielen Informationen, Quellen und Kontakte ohne die DKG gar nicht gäbe. Der Auffassung bin ich auch; ich glaube, die existierenden Strukturen und Netzwerke zwischen den Kakteenfreunden wäre ohne die DKG vermutlich gar nicht entstanden, zumindest nicht in dem Maße.

Natürlich kann man im Internet auch Informationen finden, die nicht von der DKG (sensu lato, also der Gesellschaft, ihren Mitgliedern oder ihren Arbeitsgemeinschaften,etc.) stammen, aber wieviele dieser Informationen dann am Ende einer langen Weitergabekette schlussendlich doch wieder von der DKG kommen, wer weiß?
Bei der Gelegenheit, Hardy: den Reisebericht aus Patagonien haben dir ja zwei DKG-Mitglieder durch Veröffentlichung im DKG-Forum sozusagen geschenkt, angereichert und damit mit noch mehr Leben gefüllt durch eine Reihe von Kommentaren weiterer DKG-Mitglieder. Da ist es schon sehr hartherzig von dir, im Brustton der Überzeugung zu behaupten, auch ohne die DKG auskommen zu können (klar, bei Verzicht auf solche Goodies natürlich schon).

Die DKG hat (u.a.) die sehr wichtige Funktion einer Dachorganisation für alles, was sich um Kakteen und andere Sukkulenten rankt. Sie sorgt dafür, dass die unterschiedlichen Interessengruppen zusammenfinden, sich austauschen können und durch die Nutzung gemeinsamer Strukturen und Ressourcen auch effizienter werden.
Vor einigen Jahren habe ich - ganz pathetisch - anlässlich genau der gleichen Diskussion in einem anderen Forum diese Funktion mit der der Kirche verglichen: "Wozu brauche ich die Kirche, ich kann doch auch ohne die Kirche an Gott glauben!" Klar kann man das. Aber fragt mal einen gläubigen Christen (also nicht gerade mich), ob ihm das reichen würde. Er würde vermutlich antworten, dass das Zusammentreffen mit anderen Gläubigen etwas ist, was er in jedem Fall nicht vermissen möchte. Genau dies ermöglicht ihm die Kirche. Die Kirche bringt die Gläubigen zusammen, die DKG die Kakteenfreunde, nicht mehr und nicht weniger. Andreas möge mir verzeihen, dass ich ihn mit dem Papst vergleiche...

Nun muss natürlich das Profitieren von der DKG nicht zwangsweise eine Mitgliedschaft nach sich ziehen. Nicht jeder, der einen Botanischen Garten besucht, muss gleich Fördermitglied werden. Es kommt halt ein wenig darauf an, wie intensiv man die Angebote nutzt. Wer jede Woche in den Botanischen Garten geht und jedes Jahr beim Tag der Offenen Tür auf der Pflanzenbörse abräumt, der sollte wenigstens darüber nachdenken, Mitglied zu werden.
Bei der DKG wird einem die Entscheidung auch noch dadurch erleichtert, dass man hier noch echte Gestaltungsmöglichkeiten hat. Wer im Bereich Kakteen und andere Sukkulenten Dinge bewegen will, der kann sich in der DKG tatsächlich verwirklichen. Nichts wird von der DKG sehnlicher gewünscht als echte (Mit-)Macher.

Trotzdem gönne ich jedem in erster Linie seine Freude an den Pflanzen, welche wir sicher alle gemeinsam haben, egal ob Mitglied oder (noch) nicht. Ich werde bestimmt nie ein Nicht-Mitglied anders behandeln als ein Mitglied - außer natürlich bei den Sonderpublikationen, die gönn' ich niemandem außer uns Gesellschaftlern :mrgreen:

Gruß,
Bernhard

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Re: Portal-Thema "Brauchen wir die DKG?"

Beitragvon Astrofan » 9. Februar 2010, 17:49

Hallo in die Runde,

Ich bin neu hier, möchte es aber nicht versäumen, hier auch meine Meinung kund zu tun!
Ich verstehe die DKG als einen Zusammenschluß von Kakteen- und Sukkulentenfreunden. Uns alle verbindet unser Hobby. Meiner Meinung nach leistet die DKG
eine Menge für uns.
Angefangen von den monatlichen Kuas Heften wie auch, und das sollte hier mal gesagt werden, durch die zusätzlich kostenfreien ehrenamtlichen Einrichtungen.
Für mich, der Kakteen sammelt und pflegt, weil sie so faszinierend sind, ist es selbstverständlich, Mitglied in der DKG zu sein.
Auch wenn mich manche wissenschaftliche Abhandlungen weniger interessieren.
Gerade in den letzten 2 Jahren hat die DKG vieles für ihre Mitglieder geleistet. Ich erinnere nur an die vielen Publikationen.

Die DKG hat ihre Daseinsberechtigung! Und es wäre schön, wenn das Angagement der ehrenamtlich tätigen Mitglieder, von dem auch Nichtmitglieder profitieren ,
durch den Beitritt zur DKG gewürdigt würde.

So, das reicht fürs erste Mal.

Astrofan
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Re: Portal-Thema "Brauchen wir die DKG?"

Beitragvon guiterrezii » 9. Februar 2010, 18:22

8-) Moin,

Du sprichst mir aus der Seele!

ciao, Tom.
Kakteensammeln ist eine internationale, schwere Krankheit. Wer infiziert ist, ist nicht mehr zu retten !

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Re: Portal-Thema "Brauchen wir die DKG?"

Beitragvon Ruudi » 10. Februar 2010, 12:14

Hallo zusammen,
Ich finde,dass wir in den Ortsgruppen die DKG unbedigt brauchen aus Gründen, die schon oben beschrieben wurde.
Ich möchte aber noch etwas zu den Mitgliedern und Nichtmitgliedern sagen. Bei uns in der OG ist mitlerweile der Altersdurchschitt so hoch so das wir ohne die s.g. Passiven Mitglieder nur noch ein kleiner Haufen wären. Passive Mitglieder, das heißt, meisst Frauen von langjährigen Mitgliedern in der OG aber auch in der DKG, manche 30, 40 oder noch mehr Jahre der DKG die Treue gehalten haben und leider verstorben sind. Diese Frauen, bei und sind es 5 in der Zahl, möchten zu uns als OG aber somit auch zu der DKG den Jahrzehnten langen Kontakt nicht abreissen lassen. Die aber dazu bewegen noch in die DKG einzutreten wäre meines Erachtens nicht der richtige Weg und wir würden diese Mitglieder verlieren. Von unseren 15 aktiven ist nur noch einer, der nicht der DKG angehört, den heißt es, weiter zu überzeugen.

Grüße an alle
Ruud
Mit stacheligen Gruß, Ruudi

Yaksini
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Re: Portal-Thema "Brauchen wir die DKG?"

Beitragvon Yaksini » 10. Februar 2010, 17:16

Astrofan , ich kann mich voll und ganz deiner Ausführung anschließen, besser kann man es, auch in meinem persönlichen Fall, nicht ausdrücken. Du triffst den Nagel auf den Kopf.

Ich finde auch das wir die DKG brauchen.
Liebe Grüße
Brigitta


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