Lithops optica "Rubra"

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Lithops optica "Rubra"

Beitragvon CABAC » 28. November 2012, 08:06

Hallo zusammen,

eigentlich sehe ich die Knospen von L.optica "Rubra" immer erst Mitte Januar.
IMG_2796.jpg

IMG_2796_A1.jpg


Aber scheinbar haben es meine Rubras in diesem Jahr etwas eiliger. Und der Blick in die anderen Rubratöpfe zeigt mir, dass sich alle Pflanzen etwas in der Zeit geirrt haben.

Was soll es, nun bekommen sie einen Platz auf der Fensterbank und werden leicht gegossen.


Lithops optica "Rubra" sind normaler Weise Winterblüher mit einem um 3 Monate verschobenen Blühzeitpunkt. Wer das nicht beachtet, sieht kaum Blühten und hat deshalb auch kaum Chancen auf eigene Samen.


Ich finde, es ist guter guter Anlass, diesen sehr schönen und außergewöhnlichen Cultivaren, eine eigene Rubrik zu widmen.

Macht es gut

Euer

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Re: Lithops optica "Rubra"

Beitragvon davissi » 28. November 2012, 16:08

Hallo Herbert,


sehr schöne Pflanzen! Müssen die Aussaaten selektiert werden, oder ist das Merkmal dieser besonderen Körperfärbung bereits genetisch festgelegt?

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Re: Lithops optica "Rubra"

Beitragvon CABAC » 29. November 2012, 07:28

Hallo David,
nach meinem Kenntnisstand kursieren in den Sammlungen zwei Formen von Lithops optica "Rubra".

Da sind Nachzuchten von den Cole-Nummern 81 und 287. Sie haben eine unterschiedliche Geschichte und wie man auf dem Link sehen kann, unterscheiden sie sich auch ein wenig im Aussehen. Sie sollen aus Selektion entstanden sein. Falls jemand Detailwissen hat, darf er sich gerne hier oder bei mir melden.

http://www.lithops.info/de/galerie/lithops_optica.html

Ich habe beide Nummern, kann aber noch keine Auskunft darüber geben, ob die Aussaaten die rote Farbe stabil weiter vererben. Nach Berichten von Uwe Beyer http://www.conos-paradise.de/ soll C81A die Art sein, bei der der Anteil Fehlfarben am Geringsten ist.

Zurzeit wächst eine Aussaat von C 287 heran. Sollten sich irgendwann Fehlfarben zeigen, wäre es von mir blöd, wenn ich die zur weiteren Vermehrung einsetzen würde.

L.G.

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Re: Lithops optica "Rubra"

Beitragvon davissi » 30. November 2012, 21:53

Hallo Herbert,


Danke für deine Antwort, würde mich freuen, wenn Du über die Ergebnisse deiner Aussaat berichten würdest.

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Re: Lithops optica "Rubra"

Beitragvon CABAC » 1. Dezember 2012, 09:09

Hallo David,

erste Ergebnisse von Rubraaussaaten gibt es schon:

L_optica_var_rubra_3w.jpg


Nur lässt sich erst in einem Jahr sagen oder feststellen, wer sein Leben als richtige Rubra zubringen wird.

Ich hoffe, dass sie dann in drei Jahren so aussehen:
280_3jAS.jpg

und blühfähig sind...

...iin diesem Sinne macht es gut

Euer

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Re: Lithops optica "Rubra"

Beitragvon Echinopsis » 1. Dezember 2012, 17:34

Guten Abend CABAC,

kennst Du eine zuverlässige Quelle (Händler oder Privatmann) woher man Samen von Lithops optica "Rubra" bekommt?

Grüße,
Daniel

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Re: Lithops optica "Rubra"

Beitragvon CABAC » 1. Dezember 2012, 18:16

Hallo Echinopsis,

privaten Anbieter für Rubrasamen kenne ich keine und bei den Gärtnern haben am wahrscheinlichsten Uwe Beyer, Köhres oder Piltz diesen Samen im Angebot.

Meine Pflanzen kamen alle als drei oder vierjährige Sämlinge in die Sammlung. Lithops optica "Rubra" brauchen etwas Fingerspitzengefühl. Habe da schon ein paar wegen Unkenntnis umgebracht. Ging wohl anderen auch. Deshalb sind sie auch so begehrt.

Wenn man ihnen aber bei ihren eigenen Bedürfnissen entgegenkommt und ihnen im Winter einen etwas wärmeren Platz gewährt und zur richtigen Zeit etwas Wasserr gibt, kann es mit der Blüte klappen. Möglicherweise auch mit Samen. Ist es während der Blüte zu kalt, dann bilden die Blüten keinen oder nur unzureichend ausgereiften Pollen aus. Dann hilft auch fünfmaliges Bestäuben nichts, es erfolgt keine Befruchtung.

Auf der letzten Bayerbörse konnte ich nach langer Suche mal wieder drei Töpfchen ergattern. Bin vorher auf 6 Börsen gewesen und habe nicht eine Pflanze gesehen.

L.G.

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Re: Lithops optica "Rubra"

Beitragvon Echinopsis » 1. Dezember 2012, 18:54

Hallo CABAC,

Pflanzen zu erwerben ist kein Problem, da könnte ich jederzeit welche kaufen.

Das Aussääen reizt mich mehr.
Ich werde mal mein Glück versuchen.

Beste Grüße,
Daniel

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Re: Lithops optica "Rubra"

Beitragvon CABAC » 2. Dezember 2012, 12:50

Hallo zusammen,

kann Echinopsis nur zustimmen, am meisten Spaß bringt es seine Pflanzen selbst auszusäen und bis zur Blühreife aufzuziehen.

Für mich allerdings dann auch nur, wenn ich das mit mehr als 50 Korn durchführen kann. Könnte mich dazu aus dem Angebot der einschlägigen Händler bedienen, macht aber wenig Spaß denn der Rubrasamen ist begehrt und deshalb rationiert. Also probiere ich es über die Samenanzucht mit blühfähigen Pflanzen. Da bin ich dann auch sicher, dass ich artreingezogenen Samen erhalte.

Und ich schon mal bei den Samen bin, habe ich mich mal mit der Samenmorphologie der Lithops auseinander gesetzt.

Der Samen von Lithops optica gehört zu den kleinsten der Gattung:
c81m8.jpg


Länge ca. 0.64 mm, Höhe ca 0,23 mm Breite ca 0,42 mm (alles Durchschnittswerte)
Der Unterschied wird dann im Vergleich sehr deutlich:

g1-g4m8.jpg

L.optica mit L.aucampiea und L. hookeri
G1-G5.jpg

L.optica mit L.aucampiea, L. hookeri und L. verruculosa
C81&C177.jpg

L. optica "Rubra" und L. verruculosa var. glabra

Na dann bis bald mal wieder

CABAC
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Re: Lithops optica "Rubra"

Beitragvon Echinopsis » 2. Dezember 2012, 17:15

Guten Abend zusammen,

vielleicht werde ich doch ein paar "fertige Pflanzen" kaufen um so eine Möglichkeit zu haben, selbst den begehrten Samen zu produzieren.

Nun wird allerdings erstmal Lithops verruculosa cv. Rose of Texas rote Blüte ausgesäät, nächstes Jahr dann hoffentlich L. optica Rubra.

In diesem Sinne allen einen schönen ersten Adventssonntag,
Daniel

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Re: Lithops optica "Rubra"

Beitragvon CABAC » 6. Dezember 2012, 06:34

Hallo zusammen, wie war das noch?

"Viele Wege führen nach Rom!" Und viel Glück bei Deinem Vorhaben die "Rose von Texas" erfolgreich auszusäen. Kann nur hoffen, dass die Quelle aus der die Samen stammen, auch sauber ist bzw der Züchter sauber gearbeitet hat.

Will keine Spaßbremse sein, aber auf den Kultivaren bei den Lithops lastet ein hoher Beschaffungsdruck. Das führt zwangsläufig bei den Züchtern zu einer gewissen Hastigkeit. Habe sie schon lange (aus einer sehr zuverlässigen Quelle), bleibt aber hinter den Erwartungen zurück. Blütenfarben bei Lithops sind nicht sicher vermehrbar und streuen deshalb mehr als die Färbung der Loben oder Lobenoberfläche/zeichnung.

Bei Lithops optica "Rubra" Aussaaten soll sich aber die Streuung in Grenzen halten.

Nach dem ich vor ein paar Tagen die ersten Knospen gesichtet hatte, stehen nun alle Rubras im beheizten Wohnzimmer auf der Fensterbank. Sie legen durch die Temperaturveränderung eine erstaunliche Geschwindigkeit bei der Knospenbildung an den Tag. Von der Öffnung des Spalts zwischen der Loben bis zur Sichtbarkeit vergehen keine 4 Stunden:

IMG_2892_m8.jpg

IMG_2894_m8.jpg

IMG_2895_M8.jpg

IMG_2896_m8.jpg


Dabei haben die Pflanzen seit 5 Wochen keinen Tropfen Wasser bekommen...

...macht es gut

Euer

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Re: Lithops optica "Rubra"

Beitragvon CABAC » 12. Dezember 2012, 07:58

Hallo zusammen,
habe mich in der Zwischenzeit einwenig um die Herkunft von Lithops optica / Lithops obtica "Rubra" gekümmert.
Die Literatur gibt nicht viel her. Aber danach soll die Herkunft des Aggregates rund um Lüderitz liegen:
_Lüderitz-Namibia_m8.jpg


„Diese Karte ist ein Ausschnitt aus der Karte ‚world mapping project Namibia’. © REISE KNOW-HOW Verlag Peter Rump GmbH.“


Nachsuchen ist angeblich nicht möglich, denn das Areal liegt im Sperrgebiet der Diamantenminen.

Umsomehr freue ich mich, dass sich meine Rubras auf der Fensterbank unseres Wohnzimmers nicht von dem Winterwetter abhalten lassen und tun, was sie tun müssen: Die Knospen weiter wachsen lassen und blühen:
IMG_2916-m8.jpg

IMG_2917-m8.jpg

IMG_2897m8.jpg


...macht es gut

Euer

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