Lithops

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P.occulta
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Re: Lithops

Beitragvon P.occulta » 7. Oktober 2011, 09:39

Hallo zusammen,

Habe mir jetzt auch paar Lithops in die Sammlung gestellt, alle sind 1 Jahr alt.
Kann mir jemand sagen wie die 1 Jährigen Lithops über den Winter zu pflegen sind?

Viele Grüße

Torsten
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CABAC
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Re: Lithops

Beitragvon CABAC » 9. Oktober 2011, 05:54

Hallo zusammen und hallo Torsten,

was die Pflege von einjährigen Lithopssämlingen betrifft haben wir beide den gleichen Kenntnisstand. Und da keine Antwort vorliegt, müssen wir uns die notwendige Erfahrung mal wieder selbst erarbeiten.
Dass man einjährige Lithopssämlinge anders behandeln sollte, als erwachsene Pflanzen, habe ich schon mitbekommen. Hatte zwei Schalen mit einjährigen Sämlingen stehen. Als die Wärmeperiode vor zwei Wochen begann, habe ich meine Sammlung noch mal durchgegossen. Die beiden Schalen wurden auch gut gewässert. Lithops haben ja gerade ihre Blühphase, also bekamen die Sämlinge auch ein kräftigen Guss ab. Ist ihnen nicht gut bekommen, denn keine 24 Stunden später musste ich feststellen, dass sich in einer Schale die kleinen Pflanzenkörper verfärbten und weich wurden. Weitere 2 Tage später hatte sich der Bestand in dieser Schale davon gemacht. Da gab es nichts zu retten. In der anderen Schale waren die Ausfälle auch sichtbar, aber nicht so groß. Ich vermute, dass die Sämlinge zu dicht standen.
Lit_As_2010.jpg

Ich bin sicher, dass Deine Frage sich nicht auf selbstgezogene Sämling bezieht, sondern auf erst kürzlich erworbene. Die würde ich dann wie adulte Lithops behandeln.

Sachdienliche Hinweise bekommst Du hier:

http://www.lithops.info/de/pflege.html

http://www.lithops.de/

http://www.conos-paradise.de/de/informa ... ussaat.htm

Und ein recht gutes Buch ist immer noch

"Lithops - lebende Steine" von Rudolf Heine (in deutscher Sprache)

Meine diesjährige kleine Lithopsaussaat habe ich übrigens in Einzeltöpfen gemacht.

Sämlinge_L_karasmontana_M8.jpg


LG

CABAC
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CABAC
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Re: Lithops

Beitragvon CABAC » 13. Oktober 2011, 05:45

Hallo zusammen,
das Wetter ist zurzeit ja sehr trübe, aber der ständige Nieselregen der letzten drei Tage konnte der Blühfreude meiner Lithops nicht viel anhaben.
Ganz im Gegenteil, das geringe Licht führte dazu, dass schon am Mittag die Blüten aufgingen.

So konnte ich bei den Gelbblühenden einen Nachzügler ablichten.
Lithops_dorotheae_C124_F_m8.jpg

Lithops dorothea C 124

Lithops dorothea zeichnen sich durch ziemlich farbenfreudige Kontraste auf der Pflanzenoberfläche aus. Die Art stammt ursprünglich aus der Region Pofadder, RSA und wurde nach Dr. Dorothea Huysteen, Tochter eines südafrikanischen Pflanzensammlers benannt. Es kursieren zwei Cole-Nummern.
C124
Lithops_dorotheae_C124_m8.jpg

und
C300_m8.jpg

C300

Ehrlich gesagt ich sehe da nicht viele Unterschiede...

...in diesem Sinne bis bald mal wieder

Euer

CABAC
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Novalis
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Re: Lithops

Beitragvon Novalis » 17. Oktober 2011, 02:27

Hallo zusammen, hallo Herbert,

wie schön, dass es hier auch eine Extra-Ecke für die Lebenden Steine gibt. Also sind doch noch ein paar mehr Ascleps-Liebhaber auch gleichzeitig Lithops-Liebhaber.

Ich bin wahrlich kein Lithops-Experte und werde mich daher auch hüten, mit tollen Tipps um mich zu werfen! ;) Vielleicht kann ich gelegentlich etwas aus meinem Erfahrungsschatz beitragen, ich würde mich aber nichts weniger glücklich schätzen, vom Wissen anderer zu profitieren. :)

Mit gekauften einjährigen Lithops habe ich bislang auch eher schlechte Erfahrungen gemacht. Woran es im Einzelnen immer gelegen haben mag, bleibt mitunter reine Spekulation. Böse Zungen aus dem benachbarten Ausland behaupten, Sämlinge aus kommerziellen Zuchtbetrieben seien hoffnungslos überdüngt und somit "weich" und anfällig gegenüber Umstellungen der Kulturbedingungen, Krankheiten und Schädlinge. Ob das stimmt, kann ich nicht beurteilen. Ich lasse das mit dem Bestellen von einjährigen Sämlingen aus Zuchtbetrieben! Es hat einfach keinen Sinn. Verallgemeinern möchte ich das freilich nicht.
Besser läuft es für mich mit selbst aus Samen gezogenen Lithops. Da mache ich sehr gute Erfahrungen, die (relativ) warm und feucht unter Kunstlicht durch den Winter "durchzukultivieren". Es heißt ja, dass die Einjährigen mehr Feuchtigkeit vertragen würden als die adulten Lithops bzw. ausgetrocknetes Substrat gar nicht vertragen würden. Ich lasse das Substrat der Sämlinge eigentlich nie komplett austrocknen bis sie etwa zwei Jahre alt sind. Andererseits säe ich Lithops zu je 20 Korn in 8 cm Plastiktöpfe von 7 cm Höhe. Das Substrat ist recht grobkörnig und locker und trocknet relativ schnell ab. Es handelt sich um eine Mischung aus Blähschiefer, Lavalit, Bimskies und Perlite mit einer 5 mm hohen Oberschicht aus reinem Vermiculite. Das funktioniert bei mir prima.

Meine "Karriere" als Lithopskultivateur begann ziemlich holprig. Ironischerweise bin ich gerade mit dem gescheitert, was Experten wie Uwe Beyer einem raten: Größere Behälter für Gruppenpflanzungen und reinen Bimskies als Substrat. Na ja, warum das nicht klappte, ist eigentlich auch leicht erklärt: Ich habe ganz andere Bedingungen als etwa Uwe Beyer oder Achim Hecktheuer. Die eigenen Erfahrungen zu machen und heraus zu finden, was für einen selbst am Besten geht, kann einem doch keiner abnehmen. ;)
Ich habe alle adulten Lithops einzeln in Töpfe stehen - 5 cm Kantenlänge und 8 cm Höhe. Ich habe kein Gewächshaus, keinen Garten und keinen Balkon! Die Lithops wachsen bei mir in der Wohnung - genauer gesagt im Dachgeschoss mit schrägen Dachfenstern. Für gute Belüftung ist gesorgt! Dennoch trocknet das Substrat lange nicht so schnell wie draußen oder im Gewächshaus! Daher verbieten sich für mich größere Container und Gruppenpflanzungen.
Ich hätte im Grunde vergleichsweise wenig Probleme mit der Lithopskultur, gäbe es da nicht ein überaus fruchtbares, gefräßiges Tierchen, das sich gerade unter trockenen Bedingungen pudelwohl fühlt: die SPINNMILBE! Kanemite: neuartiges, systemisches Akarizid mit Langzeitwirkung! Denkste! Nach zwei Wochen sind sie wieder da! Dann dieser überaus nützliche Tipp, Spinnmilben mit Spiritus zu bekämpfen! Kam von einem Kakteenzüchter! Bei Lithops nicht zu empfehlen: Tod durch Alkoholvergiftung!!!! Klingt lustig, ist es aber nicht! Wenn man die Pflanzen schön tropfnass spritzt, nehmen sehr wahrscheinlich auch die Wurzeln den Ethanol auf...jedenfalls sind mir etliche Lithops durch die Behandlung mit Spiritus "hopps" gegangen! Und wenn ich nicht genug von dem Alkohol auf die Pflanzen spritze, erwische ich wahrscheinlich nicht alle Spinnmilben, die sich da so schön zwischen den neuen Loben und der eingetrockneten Haut der alten Loben zu verstecken wissen.
Es ist die Frage, ob sich Spinnmilben durch regelmäßiges Besprühen der Lithops vertreiben lassen - also so leichtes Besprühen, dass die Loben nur leicht benetzt sind. Möchte ja nicht, dass die Loben irgendwann vor lauter Feuchtigkeit platzen! Oder man setzt einen Ultraschallvernebler ein... Ich weiß nicht, ob die Steinchen mit höherer Luftfeuchtigkeit gut zurecht kommen.
Das Spinnmilbenproblem wartet also noch auf eine dauerhaft erfolgreiche Lösung.

Mehr Text will ich euch nicht zumuten, daher zum Abschluss noch ein paar Bildchen meiner Schätzchen.
Dateianhänge
C287-I-2.jpg
Lithops optica acf. 'Rubra' - C 287
c304-3h.jpg
Lithops naureeniae - C 304
C285-skin2011.jpg
L. karasmontana ssp. bella - C 285
c222-1.jpg
Lithops fulviceps var. lactinea - C 222
c131-1.jpg
Lithops terricolor 'peersii' - C 131
C_300-P4-skin2011.jpg
C 300 - P4
C_300-P3-skin2011.jpg
C 300 - P3
C_300-P2-skin2011.jpg
C 300 - P2
C_300-P1-skin2011.jpg
Lithops dorotheae - C 300 P1
C124-beyer-skin2011.jpg
Lithops dorotheae - C 124

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CABAC
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Re: Lithops

Beitragvon CABAC » 17. Oktober 2011, 06:17

Hallo zusammen und ein besonderes Hallo an novalis!

Danke schön für diesen langen, sehr informativen und toll bebilderten Beitrag.

Danke übrigens auch dafür, dass Du Dich hier angemeldet hast. Der Einstand ist Dir zweifellos gelungen.

Es war übrigens reiner Selbstzweck, dass ich hier diese Rubrik anfing. Lithops gibt es schon seit vielen Jahren in meiner Sammlung, aber ich hatte sie nur, weil ich meinte, dass eine Kakteen-und Sukkulentensammlung ohne "lebende Steine" unvollständig ist. Erst meine Enkelin veranlasste mich zu mehr Interesse, stellte ich doch fest, dass ich zuwenig über diese Sukkulenten wusste. Durch Lesen konnte ich viel daran ändern, hatte aber die Hoffnung, dass sich dieser Zustand durch die offene Diskussion hier im kuas-forum positiv fortsetzen lässt. Fast scheint es, dass ich mit diesem Schritt richtig gelegen habe.

Novalis,eine erfolgreiche Kultur von Lithops auf der Fensterbank hielt ich ehrlich gesagt für schwer umsetzbar. Einfach deshalb, weil meiner Meinung nach nur eine verweichlichte Kultur möglich ist.

Wie wir sehen, sammlest Du Farbschläge. Nun bieten Lithops ungeahnt viele Möglichkeiten, sich individiell auszutoben. Wenn ich mich für Pflanzen interessiere, dann kommt schnell die Frage, wie sieht dort aus? In welcher Geländeform haben sich die Pflanzen entwickeln und behaupten können. Schon aus Platzgründen, werde ich nicht alles sammeln können was "schön bunt" ist und deshalb wird mein Hauptziel darauf gerichtet sein, dass ich irgentwann die nördlichsten, östlichsten, südlichsten und westlichsten Lithops in meiner Sammlung habe und sie dort auch vermehre...

...in diesem Sinne bis nachher mal wieder

CABAC
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Re: Lithops

Beitragvon Peter II » 17. Oktober 2011, 23:15

CABAC hat geschrieben:Novalis,eine erfolgreiche Kultur von Lithops auf der Fensterbank hielt ich ehrlich gesagt für schwer umsetzbar. Einfach deshalb, weil meiner Meinung nach nur eine verweichlichte Kultur möglich ist.
CABAC



Hallo Herbert,

wenn das stimmen würde, würden die Lithops in den Pflanzen-Zuchthäusern auch verweichlicht (was vielleicht auch der Fall ist). Gegen eine längerfristige gute Pflege spräche da eher das fehlen einer starken UV-Strahlung. Was das Fensterglas macht, ist ja allgemein bekannt.
Aber wirklich harte Kultur bei Pflanzen überhaupt geht nur in der freien Natur. Alles andere ist nur der Versuch, die Pflanzen einigermaßen gut über die Runden zu bringen.

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Re: Lithops

Beitragvon Novalis » 18. Oktober 2011, 02:33

Hallo Herbert,

die Kultur von Lithops in der Wohnung ist in der Tat ein Tanz auf dem Drahtseil, das habe ich auch schon herausfinden müssen. Ich habe da reichlich Lehrgeld zahlen müssen! Letztlich habe ich einen Weg gefunden, wie sie doch ganz gut über die Runden kommen und bei dem die Mehrheit auch ihren Wachstumszyklus ganz gut einhält. Nun sind bei mir die Bedingungen im Dachgeschoss nicht so wirklich typisch "wohnlich", insbesondere die kalte Jahreszeit ist recht ungemütlich. Mit den Bedingungen draußen aber natürlich längst noch nicht zu vergleichen. Ich habe glücklicherweise recht große Fenster in der Dachschräge, die einmal nach Südosten und einmal nach Südwesten zeigen. Ich halte mich da oben auch nur zum Schlafen auf und da macht mir Kälte nichts aus.

Das Dachfenster nach Südwesten hat sich allerdings als ungeeignet heraus gestellt - zumindest zwischen Frühjahr und Frühherbst. Das Sonnenlicht, obwohl ein Großteil des UV-Lichts von den Scheiben absorbiert (?) wird, scheint den Steinchen zu intensiv zu sein. Selbst mit weißem Stoff vor der Glasscheibe kommt es auf der Oberfläche der Pflanzen zu "Verbrennungen" und das nicht nur bei den empfindlichen, neuen Loben im Frühjahr. Vielleicht sind die Steinchen schon vollkommen verweichlicht! ;) Vielleicht werden sie schon in den Gewächshäusern von Nettehöfe verweichlicht. :lol:
Ich pflege ja hin und wieder den regen Gedankenaustausch mit Rafael Matysiuk (http://www.lithops.info), der meinte, es fehle bei mir auf der Fensterbank an harten Schatten, welchen die Pflanzen am Naturstandort durch höhere Vegetation oder eben größeren Gesteinsbrocken vorfinden. Die Pflanzen seien dort also auch immer wieder teilweise oder zeitweise im Schatten.
Ein weiteres Problem ist natürlich die Hitze, die sich unter so einem Dachfenster entwickelt, wenn da die Sonne mittags von Frühjahr bis Spätsommer hinein bretzelt - selbst bei sperrangelweit geöffnetem Fenster und zusätzlich aufgestelltem Ventilator. Da sind mir schon einige Lithops innerhalb weniger Stunden zusammengeklappt. L. optica 'Rubra', L. otzeniana und diverse "Leslieis" reagieren da sehr empfindlich.

Schließlich bleiben sie jetzt unter dem Südostfenster, wo sie die noch nicht so starke Vormittagsonne genießen dürfen. Ich hoffe, dass das funktioniert.

Es gäbe natürlich mit Hilfe von Kunstlicht Möglichkeiten, den Lithops optimierte Lichtbedingungen zu bieten - alles eine Frage des Geldes! Hochleistungs-Metalldampflampen mit Tageslichtspektrum umrahmt von speziellen Reflektoren, die das Licht auf eine bestimmte Weise reflektieren, so dass auf der aufkommenden Fläche auch harte Schatten erzeugt werden. Weiß jetzt nicht mehr die Bezeichnung dieser Reflektoren, da müsste ich noch mal nach einer älteren Mail von Rafael suchen. Wenn die Steinchen es unter dem Südostfenster nicht machen wollen, ziehe ich eine Anschaffung besagten Equipments in Erwägung.
Ich habe so den Eindruck, es gibt schon `ne Möglichkeit, Lithops am Fensterbrett langfristig zu kultivieren, aber es bleibt immer ein schmaler Grat.
Das größte Problem - ich erwähnte es bereits - sind tierische Parasiten wie Spinnmilben und Wollläuse. Letztere habe ich bei mir noch nicht gesehen, aber die vermaledeiten Achtbeiner kommen häufig und gerne zu Besuch! :evil:

Ein nächster Umzug steht in nicht allzu ferner Zeit an. Da werde ich versuchen, eine Wohnung zu bekommen, die auch ein Stück Garten zur Benutzung bietet. Das Gelbe vom Ei ist der jetzige Standort für die Lithops nicht, da habt ihr schon recht.

Ich würde gar nicht mal sagen, dass ich den Fokus auf "Farbschläge" richte - obschon es da für mich ein paar Farbvarianten gibt, an die ich nicht vorbei komme wie halt den Optica 'Rubra' oder den Otzeniana 'Aquamarine'! :mrgreen: Es sind doch vor allem die Farbmuster auf der Kopfoberseite - die Linien, Verästelungen, Inselchen und Kanäle, dusky dots und tanniniferous idioblasts... :P

Ja, der Naturstandort der Lithops: Ich bin nicht sehr optimistsich, dass ich da jemals in meinem Leben persönlich auftauchen werde! Doch ist das Buch "Flowering Stones" von Naureen und Desmond Cole da sehr aufschlussreich. Die Lithops sind schon "der Hammer" an "Merkwürdigkeiten", welche die Natur zu bieten hat. Ist die Natur schöpferisch-kreativ oder gibt es doch einen "Gott", der sich das alles ausdenkt? :D Auf jeden Fall muss es eine verborgene Intelligenz geben, die bei der Evolution wirkt.

Alles Gute!

Andreas

Einen habe ich noch (oder auch zwei)! ;)
Dateianhänge
C_396-skin2011.jpg
Lithops coleorum - C 396, zweijähriger Sämling
C350-beyer-skin2011.jpg
Lithops otzeniana - C 350

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Re: Lithops

Beitragvon P.occulta » 18. Oktober 2011, 15:03

Hallo zusammen,

Meine 1. Jährigen Lithops wachsen sehr gut.
Die werden genauso behandelt wie meine Parodia,Echinofossulo und Co. Sämlinge.
Bevor ich mir die Lithops geholt habe, habe ich zwei Wochen mir das Internet über Lithops angeschaut gerade was Händler betrifft.
Habe mich für Cono`s Paradise entschieden.
Alle Lithops waren sehr gut bewurzelt, nicht weich oder überdüngt.
Kann Cono`s Paradise nur empfehlen.
Wenn die Lithops weiter so wachsen bin ich hoch zufrieden.

Viele Grüße

Torsten
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Re: Lithops

Beitragvon CABAC » 19. Oktober 2011, 08:13

Hallo zusammen

und danke an novalis für diesen langen und informativen Beitrag. Danke übrigens auch an die Anderen, die sich bisher beteiligt haben.

Peter II, beim Thema Lithops bin ich so unbeleckt, wie jemand der noch nicht viel mit sukkulenten Pflanzen zu tun hatte und beim Gang durch einen Baumarkt staunend vor der Palette mit dem Lithops-Angebot stehen bleibt und sich fragt, ob man die Pflanzen im Winter auf der Fensterbank oder im Sommer in dem kleinen Frühbeet auf der Terasse halten könnte.

Deshalb habe ich diese Rubrik eröffnet. Offene Fragen lassen sich nirgentwo besser klären wie hier im Forum.

Zum Thema harter Haltung noch ein paar Sätze. Also ich hielt es bisher für wenig glücklich, Lithops auf der Fensterbank zu kultivieren (bei einem Dachflächenfenster mit entsprechenden Lüftungsmöglichkeiten wohl eher).

Meine ersten Erfahrungen liegen ca. 35 Jahre zurück, fanden auf der Fensterbank des heimischen Arbeitzimmers statt und gingen schief (u.a. auch weil Hauskater Pinki Lithops liebte, erst zum Schlafen und danach zum Fressen).

Es ist zwei Jahre her, da habe ich meiner kleinen Lithopssammlung den besten Platz in meiner Sammlung gegeben. Es ist das Obergeschoss meines Kalthauses (Voliere). Da stehen Pflanzen, die sehr viel Luft, Licht und starke Temperaturunterschiede benötigen (Neowerdermannias, Sulcorebutia, Punas, Micropuntia, Sarcocaulon, Perlagonia ...). Übrigens, an dieser Stelle keimen im Herbst Perlagonien, Lithops und Sarcocaulon sicher und ohne nachfolgende Probleme. Es ist ihnen in diesem Jahr nicht gut gegangen. Der Lobenwechsel verlief schrecklich verzögert und die Blüte fiel fast komplett aus. Im nächsten Jahr stand die Lithops wieder im Eingangsbereich meines GH und alle waren zufrieden; die Pflanzen verhielten sich normal und der Halter hatte auch sein Freude. Scheinbar hatte ich alles richtig gemacht.

Vor vier Jahren konnte ich in den Niederlanden eine Gärtnerei besichtigen, die pro Jahr 20 Mio Lithops zur Verkaufsreife bringt. Traumhafte Pflanzen, alle vital, kaum Ausfälle. Untergebracht auf einer Fläche von 1800 m², optimal belüftet, optimal ausgeleuchtet und optimal mit Nährstoffen versorgt. Der Besitzer hatte sich umfassende mit der Morphologie der Lithops auseinandergesetzt. Wie er mir sagte, hatte er für die Entwicklung der Substrates 3,5 Mio € ausgegeben. Er muss natürlich seinen Geschäftserfolg im Auge haben und trotzdem sagte er mir, dass es ihm wichtig ist, "glückliche Pflanzen" heranzuziehen. Hier bei würde es keine Rolle spielen ob er die Lithops aussät oder als Invitrokulturen heranzieht. Auf mein Argument, dass ich zu Hause sofort seine Lithops aus den Rundtöpfen nehmen würde und sie auch in mein Substrat setzen würde, sagte er, dass sie dann nicht weniger glücklich sein würden, denn auch ich würde ja alles tun, damit es meinen Pflanzen gut geht.

Unser P.occulta berichtet über seine guten Erfahrungen mit Conos Paradis (die Spezialgärtnerei von Uwe Beyer). Damit sich dann nicht andere Gärtnereien beim Präsidenten über die einseitige Werbung beschweren, stelle ich einfach mal die Frage, in welcher Spezialgärtnerei man denn als Anfänger oder versierter Lithopssammler "glückliche Pflanzen" erwerben kann...


...in diesem Sinne bis nachher mal wieder

Euer

CABAC

PS: Andreas, die Grüße aus der nahegelegenen schönen alten Residenzstadt sind im Zwetschendorf Wawuri angekommen. Hatte Dich übrigens wegen Deiner Anmeldezeiten weit jenseits des Urals vermutet. Schön, dass ich hier in Kakteen und Sukkulentendiaspora einen weiteren Mitstreiter gefunden habe. Du kannst Dich bei Gelegenheit ja mal im CABAC-Land sehen lassen, ist aber kein MUSS.
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Re: Lithops

Beitragvon sulcorebutia » 19. Oktober 2011, 21:12

Lithops Hallo Freunde Ich bin ein Holländer und ich bin sehr interessiert
Lithops-Sammlung.
Ich weiß nicht, ob es darum geht quer durch die Übersetzung betrifft, ist es
welches durch Google übersetzt, ich spreche kein deutscher Sprache
Letztes Jahr habe ich eine 15 Arten gepflanzt und das Ergebnis ist gut, wurden die Samen
in Koehres und Succulenta entfernt.
Ich säe auf flugzand mit etwas Lehm mit Kies bedeckt, die ich auf eine Put-
Erdgeschoss mit Heizung in einer verschlossenen Plastiktüte für 2 Monate
unten entferne ich das Plastik und lassen Sie sie an die trockene Luft gewöhnen.
Jetzt sehen sie durch den Winter Grüße Jack

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Re: Lithops

Beitragvon CABAC » 22. Oktober 2011, 06:23

Hallo sulcorebutia!

Jack, ich begrüße Dich hier ganz herzlich. Schön, dass sich auch ein Holländer (Niederländer) hier angemeldet hat und den Mut aufbringt, hier etwas zum Thema Lithops beitragen will. Die Googleübersetzung liest sich in der Tat etwas seltsam, aber ich denke, dass wir damit kaum Probleme haben.

Und außerdem sagt doch ein Bild mehr wie tausend Worte. Zeig uns doch einfach Deine Pflanzen...

...in diesem Sinne wünsche ich ein schönes Wochenende und bis bald mal wieder

CABAC
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Re: Lithops

Beitragvon CABAC » 1. November 2011, 07:42

Hallo zusammen,

nix mehr los in der Lithopsrubrik !?!

Alles verblüht?

Könnte sein, denn der sonnige und warme Oktober hat die Blüte der Lithops in diesem Jahr schneller ablaufen lassen.

Na gut, dann fangen wir wieder von vorne und ganz klein an.

Steven Hammer hat in seinem Werk "LITHOPS TREASURES OF THE VELD" einen
Schlüssel veröffentlicht. Sehr hilfreich, aber ich vermisse den Schlüssel für die Samen.

Oder gibt bei den vielen und höchst unterschiedlichen Arten keine signifikanten Unterschiedsmerkmale bei den Samen?

lithops_hookerii_v_dabneri_.jpg


Ich werde mal probieren ob ich es herausfinden kann...

...in diesem Sinne wünsche ich allen die ihn haben, einen schönen Feiertag und denen die arbeiten müssen, viel Spaß dabei

CABAC
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