Turbinicarpus heliae

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Re: Turbinicarpus heliae

Beitragvon CABAC » 18. April 2017, 20:37

... offensichtlich ist alle Aufregung völlig unbegründet.

Jeder der Turbinicarpus pseudomacrochele/krainzianus Actopan RS 504B schon in seiner Sammlung hat, ist fein raus. Denn er sich hat vor langer Zeit nur Fundortform von Turbinicarpus pseudomacrochele in die Sammlung geholt.

Jeder der scharf darauf ist, nun den neuen Turbinicarpus heliae in seine Sammlung zu holen, hat nun in Deutschland und der RestEU ein kleines Problem.

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Re: Turbinicarpus heliae

Beitragvon gymnofan » 18. April 2017, 20:52

wie heißt es so schön bei Shakespeare: much ado about nothing
Zuletzt geändert von gymnofan am 19. April 2017, 08:33, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Turbinicarpus heliae

Beitragvon K.W. » 18. April 2017, 23:23

gymnofan hat geschrieben:wie heißt es so schön bei Shakespeare: many crowd about nothing


Wunderschön zitiert liebe PflanzenfreundInnen!!!

Wo heißt es das denn bei unserem lieben Freund William Shakespeare???

Ist da ein neues Werk gefunden worden. . .
Irgendwas mit vielen Leuten und viel Ahnung und noch mehr Wissen???


Herzliche Grüße

K.W.


PS übrigens, es gibt da ein wundervolles "Machwerk" von WS,
Much Ado About Nothing. . . Molto Rumore Per Nulla. . . Viel Lärm Um Nichts. . .
Auf Deutsch, weiterhin gute Geschäfte!!!
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Re: Turbinicarpus heliae

Beitragvon gymnofan » 19. April 2017, 08:35

durch die enorme Mithilfe unseres Recherchespezialisten wurde das Zitat auf den Originalwortlaut geändert
hoffentlich recherchiert er bei Turbinicarpus heliae weiterhin so genau

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Re: Turbinicarpus heliae

Beitragvon CABAC » 19. April 2017, 09:21

... wohl dem, der gut belesen ist.

Wenn William Shakespeare nicht mehr weiter hilft, schlage ich vor, mal bei Wilhelm Busch nachschauen. Oder bei Lichtenberg.

Mache mal lieber sachdienlich weiter.

Mich interessiert aber viel mehr wie weit die Typusorte von Turbinicarpus pseudomacrochele/krainzianus und Turbinicarpus heliae auseinanderliegen oder wie die Ökologie beider Fundorte unterscheidet.

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Re: Turbinicarpus heliae

Beitragvon Echinopsis » 19. April 2017, 16:58

Hallo zusammen,

ich gebe auch mal meinen Senf zum Thema dazu, wollte ich eigentlich schon eher machen, aber mein derzeitiger Gewächshausbau raubt mir jegliche freie Minute.

Die Fakten haben Stefan und Jürgen ja bereits geschrieben.

Um Herberts Frage zu beantworten:
Die beiden Standorte liegen ca. 20 km (Luftlinie) auseinander. Rein Optisch vom Habitus gesehen sind die Pflanzen sehr ähnlich, das Hauptunterscheidungsmerkmal ist eben die unterschiedliche Blütenfarbe.

Es gibt allerdings auch nicht nur einen, sondern mehrere verschiedene Standorte von Turbinicarpus heliae.
Ich selbst kenne 4 Stück, wovon ich in den letzten Jahren 2 Standorte besuchte und diese auch bei meiner letzten Reise erneut aufgesucht habe. Leider konnte ich noch keinen Turbinicarpus heliae in Blüte fotografieren.

Schön zu erkennen sind auch die unterschiedlichen Jugendstadien bis hin zur adulten Pflanze, von der Bedornung aus betrachtet.
Mal ein paar Bilder von 2015:

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...mal einen aufliegenden Stein entfernt:
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Ein anderer Standort, 2016:
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Unsere Kakteen richten sich nicht nach irgendwelchen "Regeln".
2014 konnte ich beispielsweiße Turbinicarpus krainzianus minimus in voller Blüte erleben, und das im August!
Man muss allerdings dazu sagen, dass es ca. 1 Woche vorher in dieser Gegend geregnet hatte und das nicht zu knapp.

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Re: Turbinicarpus heliae

Beitragvon Echinopsis » 19. April 2017, 17:05

Da es in diesem Thema erwähnt wurde:

Turbinicarpus pseudomacrochele wächst auch in der selben Ecke, in der Turbinicarpus krainzianus var. minimus vorkommt.
Sind nur ein paar Kilometer die die beiden Standorte trennen.

Ich lege noch ein paar Bilder dazu, muss allerdings betonen dass es vor unserem Besuch stark geregnet hatte und deswegen die Pflanzen auf den Bildern so mastig aussehen. :oops:

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Re: Turbinicarpus heliae

Beitragvon CABAC » 19. April 2017, 17:08

Danke für den ausführlichen Berichte, Daniel.

Nun 20 km können für die Artentwicklung schon von Bedeutung sein.

Besonderes wenn die Ökologie sich verändert hat.

Wie sieht die Beschaffenheit der Typusorte aus ?

Gibt es unterschiedliche Gesteinsarten mit unterschiedlicher Struktur, Körnung, Spalten usw. ?


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Re: Turbinicarpus heliae

Beitragvon Echinopsis » 19. April 2017, 17:10

Noch ein abschließendes Bild, bevor ich Euch langweile.

Wenn man am Hauptstandort ist, muss man schauen wohin man tritt.
Der Turbinicarpus heliae wächst dort fast "rasenförmig".

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Re: Turbinicarpus heliae

Beitragvon gymnofan » 19. April 2017, 17:33

hallo
auch für einen reinen Gymnosammler waren diese Ausführungen recht aufschlußreich, was die Standortbedingungen anging
kann man teilweise auch auf Argentinien übertragen, wobei es dann meines Erachtens nicht gleich eine neue Art sein muß
VG
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