Verein als lernende Organisation

BernhardA
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Verein als lernende Organisation

Beitragvon BernhardA » 7. August 2015, 11:39

Wenn sich das Umfeld ändert, müssen sich Organisationen, Vereine, Teams etc. ebenso verändern, andernfalls erfolgt eine Entkopplung vom Umfeld was eine Entfremdung, eine Isolierung zur Folge hat und letztendlich das Interesse an der Organisation sinken lässt. Bei Unternehmen sinken dann die Umsätze, in Vereinen schwinden die Mitglieder.
Hier geht es um Veränderungsbereitschaft, um Innovationsgeist um den Mut vielleicht sogar proaktiv gewisse Veränderungen in unserer Gesellschaft zu erahnen und in einer Organisation schon vor der eigentlichen gesellschaftlichen Veränderung die Zeichen der Zeit erkannt zu haben nach dem Motto „kommen Sie zu uns, wir sind Ihre Zukunft“.
Im Rahmen der DKG und der Ortsgruppen sind wir vermutlich relativ weit von so etwas entfernt. Ein erster Schritt in diese Richtung könnte sein, dass wir für uns erkennen, dass wir uns stetig verändern sollten, dass wir stetig besser werden sollten um den Anschluss nicht zu verpassen. Konkret könnte diese damit beginnen indem wir uns eine Feedback-Kultur (wer findet ein besseres Wort?) antrainieren.

Ich möchte dies hier mal anhand einiger Beispiele aus meinem eigenen „Kakteenleben“ erläutern.

Gehen wir davon aus, dass der Erstkontakt, dass die ersten Sekunden und Minuten mit einem Menschen, einer Organisation und einem Verein die alles entscheidenden Momente sind, die darüber entscheiden ob es zu einer langfristigen Bindung kommt oder eben nicht.

Meine Erstkontakte mit Kaktusmenschen / -vereinen:

Fulda ca 1992

Als 13 jähriger Junge begann mein Interesse für Kakteen zu wachsen. Im Dorf (Weyhers) gab‘s eine Gärtnerei mit ein paar Kakteen und als ich mal wieder dort war, sagte die Verkäuferin: geh mal zum Nachbarn, der hat ein ganzes Gewächshaus davon. Dort bekam ich zwei wunderschöne Kakteen geschenkt: Astrophytum ornatum und Mammillaria candida. Sie standen beide in rein mineralischem Substrat, so etwas war für mich total neu. Leider haben diese beiden Pflanzen nicht bis heute überlebt, doch habe ich seitdem immer mindestens je eine Pflanze dieser Art in der Sammlung auch wenn sich meine Sammelschwerpunkte mittlerweile komplett verlagert haben hin zu Trichocereushybriden.
Nachdem ich den Herrn das dritte Mal besucht hatte, lud er mich ein gemeinsam einen Diavortrag anzuschauen. Wir besuchten die Ortsgruppe Fulda. Ich erinnere mich noch an einen relativ jungen engagierten Vorstand, den ich Jahre später wieder bei den Hybridenfreunden treffen durfte (diese Geschichte kommt später). An den Inhalt des Vortrags kann ich mich nicht mehr erinnern. Ich kann mich nur daran erinnern, dass die Leute eigentlich ganz sympathisch waren, wenngleich der Altersabstand zwischen mir und dem jüngsten im Verein gewaltig war. Ich wäre jedenfalls gerne immer wieder gekommen, da wir ja ein gemeinsames Interesse hatten, daraus wurde aber nichts.
Ich bekam erneut eine Einladung wieder einen Vortrag zu besuchen. Kam wieder zum Kakteensammler bei uns im Dorf an diesem besagten Termin und dann, dann machte man mir klar, das Auto sei schon voll, da dieses Mal die Schwester seiner Frau mit ihrem Mann auch mitfahren würde. Als 13 jähriger war ich auf so etwas nicht vorbereitet. Ich war beleidigt. Hinzukam ein Umzug nach Freiburg, da mein Vater einen Jobwechsel hatte.

Was könnte man daraus lernen:
In Stuttgart sorgen wir mittlerweile dafür, dass niemand einen Ortsgruppenabend besucht ohne seine Adresse zu hinterlegen. So bekommen ehemalige Besucher einen Anruf, wenn sie sich länger nicht gezeigt haben. Außerdem organisieren wir bei Bedarf Fahrgemeinschaften.

Frankfurt ca 2008

Während des Studiums hatte ich wenig Platz für Kakteen. Nachdem ich meinen ersten festen Job hatte, konnte ich mich jedoch wieder etwas mehr austoben. Ich besuchte einen Vortragsabend bei den Kakteenfreunden in Frankfurt. Ich kann‘s nicht genau beschreiben, aber ich kam mir extrem fremd vor. Es war eine komische Stimmung. Es war alles so anonym. Ich hatte jedenfalls keine Lust nochmal zu kommen.

Was könnte man daraus lernen:
Mir hätte es sicherlich geholfen, wenn mich einer eingeladen hätte mal sein Gewächshaus zu besichtigen.

Stuttgart 2012

Umzug, neuer Job und dann nochmal ein neuer Anlauf mit einer Ortgruppe: Stuttgart. Erster Abend war glaube ich sogar die JHV. Es gab keinen spannenden Vortrag trotzdem bin ich geblieben. Ich habe sofort noch am gleichen Abend eine Aufgabe bekommen: Website pflegen. Und ich habe Einladungen in Gewächshäuser bekommen.

Was könnte man daraus lernen:
Die Masche scheint zu funktionieren: neue Besucher werden sofort integriert, werden vorgestellt, bekommen Kontakte für Besichtigungen, bekommen häufig sogar gleich ein paar Pflanzen geschenkt etc.

Fulda 2013 – Herbsttreffen der AG Echinopsishybriden

Es ist ein komisches Gefühl, wenn man hunderte Kilometer mit dem Auto anreist um sich mit gleichgesinnten Menschen zu treffen, die man bisher nur aus einem Hybridenforum kennt. Trotzdem habe ich es getan. Es kann nicht so schlecht gewesen sein, immerhin bin ich mittlerweile Vize in der AG. Als erstes traf ich in Fulda erneut auf den dynamischen, engagierten Vorstand der Ortsgruppe, Wolfgang Fladung. Er konnte sich tatsächlich noch an den kleinen Jungen von damals erinnern. Dann gab’s viele Gespräche zu Fachthemen, Diavorträge, Gewächshausbesichtigungen bei Wolfgang, ein Rundgang durch die Stadt, leckeres gemeinsames Essen etc. Alles in allem ein völlig ungezwungenes Wochenende mit vielen persönlichen Gesprächen, vielen interessanten neuen Erkenntnissen und vielen neuen internationalen Kontakten, die mittlerweile zu echten Freunden geworden sind. Und auf der Heimfahrt war mein Auto um ca 100 Kakteen schwerer.

Was könnte man daraus lernen:
Der Innovationsgeist, der Mut neue Dinge auszuprobieren, die Neugier für Unbekanntes ist vielleicht eine besondere Spezialität der Hybridenfreunde und macht es daher vielleicht etwas leichter in diesen Kreis mit dazu zustoßen. Es war aber definitiv auch die Organisation des Events: Neue Mitglieder wurden den älteren vorgestellt, jeder hat ein Namenskärtchen getragen und die Bereitschaft Pflanzen zu tauschen oder einfach zu verschenken ist unglaublich groß gewesen.

Burgstädt 2015 – JHV der DKG

Nachdem ich gefragt wurde ob ich mir vorstellen könnte in einem Team mitzuarbeiten, was sich damit beschäftigt nach neuen Wegen für mehr Mitglieder zu suchen, dachte ich mir, dass ich vorher wenigsten Mal an einer JHV teilnehmen sollte. Ich beschloss also das volle Programm mitzumachen inkl. Anreise am Vortag. Ankunft mit dem Zug, mitten im Nirgendwo… 10 Minuten zu Fuß zum Hotel. Unterwegs haben wir genau ein Plakat gesehen, welches auf eine Kakteenschau hinwies. Im Hotel dann eingecheckt und nach Kakteenmenschen gesucht. Es gab etliche Parallelveranstaltungen diverser Firmen im Hotel. Die Kakteenmenschen trafen sich dann in einem Nebenraum. Die Händler waren mit dem Aufbau ihrer Waren beschäftigt. Der Vortrag am Abend war ganz gut. Danach habe ich versucht an der Bar mit Kakteenmenschen ins Gespräch zu kommen. „Kakteen? Äh sorry, habe ich keine“. Es waren also anscheinend die Besucher der anderen Events, die sich an der Bar tummelten. Wenn ich auf so einen Event gehe, dann auch um neue Menschen kennen zu lernen. Nur wie soll das gehen, wenn sich diese noch nicht einmal als Kaktus Freaks zu erkennen geben? Am nächsten Tag kamen dann ein paar mir bekannte Gesichter. Das machte die Konversation etwas einfacher. Die Vorträge waren gemischt, was negativ auffiel, war die Technik: man darf heute bitte nicht davon ausgehen, dass jeder Referent ein Gerät mit HDMI Anschluss hat. Die meisten sind ja bis heute mit VGA unterwegs.
Dann kam der Teil der JHV. Zuvor wurde etwas Zeit eingeplant für ein Treffen der Ortsgruppen, weil aber niemand was hatte gings nach einer kurzen Pause zur JHV. Meine Originalnotizen von damals, die ich mir dazu parallel in Evernote eingetippt hatte:

  • Verstorbene Mitglieder werden geehrt? Komisch
  • Ehrungen 25 Jahre - uff
  • Ehrungen 40 Jahre - uff
  • Ehrungen 50 Jahre - uff
  • 50 Jahre Ortsgruppe...
  • Ehrung für besondere Verdienste bei der DKG
  • Wo bleibt hier die Dynamik?

Danach habe ich aufgehört mir Notizen zu machen…
Im Laufe des Wochenendes habe ich dann noch zwei weitere Erstbesucher getroffen, bei denen ich im Laufe des Gespräches das gleiche heraushören konnte: man kommt sich etwas verloren vor.

Was könnte man daraus lernen:
Fangen wir mal mit dem Positiven an: Es war sofort zu merken, dass Burgstädt eine engagierte Truppe von Kakteenfreunden ist, die durch ihre orangen Hemden auch deutlich zu erkennen waren.

Und hier ein paar Verbesserungswürdig:
  1. Wenn ich auf eine Tagung gehe, dann erwarte ich, dass man Erstbesuchern gezielt dazu verhilft, dass sie Networking betreiben können. Das fängt an bei gemeinsamen Erkennungsmerkmalen, geht über zu Besucherlisten, zu geführten Vorstellungsrunden und tausenden weiteren Ideen wie man Networking unterstützen kann. Ich habe leider nichts davon finden könne und kam mir teilweise ziemlich verloren vor.
  2. DKG versus ausrichtende Ortsgruppe: ja, das habe ich mittlerweile verstanden, dass die ausrichtende Ortsgruppe vollständig verantwortlich ist für die Gestaltung der Veranstaltung. Das Problem: nach außen hin zählt das nicht. Wenn Töchterlein Lisa Müller für sich und ihre Mutti Müller eine Veranstaltung ausrichtet, dann darf man davon ausgehen, dass die Veranstaltung vorrangig aus der Perspektive von Lisa gestaltet wird und nicht zwingend den Interessen der Mutti gerecht wird. Nach außen ist es jedoch die Müller-Tagung und zwar vorrangig die Mutti Müller-Tagung. In meinen Augen können wir nur erfolgreiche überregionale Veranstaltungen auf die Beine stellen wenn wir es schaffen hier eine fruchtbare Zusammenarbeit zu erzielen und eine ganz klare gemeinsame Verantwortung sehen und leben.
  3. Das Thema gilt auch für den geplanten Austausch der OGs vor der JHV. Wir sollten das im Vorfeld strukturieren und nicht dem Zufall überlassen. Alles was hier schief geht färbt ab auf Mutti DKG.
  4. Die JHV war die erste Tagung, die ich besucht habe (und ich habe beruflich schon viele Tagungen besucht) auf der an keiner Stelle nach einem Feedback gefragt wurde. Vielleicht ist das der zentrale Punkt überhaupt: wir sollten uns grundsätzlich antrainieren, dass wir mit jeder Runde besser werden, dass wir uns selbst als lernende Organisation sehen und Stück für Stück wachsen, optimieren und interessanter werden. Die konkrete Umsetzung von Feedback könnte ein einfacher Zettel sein oder eine online Maske etc.
  5. Wenn man eine Tagung plant, sollte man davon ausgehen, dass die Referenten sowohl VGA als auch HDMI benötigen. Jeder Referent sollte spätestens 30 Minuten vor dem Vortrag seine Technik prüfen.
  6. Der Präsentationsstil der Referenten war sehr unterschiedlich, von genial (Rolli Stuber) bis katastrophal war alles dabei. Wenn wir die Qualität des Präsentationsstils des Referenten nicht kennen, dann sollten wir zwingend eine Begrenzung der maximalen Bilderanzahl geben. 300 Fotos nahezu ohne Kommentar durchgeklickt ist einfach unerträglich.
  7. Wie wäre es denn mal mit Workshops? So könnten wir den Networkingcharakter noch mehr verstärken. Ich könnte mir da folgendes vorstellen: Pfropfen von Kakteen, richtig aussäen, die Hackschnitzelvermehrungsmethode, richtig Fotografieren, die exakte Bestimmung eines Kaktus etc…
  8. Mehr Witz, mehr Pepp, mehr Dynamik: Ehrungen mögen ja wichtig für die Beehrten sein, aber ist das wirklich der richtige Einstieg? Und in diesem Umfang? Für jüngere Menschen ist es extrem abschreckend und für Erst-Besucher super langweilig.
  9. Mein Eindruck war, dass es außer den Besuchern der JHV kaum Besucher der eigentlichen Börse gab. Das finde ich für die Verkäufer schade aber vor allem für die Gemeinschaft der Kakteenfreunde: wir sollten uns mehr öffnen nach außen.

Soweit mal von meiner Seite. Würde mich freuen, wenn andere hier auch Erfahrungen, Erlebnisse preisgeben könnten aus denen wir etwas lernen können.

Wie waren deine Erstkontakte mit Kakteenmenschen?

Wo können wir in der DKG noch besser werden?

Wo können wir in den Ortsgruppen noch besser werden?

Gruß Bernhard

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Re: Verein als lernende Organisation

Beitragvon michael » 7. August 2015, 17:08

Hallo Bernhard,

BernhardA hat geschrieben:Was könnte man daraus lernen:
Mir hätte es sicherlich geholfen, wenn mich einer eingeladen hätte mal sein Gewächshaus zu besichtigen.


zu dem Thema fällt mir spontan die Geschichte mit den offenen Sammlungen ein. Da gibt es ja auf der DKG Seite diese Liste. Ich stehe auch drauf, aber wissentlich ist über diese Liste noch nie jemand zu mir gekommen oder hat mich kontaktiert.

Vielleicht sollte man Neulinge gezielt auf Mitglieder der DKG (nur mit Ihrem Einverständnis) in ihrer Nähe hinweisen?! So kann schnell ein Kontakt entstehen. Es gibt gewiss eine Hemmung Ortsgruppen direkt anzusprechen. Wenn ich an meinen Erstkontakt denke, ohje, wenn ich nicht schon etwas Lebenserfahrung gehabt hätte, wäre ich gleich wieder ausgerissen ... aber es hat sich ja im Laufe der Jahre vieles gebessert.

Was ich sagen will, man kann nicht erwarten, das man eine Einladung bekommt, man muss sich da schon selbst drum kümmern. Ohne Eigeninitiative wird das eher nichts.
viele Grüsse
michael
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Re: Verein als lernende Organisation

Beitragvon K.W. » 8. August 2015, 00:06

michael hat geschrieben:
Hallo Bernhard,

BernhardA hat geschrieben:Was könnte man daraus lernen:
Mir hätte es sicherlich geholfen, wenn mich einer eingeladen hätte mal sein Gewächshaus zu besichtigen.


Mir auch! Hat aber keiner. . . Seit ich mich für die "Vereinmeierrei" interessiert habe.
Ich wäre wahrscheinlich nie zu Kakteen "gekommen", hätte mir nicht eine Nachbarin meiner Eltern meinen ersten kleinen Kaktus geschenkt (eine Euphorbia).
Und ich wäre nicht dabei geblieben, hätte mir nicht ein Sammler, vor 47 Jahren, bereitwillig seine Pflanzen gezeigt.
Und wenn mich der damalige Kakteengärtner des Botanischen Gartens Köln, auf meine Nachfrage, nicht bereitwillig in seine Privatsammlung eingeladen und reich beschenkt hätte. Mehrmals!!!



zu dem Thema fällt mir spontan die Geschichte mit den offenen Sammlungen ein. Da gibt es ja auf der DKG Seite diese Liste. Ich stehe auch drauf, aber wissentlich ist über diese Liste noch nie jemand zu mir gekommen oder hat mich kontaktiert.

Vielleicht sollte man Neulinge gezielt auf Mitglieder der DKG (nur mit Ihrem Einverständnis) in ihrer Nähe hinweisen?! So kann schnell ein Kontakt entstehen. Es gibt gewiss eine Hemmung Ortsgruppen direkt anzusprechen. Wenn ich an meinen Erstkontakt denke, ohje, wenn ich nicht schon etwas Lebenserfahrung gehabt hätte, wäre ich gleich wieder ausgerissen ... aber es hat sich ja im Laufe der Jahre vieles gebessert.

Was ich sagen will, man kann nicht erwarten, das man eine Einladung bekommt, man muss sich da schon selbst drum kümmern. Ohne Eigeninitiative wird das eher nichts.


Guten Morgen Michael,

habe die gleichen Erfahrungen gemacht!
Verstanden habe ich es nicht, warum wollen die arrivierten Sammler ihre Pflanzen nicht zeigen?
Antwort (von einem Ortsgruppen ((da ist es wieder das böse Wort)) Vorsitzenden:
Die alten "Haudegen" haben überwiegend illegale Sammlungen mit Cites Pflanzen, die man nicht nur nicht handeln,
sondern teilweise auch nicht besitzen darf. (es sei denn, man hat sie damals angemeldet)
Unter den alten Sammlern sind ausreichend Pflanzenfreunde, die noch aktiv ausgegraben haben - und immer noch ausgraben, oder es wenigstens wollten, wenn sie denn dazu in der Lage wären.

Bei mir kommt dazu:
Ich habe dreimal "junge" Kakteeninteressierte bei mir zu Besuch gehabt. War immer interessant und bildend - also für mich!
Alle wollten Ariocarpus und Lophophora Samen und Pflanzen geschenkt haben, oder auch kaufen.
(für kleines Geld, versteht sich. . . sonst lohnt der Weiterverkauf bei e___y ja nicht)
Das ist schon frustran, schreckt mich aber nicht ab - ich mache weiter!!!
Interessant ist für mich die Reaktion von Hobby fernen Personen; ich schleppe ja "Gott und alle Welt", Kunden, Nachbarn und andere Opfer, zu mir auf die Dachterrasse. Da sind dann viele (vielleicht fast alle) beeindruckt. DKG Mitglied ist allerdings noch keiner geworden. . .


Herzliche Grüße

K.W.
We are all in the gutter, but some of us are looking at the stars.

BernhardA
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Re: Verein als lernende Organisation

Beitragvon BernhardA » 10. August 2015, 22:49

K.W. hat geschrieben:....
Die alten "Haudegen" haben überwiegend illegale Sammlungen mit Cites Pflanzen, die man nicht nur nicht handeln,
sondern teilweise auch nicht besitzen darf. (es sei denn, man hat sie damals angemeldet)
Unter den alten Sammlern sind ausreichend Pflanzenfreunde, die noch aktiv ausgegraben haben - und immer noch ausgraben, oder es wenigstens wollten, wenn sie denn dazu in der Lage wären.

Bei mir kommt dazu:
Ich habe dreimal "junge" Kakteeninteressierte bei mir zu Besuch gehabt. War immer interessant und bildend - also für mich!
Alle wollten Ariocarpus und Lophophora Samen und Pflanzen geschenkt haben, oder auch kaufen.
(für kleines Geld, versteht sich. . . sonst lohnt der Weiterverkauf bei e___y ja nicht)
Das ist schon frustran, schreckt mich aber nicht ab - ich mache weiter!!!
Interessant ist für mich die Reaktion von Hobby fernen Personen; ich schleppe ja "Gott und alle Welt", Kunden, Nachbarn und andere Opfer, zu mir auf die Dachterrasse. Da sind dann viele (vielleicht fast alle) beeindruckt. DKG Mitglied ist allerdings noch keiner geworden. . .


Herzliche Grüße

K.W.


Na da lobe ich mir doch die aktuelle Entwicklung in der Hybridenwelt: mehr und mehr stehen auf Echinopsis- / Trichocereushybriden (ja, ich weiss - die Hybridenfreunde unterscheiden hier). Da braucht es keine Papiere und keine Angst vor dem Zoll...

Was die Lophophoras oder auch pachanois betrifft, so würde ich das einfach so machen: den Markt füttern bis die Preise sinken!
Und wer dann noch mit dabei bleibt, hat echtes Interesse an den Pflanzen. :D

Spaß beiseite: ich habe bisher noch niemanden kennengelernt, der das Zeugs ernsthaft (über einen Minibissen hinaus) konsumiert hat. Da geht es doch bestimmt auch nur darum etwas zu besitzen was spannend, fast verboten und irgendwie in manchen Kreisen cool ist.

Ich denke, da sollten wir etwas mehr Aufklärung leisten: soll doch jeder 14 jährige eine Lophophora im Zimmer haben - so lange er damit keinen Unfug betreibt, ist doch alles ok.

Gruß Bernhard

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Re: Verein als lernende Organisation

Beitragvon K.W. » 11. August 2015, 00:15

BernhardA hat geschrieben:
Na da lobe ich mir doch die aktuelle Entwicklung in der Hybridenwelt: mehr und mehr stehen auf Echinopsis- / Trichocereushybriden (ja, ich weiss - die Hybridenfreunde unterscheiden hier). Da braucht es keine Papiere und keine Angst vor dem Zoll...

Was die Lophophoras oder auch pachanois betrifft, so würde ich das einfach so machen: den Markt füttern bis die Preise sinken!
Und wer dann noch mit dabei bleibt, hat echtes Interesse an den Pflanzen. :D

>>>



( die Hybriden Züchter. . . :lol: :roll: :mrgreen: Lehrer und andere Beamte. . . :) )


Jawolll, echtes Interesse. . . ;)

Bild

Bild

Bild

Bild
:D :D :D


>>>
Spaß beiseite:
<<<


OK!!! Nein, lieber mit Spaß!


>>> ich habe bisher noch niemanden kennengelernt, der das Zeugs ernsthaft (über einen Minibissen hinaus) konsumiert hat. Da geht es doch bestimmt auch nur darum etwas zu besitzen was spannend, fast verboten und irgendwie in manchen Kreisen cool ist.

Ich denke, da sollten wir etwas mehr Aufklärung leisten: soll doch jeder 14 jährige eine Lophophora im Zimmer haben - so lange er damit keinen Unfug betreibt, ist doch alles ok.

Gruß Bernhard


Link https://www.youtube.com/watch?v=EFA3Jg7PKq8 zur gefälligen Beachtung. Interessant ist die Zahl der Abonnenten und der "Klicks".
Da sind die "Drei von der Tankstelle", quatsch!!! die "Drei von dem schönen Kakteen Clip" ganz hinten in der "Schlange". . .

Bernhard; bißchen Realität "tanken"! :) ;)


Herzliche Grüße

K.W.
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Falko 2012
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Re: Verein als lernende Organisation

Beitragvon Falko 2012 » 8. Januar 2016, 20:57

BernhardA hat geschrieben:Wenn sich das Umfeld ändert, müssen sich Organisationen, Vereine, Teams etc. ebenso verändern, andernfalls erfolgt eine Entkopplung vom Umfeld was eine Entfremdung, eine Isolierung zur Folge hat und letztendlich das Interesse an der Organisation sinken lässt. Bei Unternehmen sinken dann die Umsätze, in Vereinen schwinden die Mitglieder.
Hier geht es um Veränderungsbereitschaft, um Innovationsgeist um den Mut vielleicht sogar proaktiv gewisse Veränderungen in unserer Gesellschaft zu erahnen und in einer Organisation schon vor der eigentlichen gesellschaftlichen Veränderung die Zeichen der Zeit erkannt zu haben nach dem Motto „kommen Sie zu uns, wir sind Ihre Zukunft“.
Im Rahmen der DKG und der Ortsgruppen sind wir vermutlich relativ weit von so etwas entfernt. Ein erster Schritt in diese Richtung könnte sein, dass wir für uns erkennen, dass wir uns stetig verändern sollten, dass wir stetig besser werden sollten um den Anschluss nicht zu verpassen. Konkret könnte diese damit beginnen indem wir uns eine Feedback-Kultur (wer findet ein besseres Wort?) antrainieren.

Ich möchte dies hier mal anhand einiger Beispiele aus meinem eigenen „Kakteenleben“ erläutern.

Gehen wir davon aus, dass der Erstkontakt, dass die ersten Sekunden und Minuten mit einem Menschen, einer Organisation und einem Verein die alles entscheidenden Momente sind, die darüber entscheiden ob es zu einer langfristigen Bindung kommt oder eben nicht.

Meine Erstkontakte mit Kaktusmenschen / -vereinen:

Fulda ca 1992

Als 13 jähriger Junge begann mein Interesse für Kakteen zu wachsen. Im Dorf (Weyhers) gab‘s eine Gärtnerei mit ein paar Kakteen und als ich mal wieder dort war, sagte die Verkäuferin: geh mal zum Nachbarn, der hat ein ganzes Gewächshaus davon. Dort bekam ich zwei wunderschöne Kakteen geschenkt: Astrophytum ornatum und Mammillaria candida. Sie standen beide in rein mineralischem Substrat, so etwas war für mich total neu. Leider haben diese beiden Pflanzen nicht bis heute überlebt, doch habe ich seitdem immer mindestens je eine Pflanze dieser Art in der Sammlung auch wenn sich meine Sammelschwerpunkte mittlerweile komplett verlagert haben hin zu Trichocereushybriden.
Nachdem ich den Herrn das dritte Mal besucht hatte, lud er mich ein gemeinsam einen Diavortrag anzuschauen. Wir besuchten die Ortsgruppe Fulda. Ich erinnere mich noch an einen relativ jungen engagierten Vorstand, den ich Jahre später wieder bei den Hybridenfreunden treffen durfte (diese Geschichte kommt später). An den Inhalt des Vortrags kann ich mich nicht mehr erinnern. Ich kann mich nur daran erinnern, dass die Leute eigentlich ganz sympathisch waren, wenngleich der Altersabstand zwischen mir und dem jüngsten im Verein gewaltig war. Ich wäre jedenfalls gerne immer wieder gekommen, da wir ja ein gemeinsames Interesse hatten, daraus wurde aber nichts.
Ich bekam erneut eine Einladung wieder einen Vortrag zu besuchen. Kam wieder zum Kakteensammler bei uns im Dorf an diesem besagten Termin und dann, dann machte man mir klar, das Auto sei schon voll, da dieses Mal die Schwester seiner Frau mit ihrem Mann auch mitfahren würde. Als 13 jähriger war ich auf so etwas nicht vorbereitet. Ich war beleidigt. Hinzukam ein Umzug nach Freiburg, da mein Vater einen Jobwechsel hatte.

Was könnte man daraus lernen:
In Stuttgart sorgen wir mittlerweile dafür, dass niemand einen Ortsgruppenabend besucht ohne seine Adresse zu hinterlegen. So bekommen ehemalige Besucher einen Anruf, wenn sie sich länger nicht gezeigt haben. Außerdem organisieren wir bei Bedarf Fahrgemeinschaften.

Frankfurt ca 2008

Während des Studiums hatte ich wenig Platz für Kakteen. Nachdem ich meinen ersten festen Job hatte, konnte ich mich jedoch wieder etwas mehr austoben. Ich besuchte einen Vortragsabend bei den Kakteenfreunden in Frankfurt. Ich kann‘s nicht genau beschreiben, aber ich kam mir extrem fremd vor. Es war eine komische Stimmung. Es war alles so anonym. Ich hatte jedenfalls keine Lust nochmal zu kommen.

Was könnte man daraus lernen:
Mir hätte es sicherlich geholfen, wenn mich einer eingeladen hätte mal sein Gewächshaus zu besichtigen.

Stuttgart 2012

Umzug, neuer Job und dann nochmal ein neuer Anlauf mit einer Ortgruppe: Stuttgart. Erster Abend war glaube ich sogar die JHV. Es gab keinen spannenden Vortrag trotzdem bin ich geblieben. Ich habe sofort noch am gleichen Abend eine Aufgabe bekommen: Website pflegen. Und ich habe Einladungen in Gewächshäuser bekommen.

Was könnte man daraus lernen:
Die Masche scheint zu funktionieren: neue Besucher werden sofort integriert, werden vorgestellt, bekommen Kontakte für Besichtigungen, bekommen häufig sogar gleich ein paar Pflanzen geschenkt etc.

Fulda 2013 – Herbsttreffen der AG Echinopsishybriden

Es ist ein komisches Gefühl, wenn man hunderte Kilometer mit dem Auto anreist um sich mit gleichgesinnten Menschen zu treffen, die man bisher nur aus einem Hybridenforum kennt. Trotzdem habe ich es getan. Es kann nicht so schlecht gewesen sein, immerhin bin ich mittlerweile Vize in der AG. Als erstes traf ich in Fulda erneut auf den dynamischen, engagierten Vorstand der Ortsgruppe, Wolfgang Fladung. Er konnte sich tatsächlich noch an den kleinen Jungen von damals erinnern. Dann gab’s viele Gespräche zu Fachthemen, Diavorträge, Gewächshausbesichtigungen bei Wolfgang, ein Rundgang durch die Stadt, leckeres gemeinsames Essen etc. Alles in allem ein völlig ungezwungenes Wochenende mit vielen persönlichen Gesprächen, vielen interessanten neuen Erkenntnissen und vielen neuen internationalen Kontakten, die mittlerweile zu echten Freunden geworden sind. Und auf der Heimfahrt war mein Auto um ca 100 Kakteen schwerer.

Was könnte man daraus lernen:
Der Innovationsgeist, der Mut neue Dinge auszuprobieren, die Neugier für Unbekanntes ist vielleicht eine besondere Spezialität der Hybridenfreunde und macht es daher vielleicht etwas leichter in diesen Kreis mit dazu zustoßen. Es war aber definitiv auch die Organisation des Events: Neue Mitglieder wurden den älteren vorgestellt, jeder hat ein Namenskärtchen getragen und die Bereitschaft Pflanzen zu tauschen oder einfach zu verschenken ist unglaublich groß gewesen.

Burgstädt 2015 – JHV der DKG

Nachdem ich gefragt wurde ob ich mir vorstellen könnte in einem Team mitzuarbeiten, was sich damit beschäftigt nach neuen Wegen für mehr Mitglieder zu suchen, dachte ich mir, dass ich vorher wenigsten Mal an einer JHV teilnehmen sollte. Ich beschloss also das volle Programm mitzumachen inkl. Anreise am Vortag. Ankunft mit dem Zug, mitten im Nirgendwo… 10 Minuten zu Fuß zum Hotel. Unterwegs haben wir genau ein Plakat gesehen, welches auf eine Kakteenschau hinwies. Im Hotel dann eingecheckt und nach Kakteenmenschen gesucht. Es gab etliche Parallelveranstaltungen diverser Firmen im Hotel. Die Kakteenmenschen trafen sich dann in einem Nebenraum. Die Händler waren mit dem Aufbau ihrer Waren beschäftigt. Der Vortrag am Abend war ganz gut. Danach habe ich versucht an der Bar mit Kakteenmenschen ins Gespräch zu kommen. „Kakteen? Äh sorry, habe ich keine“. Es waren also anscheinend die Besucher der anderen Events, die sich an der Bar tummelten. Wenn ich auf so einen Event gehe, dann auch um neue Menschen kennen zu lernen. Nur wie soll das gehen, wenn sich diese noch nicht einmal als Kaktus Freaks zu erkennen geben? Am nächsten Tag kamen dann ein paar mir bekannte Gesichter. Das machte die Konversation etwas einfacher. Die Vorträge waren gemischt, was negativ auffiel, war die Technik: man darf heute bitte nicht davon ausgehen, dass jeder Referent ein Gerät mit HDMI Anschluss hat. Die meisten sind ja bis heute mit VGA unterwegs.
Dann kam der Teil der JHV. Zuvor wurde etwas Zeit eingeplant für ein Treffen der Ortsgruppen, weil aber niemand was hatte gings nach einer kurzen Pause zur JHV. Meine Originalnotizen von damals, die ich mir dazu parallel in Evernote eingetippt hatte:

  • Verstorbene Mitglieder werden geehrt? Komisch
  • Ehrungen 25 Jahre - uff
  • Ehrungen 40 Jahre - uff
  • Ehrungen 50 Jahre - uff
  • 50 Jahre Ortsgruppe...
  • Ehrung für besondere Verdienste bei der DKG
  • Wo bleibt hier die Dynamik?

Danach habe ich aufgehört mir Notizen zu machen…
Im Laufe des Wochenendes habe ich dann noch zwei weitere Erstbesucher getroffen, bei denen ich im Laufe des Gespräches das gleiche heraushören konnte: man kommt sich etwas verloren vor.

Was könnte man daraus lernen:
Fangen wir mal mit dem Positiven an: Es war sofort zu merken, dass Burgstädt eine engagierte Truppe von Kakteenfreunden ist, die durch ihre orangen Hemden auch deutlich zu erkennen waren.

Und hier ein paar Verbesserungswürdig:
  1. Wenn ich auf eine Tagung gehe, dann erwarte ich, dass man Erstbesuchern gezielt dazu verhilft, dass sie Networking betreiben können. Das fängt an bei gemeinsamen Erkennungsmerkmalen, geht über zu Besucherlisten, zu geführten Vorstellungsrunden und tausenden weiteren Ideen wie man Networking unterstützen kann. Ich habe leider nichts davon finden könne und kam mir teilweise ziemlich verloren vor.
  2. DKG versus ausrichtende Ortsgruppe: ja, das habe ich mittlerweile verstanden, dass die ausrichtende Ortsgruppe vollständig verantwortlich ist für die Gestaltung der Veranstaltung. Das Problem: nach außen hin zählt das nicht. Wenn Töchterlein Lisa Müller für sich und ihre Mutti Müller eine Veranstaltung ausrichtet, dann darf man davon ausgehen, dass die Veranstaltung vorrangig aus der Perspektive von Lisa gestaltet wird und nicht zwingend den Interessen der Mutti gerecht wird. Nach außen ist es jedoch die Müller-Tagung und zwar vorrangig die Mutti Müller-Tagung. In meinen Augen können wir nur erfolgreiche überregionale Veranstaltungen auf die Beine stellen wenn wir es schaffen hier eine fruchtbare Zusammenarbeit zu erzielen und eine ganz klare gemeinsame Verantwortung sehen und leben.
  3. Das Thema gilt auch für den geplanten Austausch der OGs vor der JHV. Wir sollten das im Vorfeld strukturieren und nicht dem Zufall überlassen. Alles was hier schief geht färbt ab auf Mutti DKG.
  4. Die JHV war die erste Tagung, die ich besucht habe (und ich habe beruflich schon viele Tagungen besucht) auf der an keiner Stelle nach einem Feedback gefragt wurde. Vielleicht ist das der zentrale Punkt überhaupt: wir sollten uns grundsätzlich antrainieren, dass wir mit jeder Runde besser werden, dass wir uns selbst als lernende Organisation sehen und Stück für Stück wachsen, optimieren und interessanter werden. Die konkrete Umsetzung von Feedback könnte ein einfacher Zettel sein oder eine online Maske etc.
  5. Wenn man eine Tagung plant, sollte man davon ausgehen, dass die Referenten sowohl VGA als auch HDMI benötigen. Jeder Referent sollte spätestens 30 Minuten vor dem Vortrag seine Technik prüfen.
  6. Der Präsentationsstil der Referenten war sehr unterschiedlich, von genial (Rolli Stuber) bis katastrophal war alles dabei. Wenn wir die Qualität des Präsentationsstils des Referenten nicht kennen, dann sollten wir zwingend eine Begrenzung der maximalen Bilderanzahl geben. 300 Fotos nahezu ohne Kommentar durchgeklickt ist einfach unerträglich.
  7. Wie wäre es denn mal mit Workshops? So könnten wir den Networkingcharakter noch mehr verstärken. Ich könnte mir da folgendes vorstellen: Pfropfen von Kakteen, richtig aussäen, die Hackschnitzelvermehrungsmethode, richtig Fotografieren, die exakte Bestimmung eines Kaktus etc…
  8. Mehr Witz, mehr Pepp, mehr Dynamik: Ehrungen mögen ja wichtig für die Beehrten sein, aber ist das wirklich der richtige Einstieg? Und in diesem Umfang? Für jüngere Menschen ist es extrem abschreckend und für Erst-Besucher super langweilig.
  9. Mein Eindruck war, dass es außer den Besuchern der JHV kaum Besucher der eigentlichen Börse gab. Das finde ich für die Verkäufer schade aber vor allem für die Gemeinschaft der Kakteenfreunde: wir sollten uns mehr öffnen nach außen.

Soweit mal von meiner Seite. Würde mich freuen, wenn andere hier auch Erfahrungen, Erlebnisse preisgeben könnten aus denen wir etwas lernen können.

Wie waren deine Erstkontakte mit Kakteenmenschen?

Wo können wir in der DKG noch besser werden?

Wo können wir in den Ortsgruppen noch besser werden?

Gruß Bernhard


Zu Deinem Beitrag "Stuttgart 2012"

Bei mir war es fast auch komplett so (fand meinen Beitrag, den ich serviert bekam, allerdings nicht so spannend, war eine Diashow über Kakteenblüten).

Wie schon anderweitig erwähnt, war es in der OG Regensburg so, dass eine Lichtgestalt gab, ähnlich wie Franz Beckenbauer beim Fussball - dies war Roger Baumgärtner, der auch mal total bürgernah Sprüche rausgehauen hat - wie die "Kakteengärtnerei xyz" ist doch wie eine Apotheke, da kauf ich nichts ein, klasse Schenkelklopfer. Auch ein Kakteenzüchter, der mit Blaukorn ein wenig arbeitet - was ich gelernt/übernommen habe, wenn auch nicht bei allen Arten/Gattungen.

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Re: Verein als lernende Organisation

Beitragvon guiterrezii » 8. Januar 2016, 21:40

Da fehlt Dir eindeutig Menschenverstand! Diese Antwort zeigt es deutlich.
Kakteensammeln ist eine internationale, schwere Krankheit. Wer infiziert ist, ist nicht mehr zu retten !

Falko 2012
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Re: Verein als lernende Organisation

Beitragvon Falko 2012 » 8. Januar 2016, 23:17

guiterrezii hat geschrieben:Da fehlt Dir eindeutig Menschenverstand! Diese Antwort zeigt es deutlich.


Wenn es wegen der "Blaukorn-Nutzung" sein sollte (?) - die im Übrigen auch von weiteren Kakteenzüchtern praktiziert wird - bei der Beigabe von Düngemitteln führen viele Wege nach Rom, da solltest Du nicht zu Einbahnstraßen lastig denken.

Der von mir genannte Roger Baumgärtner ist übrigens eine anerkannte Koryphäe (und DKG-Mitglied) mit dem ich persönlich und im wirklichen Leben sehr gut klar gekommen bin - wie auch Roger mit mir - trotz des Altersunterschiedes.

und gehe mal davon aus, dass ich im wirklichen Leben nicht viel anders bin, als hier im Forum. Sprich schriftliche und mündliche Ausdrucksweise ist ziemlich deckungsgleich.

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Re: Verein als lernende Organisation

Beitragvon guiterrezii » 8. Januar 2016, 23:21

Du gehst davon aus?
Klingt nach fehlender Resonanz!
Wahrscheinlich mangels Bekanntschaften!
Kann ich allerdings bestens nachvollziehen! :lol:
Kakteensammeln ist eine internationale, schwere Krankheit. Wer infiziert ist, ist nicht mehr zu retten !


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