„Neue Wege für mehr Mitglieder“ - Methodenfragen

BernhardA
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„Neue Wege für mehr Mitglieder“ - Methodenfragen

Beitragvon BernhardA » 5. August 2015, 22:41

Im Rahmen der Initiative für mehr Mitglieder wollen wir am Ende ein Set an konkreten Handlungsempfehlungen sowohl für die DKG als auch die Ortsgruppen zusammenstellen. Wenn ich mir das so vorstelle wie das aussehen könnte, dann denke ich an zwei Dokumente (1. DKG + 2. Ortsgruppen), die jeweils drei Unterbereiche haben:

1) Grundsatzfragen, Strategie, Zielgruppe etc.
2) Erfahrungswerte vergangener Aktionen und Maßnahmen
3) Konkrete Handlungsempfehlungen

Um sich obigen Themen sinnvoll zu nähern habe ich mal folgende Fragen zusammengefasst:

A) Wer ist genau unsere Zielgruppe? Haben wir mehrere?
  • Alter?
  • Interessen?
  • Wohnort?
  • Geschlecht?
  • Kenntnis-Level im Umgang mit Kakteen?
  • Lebenssituation, Familie, soziales Umfeld?
  • Wie tickt unsere Zielgruppe? (z.B. Generation Y, Best Ager etc.)
  • Was noch?

B) Welche Bedürfnisse sehen wir bei unserer Zielgruppe?
C) Welchen Mehrwert bieten wir der Zielgruppe aktuell?
D) An welcher Stelle könnten wir zukünftig zusätzlichen Mehrwert bieten?
E) Wo trifft sich unsere Zielgruppe und wo können wir unsere Zielgruppe treffen?
F) Wie machen wir auf uns aufmerksam?
G) Wo und wie kann unsere Zielgruppe uns bewerten?
H) Wie und wo kann ein potentieller Interessent bei uns unverbindlich „schnuppern“?
I) Wie kompliziert ist es Mitglied zu werden?
J) Wo und durch was schrecken wir unsere Zielgruppe ab?
K) Wie können wir mithilfe der bestehenden Mitglieder weitere Mitglieder hinzugewinnen?
L) Wie können wir die Mitglieder der Ortsgruppen dazu gewinnen in der DKG einzutreten und umgekehrt?
M) Welche Dinge haben wir bisher getan um mehr Mitglieder zu bekommen und warum gab es genau welche Wirkung?


Im Anschluss an die aktuell gestartete Sammelphase würden Mandy, Daniel und ich dann damit beginnen die Ergebnisse zu konsolidieren.

Welche Fragen sollten wir noch stellen?

Was sollte noch zusätzlich in einem finalen Dokument enthalten sein?

Gibt es sonst noch Ratschläge zur Vorgehensweise?



Gruß Bernhard

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K.W.
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Re: „Neue Wege für mehr Mitglieder“ - Methodenfragen

Beitragvon K.W. » 6. August 2015, 00:13

>>>

Um sich obigen Themen sinnvoll zu nähern habe ich mal folgende Fragen zusammengefasst:

A) Wer ist genau unsere Zielgruppe? Leute wie wir!
Haben wir mehrere? Nein, nur Leute wie wir!

Alter? Jedes Alter!
Interessen? Unsere Interessen, Kakteen und andere Sukkulenten!
Wohnort? Überall!
Geschlecht? Jedes!
Kenntnis-Level im Umgang mit Kakteen? Jedes!
Lebenssituation, Familie, soziales Umfeld? Wie bei uns DKG und Ortsgruppen Mitgliedern!
Wie tickt unsere Zielgruppe? (z.B. Generation Y, Best Ager etc.) Wie wir!
Was noch? Alles was hier nicht subsumiert wurde, uns DKG und Ortsgruppenmitglieder aber interessiert!


B) Welche Bedürfnisse sehen wir bei unserer Zielgruppe? Unsere!
C) Welchen Mehrwert bieten wir der Zielgruppe aktuell? Kakteen und andere Sukkulenten Heft August 2015
D) An welcher Stelle könnten wir zukünftig zusätzlichen Mehrwert bieten? Kakteen und andere Sukkulenten Heft September 2015 und folgende. . .
E) Wo trifft sich unsere Zielgruppe und wo können wir unsere Zielgruppe treffen? Unsere Zielgruppe sind wir, wir treffen uns in den Ortsgruppen und DKG events
F) Wie machen wir auf uns aufmerksam? Frage würde ich an die Medienbeauftragte der DKG weitergeben!
G) Wo und wie kann unsere Zielgruppe uns bewerten? Müssen wir uns bewerten?
H) Wie und wo kann ein potentieller Interessent bei uns unverbindlich „schnuppern“? Ortsgruppen der DKG!
I) Wie kompliziert ist es Mitglied zu werden? Kinderleicht!
J) Wo und durch was schrecken wir unsere Zielgruppe ab? Wie können wir uns abschrecken, wir sind doch da!
K) Wie können wir mit Hilfe der bestehenden Mitglieder weitere Mitglieder hinzugewinnen? Werbegeschenke? Aztekium valdezii Gruppen in 20 cm Schalen. . .
L) Wie können wir die Mitglieder der Ortsgruppen dazu gewinnen in der DKG einzutreten und umgekehrt? Wozu sollte die DKG in eine Ortsgruppe eintreten???
M) Welche Dinge haben wir bisher getan um mehr Mitglieder zu bekommen und warum gab es genau welche Wirkung? Presse und andere Medien, öffentliches Auftreten (Jahreshauptversammlung DKG, jährlicher Pflanzenmarkt, Zusammenarbeit mit örtlichem Bot. Garten) genau fünf neue Mitglieder - in drei Jahren.


Im Anschluss an die aktuell gestartete Sammelphase würden Mandy, Daniel und ich dann damit beginnen die Ergebnisse zu konsolidieren.
Synonyme zu konsolidieren
erhärten, festigen, fundieren, kräftigen, sichern, stabilisieren, stählen, stärken, stützen, unterfüttern, untermauern, unterstützen, verankern, vertiefen, zementieren; (gehoben) erstarken


Fremdwort; Boah äh!!!

Welche Fragen sollten wir noch stellen?
"Möchten Sie Mitglied eines Vereines werden, dessen Mitglieder überwiegend Ihre Großeltern sein könnten? Möchten Sie Mitglieder dieses Vereins dabei unterstützen, gegen das Aufsammelverbot von Wildpflanzen vorzugehen? Möchten Sie bei einem ersten Kontakt befragt werden, ob Sie Ihre Pflanzen nur auf dem "Fensterbrett" kultivieren oder sogar einen Frühbeetkasten haben? Waren Sie schon an "Standorten"? Wenn nein, warum nicht? Haben Sie schon neue Spezies gefunden? Wenn nein, warum nicht - kein wirkliches Interesse?! "

Was sollte noch zusätzlich in einem finalen Dokument enthalten sein? Rettungsschuss???

Gibt es sonst noch Ratschläge zur Vorgehensweise? "runter kommen" - wenn das Kundenpotential begrenzt ist, wird man mit dem selben, alten Produkt keine Neukunden akquirieren! Wir haben aber kein neues Produkt. . . Nur unsere "geliebten" Pflänzchen! Es wird immer Liebhaber geben, immer Pflanzenfreunde - die ihre Energie auf unsere Leidenschaft, Kakteen und andere Sukkulenten fokkusieren! Gut so!!! Aber zu denken, dass die alle nur darauf warten von einem Verein "einkassiert" zu werden - . . . Und überhaupt, warum eigentlich???


Beste Grüße

K.W.


Foren Info:
Alter 56 Jahre, kultiviert Kakteen und andere Sukkulenten seit 46 Jahren, betreut aktuell ca. 6 Tsd. Pflanzen, an denen er einen riesigen Spaß hat. . .
Mit und ohne Verein! Ich bin erst seit vier oder fünf Jahren "vereinsmeierisch" aktiv. In dieser Zeit habe ich einige "events" in meinen Gewächshäusern durchgeführt, bzw dazu eingeladen. Das hat mir riesen Spaß gemacht! Bestimmt waren schon mehr als 100 Pflanzenfreunde bei mir zu Gast. Gegeneinladungen der Pflanzenfreunde 2! Da möchte man nicht Anfänger sein. . . :)
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BernhardA
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Re: „Neue Wege für mehr Mitglieder“ - Methodenfragen

Beitragvon BernhardA » 6. August 2015, 01:35

Hallo K.W.
vielen Dank für deine Rundum-Kommentierung unseres Fragenkatalogs.
Falls du mal in der Nähe von Stuttgart bist: du bist herzlich eingeladen mal vorbeizuschauen.

"wenn das Kundenpotential begrenzt ist, wird man mit dem selben, alten Produkt keine Neukunden akquirieren! Wir haben aber kein neues Produkt"
Hieraus nehme ich die folgende Frage noch in unseren Katalog mit auf:

A) Welches "Produkt" bietet eigentlich die DKG an und welches Produkt gibts in einer Ortsgruppe?


Für alle weiteren Kommentare in diesem Thread eine Bitte: Fokus auf die methodischen Fragen.
Konkrete Ideen für Maßnahmen etc. sammeln wir bereits hier: viewtopic.php?f=143&t=3173

Danke!

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K.W.
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Re: „Neue Wege für mehr Mitglieder“ - Methodenfragen

Beitragvon K.W. » 7. August 2015, 23:33

BernhardA hat geschrieben:Hallo K.W.
vielen Dank für deine Rundum-Kommentierung unseres Fragenkatalogs.
Falls du mal in der Nähe von Stuttgart bist: du bist herzlich eingeladen mal vorbeizuschauen.



Oh, tausend Dank! Bin ich doch jeden Winter bei Vincent auf der Wielandshöhe zum Abendessen.
Ich werde mich, wenn ein Termin irgendwie möglich sein sollte vorab melden!

(hatte ja gehofft, dass meine "Rundum-Kommentierung" etwas mehr Aufruhr verursachen würde. . . na, ja. . .)

"wenn das Kundenpotential begrenzt ist, wird man mit dem selben, alten Produkt keine Neukunden akquirieren! Wir haben aber kein neues Produkt"
Hieraus nehme ich die folgende Frage noch in unseren Katalog mit auf:

A) Welches "Produkt" bietet eigentlich die DKG an und welches Produkt gibts in einer Ortsgruppe?


Für alle weiteren Kommentare in diesem Thread eine Bitte: Fokus auf die methodischen Fragen.
Konkrete Ideen für Maßnahmen etc. sammeln wir bereits hier: viewtopic.php?f=143&t=3173

Danke!



Das Produkt ist folgend beschrieben:
zitiert aus der Satzung der DKG,

§ 1 Name, Rechtsform, Sitz und Geschäftsjahr
1. Die Vereinigung ist als rechtsfähiger Verein nach § 21 BGB in das Vereinsregister des Amtsgerichts Nürnberg eingetragen und führt den Namen „DEUTSCHE KAKTEEN-GESELLSCHAFT e.V.“, sie wird im Folgenden „DKG“ genannt.
2. Sitz der DKG und Gerichtsstand ist Nürnberg.
3. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.


Ab jetzt wirds interessant! Anmerkung des Verfassers
§ 2 Zweck
1. Die DKG will die Kenntnis und Pflege der Kakteen und anderer Sukkulenten in wissenschaftlicher und volksbildender Hinsicht fördern. Sie verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwe-cke“ der Abgabenordnung. Die DKG ist selbstlos tätig; sie verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
2. Der Erfüllung der Ziele dienen unter anderem:
a) die Veranstaltung von Ausstellungen, Vorträgen, Unterrichtungen und Gedankenaustausch durch die DKG, die Orts- und Arbeitsgruppen;
b) Herausgabe der Gesellschaftszeitschrift „Kakteen und andere Sukkulenten“;
c) Durchführung und Unterstützung wissenschaftlicher Untersuchungen sowie Arbeiten zur Erforschung und zum Schutz der Sukkulenten und Veröffentlichung der Ergebnisse;
d) Maßnahmen zur Erhaltung der Kakteen und anderer Sukkulenten im Sinne der Förderung des Naturschutzes;
e) Kontaktpflege und Austausch wissenschaftlicher Untersuchungsergebnisse mit Fachkreisen im In- und Ausland, die glei-che Zwecke verfolgen;
f) Schaffung und Unterhaltung verschiedener Informations-Einrichtungen über Kakteen und andere Sukkulenten, z.B. Arten-schutzbeauftragter, Bibliothek, Diathek. Fettschreibung vom Verfasser :)

Diese Satzung wurde am 2. Juli 2013 unter VR 138 in das Vereinsregister des Amtsgerichts Nürnberg eingetragen.

Zit. Ende


Das "Produkt" der Ortsgruppen ( oh Gott, oh Gott; bei Ortsgruppe warte ich immer darauf, dass einer um die Ecke kommt, die Hacken zusammen knallt
und jawollll mein F. brüllt. . .)
ist nicht so klar definiert. Lediglich die Form ist vorgegeben.


zitiert aus der Satzung der DKG,

§ 9 Orts-, Arbeitsgruppen und Einrichtungen
1. Lokale oder regionale Zusammenschlüsse von Personen in jeglicher Rechtsform mit mindestens 5 DKG-Mitgliedern (Orts-gruppen) können sich der DKG als korporative Mitglieder anschließen. Das Nähere regelt ein von der Hauptversammlung zu beschließendes Orts- und Arbeitsgruppenstatut.
2. Zusammenschlüsse von Personen mit gleich gelagertem Interesse in jeglicher Rechtsform mit mindestens 5 DKG-Mitgliedern (Arbeitsgruppen) können sich der DKG als korporative Mitglieder anschließen. Das Nähere regelt ein von der Hauptversamm-lung zu beschließendes Orts- und Arbeitsgruppenstatut.
3. Der Vorstand kann Einrichtungen bilden. Das Nähere regelt ein von der Hauptversammlung zu beschließendes Einrichtungs-statut.

Ich erlaube mir einfach mal, es in einem Wort zusammen zu fassen:

Gemeinschaft

Das ist ja wohl das "Produkt" mit dem sich arbeiten läßt. Sprich, die Initiative Mg ansetzen will und sollte.


Beste Grüße

K.W.
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Dave2012
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Registriert: 24. August 2015, 22:46

Re: „Neue Wege für mehr Mitglieder“ - Methodenfragen

Beitragvon Dave2012 » 24. August 2015, 23:40

Hallo Bernhard,

ich finde es toll dass ein Paar Leute die Initiative ergriffen haben und sich diesem durchaus schwierigem Problem angenommen haben! Obwohl ich nicht von Vereinssterben reden will, finde ich die Entwicklung schon besorgniserregend - auch wenn die DKG hier nicht allein dasteht (abgesehen vom ADAC oder DFB vielleicht). Ich habe daher auch ueber Ideen zur Trendumkehr nachgedacht und diese Herrn Brand mitgeteilt. Heute kam die Antwort dass er diese an euch weitergeleitet hat und mir nebenbei den Link zum Diskussionsforum geschickt. Ich hoffe dass meine Vorschlaege anregend sind :-)

Zur Vorgehensweise haette ich einen weiteren Tipp - die Liste macht fuer mich durchaus Sinn aber ich vermisse dort die persoenliche Komponente. Als ich diese Liste gesehen habe, habe ich mich gefragt, warum denn ich eigentlich der DKG beigetreten bin. Ich denke wenn wir uns selbst diese Frage stellen, bekommen wir eine gute Idee dafuer wie Andere dazu animiert werden koennen sich fuer die DKG zu interessieren - und dann koennen wir ueber entsprechende geeignete Marketingmechanismen nachdenken.

Obwohl ich seit meiner Kindheit mich fuer Botanik interessiere, bin ich erst seit 3 Jahren DKG-Mitglied. Ich habe 2010 beim Besuch eines botanischen Gartens in Deutschland (wohne seit 2005 im Ausland) zufaellig ein Heft der KuaS in die Hand bekommen und - weil gerade niemand in der zugegen war - es mitgehen lassen. Da habe ich zum ersten mal von der DKG erfahren und 2! Jahre spaeter bin ich dann beigetreten. Warum? Die Antwort auf die Frage ist, dass, obwohl ich mich immer als Freak gesehen habe, ich bis dahin nicht wusste dass es noch ganz andere Freaks gibt, die um die Welt reisen nur um ein Paar Kakteen in freier Wildbahn zu photographieren, die sich seit 30 und mehr Jahren mit einer speziellen Gattung befassen, dass es ganze Buecher (Monographien) ueber nur eine besondere Gattung gibt (und dass man diese bei der DKG als Mitglied kaufen kann), und dass die DKG nicht nur ein Verein fuer die Experten und Professoren ist sondern fuer Jedermann wie mich zugaenglich ist. Und beim Blick auf meine durchaus bescheidene Pflanzensammlung, dachte ich halt dass ich und mein Hobby vom DKG-Beitritt profitieren koennen, zumal es nicht irgendein Verein ist sondern einer mit ueber 120 Jahren Vereinsgeschichte! In zwei Jahren werden es 125 Jahre sein. Es gibt nicht viele solche Vereine - selbst der DFB ist nicht so alt!

P.S. mir gefeallt der Vorschlag ueber youtube videos, da ich mir neulich selbst einige videos dort ueber bonsai angeschaut habe. Manche davon waren wirklich klasse!

Gruss
David Kaliga
94 chemin du Puits
74580 Viry
Frankreich
d.kaliga@orange.fr


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