Bewurzelung von Disocactus speciosus ssp. aurantiacus

Wer weiß Rat?
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Bewurzelung von Disocactus speciosus ssp. aurantiacus

Beitragvon map » 20. Juni 2011, 12:45

Wer weiss Rat - wie bewurzele ich aurantiacus-Stecklinge?

Beim diesjährigen EPIG-Treffen in Dresden erhielt ich einige Stecklinge, die ich mit der bewährten Seramis-Methode (unter Folie) zu bewurzeln versuche... Leider führte das bislang nur zu Fäulnis. Ich habe die Stecklinge neu angeschnitten, für den zweiten Versuch mit Kohle- und Bewurzelungspulver (von Haage, vermutlich neodofix) behandelt und das Seramis neu mit 0,1% Chinosollösung in demin. Wasser angefeuchtet. Leider mit gleichem Ergebnis...
Ich kann es noch mit Wurzelfix (0,1% alpha-Naphthylessigsäure) versuchen.
Ein D. speciosus ssp. cinnabarinus und D. spec. (Rio Molino, Oaxaca)-Steckling machen die gleichen Probleme.
Sicher hat hier doch jemand Erfahrung mit der Bewurzelung der genannten Arten und kann helfen!

Vielen Dank :-))
Matthias

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Kurt
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Re: Bewurzelung von Disocactus speciosus ssp. aurantiacus

Beitragvon Kurt » 20. Juni 2011, 13:01

Hallo Matthias,

kann man die Stecklinge nicht durch langes liegenlassen, später aufrecht auf trockenem Bims oder ähnlichem Substrat bewurzeln? Bei anderen Kakteen, auch Epiphyten, klappt das doch auch, daß dann Trockenwurzeln gebildet werden und man die Stücke dann einpflanzen kann. Oder haben die Stecklinge so wenig Masse, daß sie dann vertrocknen könnten?
Grüsse Kurt

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Re: Bewurzelung von Disocactus speciosus ssp. aurantiacus

Beitragvon map » 20. Juni 2011, 14:40

Hallo Kurt und danke für Deine Antwort.
Die Methode "Aushungern" wollte ich nicht (weiter) anwenden, da die Stecklinge schon recht "hungrig" aussahen. Glücklicherweise sind sie (noch) recht lang, aber werden natürlich scheibchenweise kürzer...
Wahrscheinlich werde ich sie aber tatsächlich vor dem baldigen Urlaub trocken auf Bims oder Seramis stellen, um bei der Rückkehr wenigstens keinen Kompost vorzufinden.
Alle anderen Stecklinge in Seramis (etliche Rhipsalis sowie Webero- und Hylocereus) haben sich zeitgleich übrigens problemlos bewurzelt und sind schon getopft...

Viele Grüße
Matthias

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Ruhe
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Re: Bewurzelung von Disocactus speciosus ssp. aurantiacus

Beitragvon Ruhe » 21. Juni 2011, 19:05

Hallo Mathias, ich hab auch D. aurantiacus Steckis aus Dresden mitgebracht. Ich habe das gleiche Problem wie du, von drei Stecklingen bewurzelt sich nur einer. Ich bewurzel alle meine Ableger in ganz normales Substrat, nachdem sie einige Wochen!!! zum trocken an einem schattigen Örtchen gelegen haben. Die verschiedenen D. aurantiacus ist in der Regel etwas heikel, es gibt aber auch Klone, die etwas besser wachsen. Seit 3 Jahren versuche ich nun einige verschiedene Klone zu kultivieren, aber nur mit sehr mäßigen Erfolg.

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Re: Bewurzelung von Disocactus speciosus ssp. aurantiacus

Beitragvon Ramarro » 23. Juli 2011, 09:41

Diese und auch andere "Heliocereus" bewurzelten bei mir (nach 2 bis 3 Wochen Abtrocknen) ganz problemlos in meinem üblichen Epiphyten-Substrat, Pinienrinde und grobe Blumenerde (die Feinanteile ausgesiebt) 1:1. Sie wachsen darin auch ganz ausgezeichnet.

Grüße,
Rolf

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Re: Bewurzelung von Disocactus speciosus ssp. aurantiacus

Beitragvon Kurt » 23. Juli 2011, 12:37

Hallo zusammen,

über Disocactus aurantiacus stehen 2 Beiträge im KuaS Jahrgang 48 - 1997- Heft 1. Hier wird im ersten Bericht über die Art und ihre Formen berichtet und weiter hinten im Heft im zweiten Artikel genauestens über die Kultur mit "Rezept" für ein gutes Pflanzsubstrat.
Als Erkennungsbild ist das Titelfoto angehangen.
Dateianhänge
340 Titelbild KuaS Jahrgang 48 1997 Heft 1.jpg
Grüsse Kurt

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Re: Bewurzelung von Disocactus speciosus ssp. aurantiacus

Beitragvon Argo » 24. Juli 2011, 23:19

Gibt es den Artikel auch als PDF- Datei? Würde mich auch interessieren, da ich auf diese Hefte keinen Zugriff habe.

Gruß Argo
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Re: Bewurzelung von Disocactus speciosus ssp. aurantiacus

Beitragvon Kurt » 25. Juli 2011, 06:40

Hallo,

das weiß ich nicht, aber beide Artikel sind auch im Internet zu finden.
Der erste Artikel ist von Eckhard Meier, der 2. von Klaus Rippe.
Grüsse Kurt

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Re: Bewurzelung von Disocactus speciosus ssp. aurantiacus

Beitragvon WalleW » 25. Juli 2011, 18:19

Hi
gugst du hier

http://cactusandaluz.com/Text_DisocAurantiacusMeier.php


Ich habe gerade mehrere Stecklinge von D.a. bewurzelt, indem ich sie einfach liegen ließ und jeden Tag 1-2 mal besprühte. Nach nun etwa 3 Wochen zeigen sich die ersten Würzelchen.
Viele Grüße WalterBild

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Re: Bewurzelung von Disocactus speciosus ssp. aurantiacus

Beitragvon Argo » 25. Juli 2011, 18:52

Hier ist noch der Beitrag von Herrn Rippe
http://cactusandaluz.com/Text_DisocAura ... Kultur.php

Danke erstmal für den Link im Forum und Danke auch für die Pn mit den Links.

Gruß Argo
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Re: Bewurzelung von Disocactus speciosus ssp. aurantiacus

Beitragvon map » 22. Februar 2012, 22:03

Hier ein Bericht, wie es weiterging:
Vor dem Urlaub habe ich die D. speciosus ssp. aurantiacus-Stecklinge (8 St.), die von Eckhard Meier stammen und dem Klon II aus seinem Artikel in Kakt. and. Sukk. (1997) 48(1): 1-10 zuzuordnen sind, auf Seramis gestellt (NO-Fensterbank, Einmachglas ohne Abdeckung) und unseren Pflanzengießer gebeten, diese jede Woche ein wenig anzufeuchten. Wohl auch durch die unerwartet kühle Witterung im Juli 2011 führte das im einen Glas zu Nässe und entsprechend weiterer Fäulnis, im anderen war die Lage besser und zwei Stecklinge trieben erste Wurzeln.
Der D. speciosus ssp. cinnabarinus und D. spec. (Rio Molino, Oaxaca)-Steckling in einem dritten Gefäß waren ebenfalls nicht bewurzelt.
Im August habe ich alle Arten in durchsichtige Orchideentöpfe in Orchideen-Seramis getopft (fertige Mischung aus Pinienrinde und grobkörnigerem Seramis), ggf. die ersten Wurzelansätze in das feinkörnigere Seramis vom Bewurzeln eingebettet. Wie im Artikel von Klaus Rippe a.a.O.: 13-16 empfohlen, habe ich mit Schachtelhalmextrakt und gelegentlich Algan (in demin. Wasser) gespritzt und/oder gegossen. Einsatz von vergorener Brennesseljauche erscheint mir unter hygienischen Gesichtspunkten als undefiniertem mikrobiologischen und mykotoxischen Mix nicht erstrebenswert.

Das jetzige Resulat (Feb. 2012):
Zwei aurantiacus-Stecklinge haben das Substrat kräftig durchwurzelt, D. spec. (Rio Molino, Oaxaca) ebenso. Alle anderen sind leider auf der Verlustliste...
Die Pflanzen stehen bei mir über den Winter hell und kühl auf einer Fensterbank (~18 °C) und werden weiter regelmäßg leicht feucht gehalten (mit Schachtelhalm-Gabe), bei Sonnenschein gehts ans Küchenfenster (wo es aber auch wärmer ist). Durch die transparenten Töpfe lässt sich das Wurzelwerk und der Feuchtigkeitsgehalt im Substrat gut beobachten.


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