Gewächshausfundament

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Cay
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Gewächshausfundament

Beitragvon Cay » 28. Mai 2009, 19:24

Hallo alle Miteinander,
für den anstehenden Bau eines Gewächshausfundamentes sind wir auf der Suche nach Ratschlägen und Erfahrungen aus dem Kreis der Gewächshausbesitzer.
Noch in diesem Jahr soll für ein drei mal fünf meter Großes Gewächshaus ein Fundament errichtet werden. Die einzigen Rahmenbedingungen sind hierbei eine Sperre gegen aufsteigende Feuchtigkeit aus dem Erdreich, eine thermische Isolierung sowie eine Stromzuführung.
Da es sich um ein Mietgrundstück handelt, dachten wir daran ein Fundament zu erstellen, welches sich "relativ leicht" wieder zurückbauen lassen würde.
Hat eventuell irgendjemand Erfahrungen mit dem Bau eines solchen Fundamentes? Hat jemand Tips für die Wahl der Materialien?
viele Grüße
Samosa

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CABAC
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Re: Gewächshausfundament

Beitragvon CABAC » 29. Mai 2009, 20:27

Hallo nach Hedwigholzbein,
also mein erstes Gewächhaus (6 mm Stegdoppelplatte 3 X4 m ) hier in PB stand auf einem Fundament aus hochkantgestellter Gehwegplatten ( 75 X 50 X 5 ). Um eine gewisse Festigkeit zuerreichen, hatte ich die Platten im Erdreich in eine magere Mischung 1 : 20 eingebettet, später in den Ecken verdübelt, von außen gegen Feuchtigkeit mit einem Bitumenanstrich versehen und von innen mit 3 cm Poresta isoliert. Obwohl das Arbeiten mit diesen verhältnismäßig schweren Platten eine Schinderei war, stand das Fundament nach 6 Stunden. Es war dann schon so gut wie fertig;d.h.trocken und belastbar. Das Fundament ragte nur 5 cm aus dem Erdreich herraus, dafür ging drinnen fast 50 cm tiefer (Schaffung von mehr umbauten Raum). Die Fläche war nach unten mit 5 cm blauen Porestaplatten isoliert und darauf hatte ich damals einfache graue Gehwegplatten 30X30 gelegt. Geheizt habe ich mit einem Gebläseheizer mit 2 KWLeistung.

Ich weiß nicht, wie hoch bei Euch der Grundwasserspiegel, bzw. wie bindig die Bodenbeschaffenheit ist, deshalb kann man sich auch Gedanken über die Verwendung von Rasenkannten/ Gehwegbegrenzungsplatten machen. Die gibt es hier in unterschiedlichen Größen 100X30X8 bzw 100X25X5. Das Haus stand 10 Jahre und konnte, als unsere Tochter bauen wollte und das GH deshalb im Wege stand, ohne Probleme innerhalb von wenigen Stunden ( 2 ) abgebaut werden.

Habe übrigens für Euer Mitglied M.E. mal so ein ähnliches Ding entworfen.

Schönes Wochenende und tolle Pfingstfeiertage vom Fernmitglied

CABAC

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Cay
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Re: Gewächshausfundament

Beitragvon Cay » 1. Juni 2009, 19:52

Hallo in den Süden,
schönen Dank erst einmal für die Beschreibung.
Als Auflage empfiehlt der Hersteller 10 cm. Das heißt das Gehwegplatten ausscheiden. Bordsteinkanten könnten gehen, jedoch wäre es schön wenn es Platten geben würde die kürzer als einen Meter wären.
Mitsamt dem Inhalt der Wanne die ausgehoben werden soll sind wir schon bei über 3000 Litern Volumen die leider auch abtransportiert werden müßten. Auf unserem Grundstück ist dafür kein Platz. Aus diesem Grund hätte ich das Volumen gern gering wie möglich gehalten.
Wie sieht es denn aus mit einer Folie? Als Schutz gegen Feuchtigkeitseintrag in das G-Haus von unten?
viele Grüße aus B.
Samosa

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CABAC
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Re: Gewächshausfundament

Beitragvon CABAC » 4. Juni 2009, 05:28

Nochmal hallo nach Hedwigholzbein,

Euer Fundament lässt mir keine Ruhe.

Ich war gestern zum kleinen Gymnotreffen bei Reiner S. ( da wo wir am 10.05. zum Sammlungsbesuch waren) und habe mir noch mal sein Tomatengewächshaus angesehen und Euer Problem geschildert.

Also sein "Tomatengewächshaus" ist
- auch als Provisorium aufgestellt worden,
- steht auch auf eben diesen Gehwegplatten / Rasenkanten; hochkannt gestellt
- Reiner meint, dass wenn 10 cm Fundament gefordert sind,auch 8 cm reichen müssten.

- - meine (unsere) Meinung, falls Ihr unbedingt diese Mindeststärke einhalten wollt, dann wird
einfach von innen eine zweite Reihe hinzugefügt.

-- man sollte bei der Geschichte eines nicht außer acht lassen: Unsicherheitsfaktor Wind,
was bedeutet, dass das Fundament auch eine gewisse Masse&Tiefe im Erdreich haben
muss, sonst wandert Euer GH beim nächsten Sturm durch den Garten.

Es geht ja darum, dass das Haus möglichst umkompliziert wieder abgebaut werden kann,
wenn ihr wegziehen wollt. Mit den Gehwegplattensystem baut ihr schnell ab und könnt es
sogar noch mitnehmen.

Was sagt denn Euer Schatzmeister dazu, der war doch mal Mauer?

Herzliche Grüße

CABAC
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Re: Gewächshausfundament

Beitragvon lorbaer » 4. Juni 2009, 19:52

Hallo CABAC,

Danke für's Gedankenmachen! :-). Die Idee mit den zwei Reihen Bordsteinkanten ist ganz gut, da denken wir mal drüber nach. Allerdings weiss ich nicht wie gut das dann schön plan hinzukriegen ist, weil das Gelände leichtes Gefälle hat. Ansonsten denk ich auch, dass wir in der Tiefe ordentlich verankern müssen, Wind haben wir ja hier mehr als genug. Mit unserem "Schatzmeister" haben wir die 1m-Variante durchgesprochen, aber das wird dann eine ganz schöne Schinderei. Es gibt auch welche mit 0.75m und 0.80m Tiefe, das würde ja vielleicht auch reichen(?).
Schöne Grüße aus B von
Lorbaer & Samosa

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Re: Gewächshausfundament

Beitragvon CABAC » 25. Juni 2009, 08:09

Hallo Lorbaer und Samosa,

wie ist der Baustand?

Habt Ihr schon den ersten Spatenstich gemacht?

War schon Grundsteinlegung?

Wie wärs, wollt Ihr nicht über Euer Gewächshausprojekt eine Reportage machen?

Ihr wisst ja Bauen ist Stress pur und geteiltes Leid ist halbes Leid. Aber ich denke, dass ganz viele einfach nur neidisch sein werden...

...in diesem Sinne allen einen schönen Tag

CABAC
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Re: Gewächshausfundament

Beitragvon lorbaer » 25. Juni 2009, 20:50

Hallo Cabac,

Danke der Nachfrage. Es gab in der Tat schon den ersten Spatenstich, nur nicht da, wo das GH mal hinsoll:-) Anfang der Woche kam die Hiobsbotschaft vom Elektriker, dass wir an der vorhandenen Stromleitung im Nebengebäude auf gar keinen Fall neue Stromabnehmer anschließen können, da nur eine zweiadrige Leitung vorhanden ist. Ergo, wir müssen vom Haus ein neues Erdkabel quer über die gepflasterte Einfahrt verlegen... Das war sozusagen der worst case, der passieren konnte. Nun haben wir gestern schon fleissig gegraben, aber es geht nur mühevoll voran, da überall Bauschutt vergraben ist und hier und da unvermutete Rohrleitungen auftauchen. Und heute goss es wie aus Kannen, so dass die Plane ständig voll Wasser läuft.

Was wir noch brauchen könnten, wäre ein Tipp für die GH-Heizung: Wir dachten erst an Umluft, sind jetzt aber doch wieder bei einer Gebläseheizung. Was denkst Du denn, was besser ist? Alle anderen Mitleser hier im Forum sind natürlich auch herzlich gern um ihre Meinung gebeten!

Viele Grüße von Lorbaer u. Samosa

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Re: Gewächshausfundament

Beitragvon CABAC » 27. Juni 2009, 05:09

Hallo Lorbaer und Samosa,

Glückwunsch zu diesem bedeutenden Schritt! Damit seid ihr dem Himmel ein Schritt näher. Was die Buddelei des Kabelkanals anbelangt, habt Ihr mein Mitgefühl. Als ich kürzlich die Vorderfront unseres Kellers freigelegt hatte, kamen auch allerlei seltsame Gegenstände zutage. Öfters kam der Gedanke, dass ich mich im Lebensraum eines Unbekannten bewegen würde.
Habt ihr bei der Grundsteinlegung an das Dankopfer für Pachamama gedacht? Es müssen ja keine Lamaföten sein.

Bezüglich der Heizungsfrage solltet Ihr mal einen Blick in Wärmeberechung des Herstellers werfen. Da Ihr ein handelsübliches GH gekauft habt, müsste eine solche Berechnung bei den Unterlagen sein; wenn nicht sofort anfordern. Ob nun Gebläseheizung (Heizlüfter) oder Umluftheizung. Ob nun in der kalten Jahreszeit gerade frostfrei oder wohltemperiert geheizt werden muss, solltet Ihr das Lüftungsproblem nicht vergessen. Damit meine ich nicht die Anzahl / Flächengröße der Fenster oder Lüftungsklappen, sondern Anzahl, Leistung und Ausrichtung der Ventilatoren. Mit diesen kann man in Winter eine verhältnismäßig kleine Gebläseheizung deutlich obtimieren und im Sommer werden die Stauzonen mit hohen Temperaturen vermieden. Ich habe mit zwei Ventilatoren, die sich die Luft zuschaufeln sehr gute Erfahrung gemacht. Die Schaltintervalle passe ich den Jahreszeiten an, d.h. im Winter von 05:00 Uhr bis 08:00 und im Sommer von 14:00 bis 17:00 Dauerbetrieb, sonst 1/4 Stunde.

Frohes Schaffen und denkt daran, mit jedem Handschlag seid Ihr Traumziel näher...

...in diesem Sinne herzliche Grüße

Euer

CABAC
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Re: Gewächshausfundament

Beitragvon Cay » 26. Juli 2009, 20:15

Hallo Cabac,
hier ein kleiner Zwischenstand unserer Baustelle. Mit unserem Kassenwart haben wir nun das Fundament fertiggestellt.
viele Grüße aus dem Norden
Samosa
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Re: Gewächshausfundament

Beitragvon CABAC » 28. Juli 2009, 06:05

Hallo Lorbaer und Samosa,

das Fundament sieht ja schon super aus!

Aber wo ist die Dehnungs bzw Ziehharmonikafuge ?

Wann geht es weiter ?

Ich fiebere mit Euch in diesem Sinne alles Gute

Euer
CABAC*

*= im richtigen Leben Herbert Thiele aus Paderborn
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Re: Gewächshausfundament

Beitragvon Cay » 11. August 2009, 19:11

Hallo Cabac,

...hier ein weiteres update.
Der Stand vom 11.08.2009. Das Gewächshaus kommt morgen :-)

viele Grüße
Samosa
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IMG_8275.JPG
Frisch geschütteter Estrich Beton mit Bewährungsmatten.

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Re: Gewächshausfundament

Beitragvon CABAC » 12. August 2009, 06:45

Hallo Hedwigholzbein (Lorbaer und Samosa),

Danke fürs Foto mit dem Baufortschritt, sieht toll aus Euer GH-Fundament.

Dann bekommen Euere Schätzchen doch noch in diesem Jahr eine neues Heim. Das sieht nach viel Platz aus. Dann kann ich ja das Weihnachtssamenpäckchen etwas üppiger bestücken oder ?

Wenn es Euch recht ist, werde ich mir Euer Prachtstück im Oktober anschauen (muss mal wieder beim Kind nach dem Rechten schauen)

...in diesem Sinne frohes Schaffen (gute Besserung und guten Heilungsverlauf für die kaputte Sehne)

Euer

CABAC *

*= im richtigen Leben Herbert Thiele aus Paderborn
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