Digitalisierung von Dias

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WoBo
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Re: Digitalisierung von Dias

Beitragvon WoBo » 16. August 2013, 19:56

Guten Abend!

Detlev hatte schon die Möglichkeit erwähnt, die Dias nicht zu scannen, sondern abzufotografieren. Hier ein Link zu einer entsprechenden Bastelanleitung http://foto.beitinger.de/dias_digitalisieren/index.html.
Ich habe es noch nicht ausprobiert, aber die Beschreibung macht auf mich einen ziemlich fundierten Eindruck, vor allem aufgrund der ausführlichen Hintergrundinformationen (sehr systematische Darstellung der verschiedenen zu beachtenden Fehlermöglichkeiten).

Falls Du es ausprobierst, berichte doch bitte mal über Deine Erfahrungen - ich habe da auch noch so einen Wandschrank ...

Bis neulich
Wolfgang

perez-suares
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Re: Digitalisierung von Dias

Beitragvon perez-suares » 18. Januar 2015, 18:15

Im letzten August fragte ich mal an wegen des Digitalisierens von alten Dias, ich bin dabei geblieben und verschicke
nach und nach meine alten Dias. Von Herrn Reppenhagen erhielt ich vor vielen Jahren ein Kiste mit Dias seiner ersten
Mexikoreisen, Dias im Glasrahmen und schon sehr verblasst.
Jetzt ließ ich einige Bilder zur Probe aus ca. 1954 digitalisieren, die Bilder bearbeitete ich noch nach, hier das Ergebnis:
Dateianhänge
Pico de Orizaba (800x549).jpg
Monte Alban (800x538).jpg
3_010 (800x549).jpg
3_005 (800x530).jpg
Reppenhagen in Mexiko, 1954 (546x800).jpg

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CABAC
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Re: Digitalisierung von Dias

Beitragvon CABAC » 19. Januar 2015, 17:53

Hallo perez-suares,

wolltest Du die scans so lassen?

Ich finde alle haben jede Menge Nachbearbeitungsbedarf:
Reppenhagenm8.jpg


L.G.

CABAC
Es gibt nur einen Grund, warum es sich lohnt alt zu werden: Die Verwirklichung der Kindheitsträume!

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WoBo
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Re: Digitalisierung von Dias

Beitragvon WoBo » 19. Januar 2015, 19:50

Die grundsätzliche Qualität der Scans ist für uns natürlich nur schwer zu beurteilen, weil wir den Zustand der Dias nicht kennen. Aber dass die gezeigten Scans schon bearbeitet sind, sieht man ihnen wirklich nicht so direkt an ... Da ist in der Tat noch einiges herauszuholen, v.a. bei den verschiedenen Farbstichen und Kontrast, unabhängig davon, ob diese Fehler beim Scannen oder durchs Altern der Dias verursacht wurden. CABAC hat gut gezeigt, was da "mal eben" noch möglich ist.
Auch noch zu beachten: Bei der Bearbeitung möglichst einen kalibrierten Bildschirm benutzen! Was z.B. am (meist nicht kalibrierbaren) Laptop gut aussieht, kann an einem anderen Gerät oder über Beamer völlig daneben sein.

Bevor ich letztes Jahr begonnen habe, einige meiner Dias scannen zu lassen, habe ich mal verschiedene Labors getestet (selber scannen kommt für mich aus Zeitgründen nicht in Frage). Gewisse Unterschiede hatte ich ja erwartet, aber dass die sooo heftig ausfallen können, hat mich dann doch sehr überrascht: Farbstich und -sättigung variieren fröhlich vor sich hin, Auflösung / Schärfe / Bildrauschen / automatische Schmutzbeseitigung mal so, mal so, Bildbeschnitt bemerkenswert variabel, und in einem Fall sogar seitenverkehrter Scan ...
Die Preise lagen zwischen 12 Cent und 2,- € je Scan; die teuersten waren übrigens die schlechtesten.

Hier mal ein paar Beispiele (ohne weitere Nachbearbeitung, außer natürlich Verkleinern fürs Forum):

Ermita San Telmo in Puerto de la Cruz
19901110-2025.jpg

19901110-2025a1.jpg

19901110-2025a2.jpg

19901110-2025a3.jpg


Mesembryanthemum nodiflorum
20020306-1625.jpg

20020306-1625a1.jpg

20020306-1625a2.jpg

20020306-1625a3.jpg


Euphorbia atropurpurea
20060526-1208.jpg

20060526-1208a1.jpg

20060526-1208a2.jpg

20060526-1208a3.jpg


Tajinaste rojo (Echium wildpretii)
20060529-1633.jpg

20060529-1633a1.jpg

20060529-1633a2.jpg

20060529-1633a3.jpg


Nach dem Scannen bleibt also auch bei hochpreisigen Scans mit schon ziemlich guter Qualität noch ein bisschen was zu tun übrig.

Bis neulich
Wolfgang

Pilosomann
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Re: Digitalisierung von Dias

Beitragvon Pilosomann » 20. Januar 2015, 20:55

Das ist wirklich eine spannende Frage! Besonders, wenn es um echte Zeitgeschichte geht.

Ich kenne mich mit der DKG-Struktur ja nicht so gut aus, aber wäre das nicht eine Aufgabe/ein Service, den die DKG anbieten könnte?
Viele Mitglieder bedeuten doch, dass ein größeres Gerät angeschafft und dann an Ortsgruppen verborgt werden könnte.

Nur mal so eine Idee vom

Pilosomann

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Re: Digitalisierung von Dias

Beitragvon CABAC » 22. Januar 2015, 07:12

Hallo Pilosoman,

ebenso wenig wie ich irgend ein Teil meiner Fotoausrüstung - und da gehört meine Scanner zweifellos dazu- in fremde Hände geben würde, kann ich mir nicht vorstellen, dass die DKG hochwertige Scanner leihweise an die OG's abgeben würde. Völlig abgesehen davon, dass bei diesen ja immer auch die Treiber und Bearbeitungsoftware "mit verliehen" werden müssen und Privatnutzer nicht so ohne weiteres selbst bei Wechsel der PC diese nutzen können.

perez-suares, aus schlechten, weil schon von vornherein unscharfen, Dias lassen sich auch mit aufwendiger Bearbeitung keine guten digitalen Fotos machen:

3_005.jpg


Zum Thema Selber machen (mit eigenem Scanner) oder machen lassen, noch eine Einlassung. Habe mit beiden meine Erfahrung. Wohl zu den ärgerlichsten Begebenheiten gehörte eine Aktion, wo ich Scannaufträge von Kodacrome 25 Dias an das wohl beste Fotogeschäft in der lebenswertesten Stadt Westfalens (das ist die mit den vielen Fahrrädern) erteilt habe, mich aber angesichts durchgängiger Gelbstichigkeit geweigert habe, diese Aufträge zu bezahlen. Eine Aushilfe an dieses Gerät zusetzten und mit der Anweisung, scann mal eben 15 Filme ein, ging nicht gut.

Ich liebe das, was ich im Laufe meiner langen Zeit fotografiert habe. Also schaffte ich mir die entsprechende Ausrüstung an und nun bin ich zufrieden, auch wenn es umständlich ist und viel Zeit kostet.

L.G.

CABAC

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Re: Digitalisierung von Dias

Beitragvon Pilosomann » 22. Januar 2015, 18:19

Mit deinen Einwänden hast du natürlich Recht, CABAC!

Und mit der Aussage, dass Münster eine schöne Stadt ist :)

Wenn man eine gute und teure Ausrüstung (natürlich) nicht gerne aus den Händen gibt, könnte doch aber jemand im Auftrag der DKG wenigstens historische Aufnahmen dort durch Digitalisieren sichern. Ist halt eine Idee. Ob das machbar ist, weiß ich nicht.
Es geht so viel Geschichte verloren, weil Nachlässe zu nachlässig behandelt werden... Und wenn jemand Interesse an diesem Ehrenamt hätte, wäre das eine gute Sache (Um es gleich zu sagen: Ich habe noch nicht diese Zeit).

Pilo

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Re: Digitalisierung von Dias

Beitragvon kahey » 23. Januar 2015, 07:49

Hallo zusammen,
ich find den Vorschlag von Pilosomann für sehr gut, bei der DKG ein Ehrenamt zu schaffen wo die Dias von einer Person gescannt werden können dann bleibt das Gerät in einer Hand.

Mit freundlichen Grüßen
Dieter
Viele Grüße
Dieter

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Re: Digitalisierung von Dias

Beitragvon detmet » 25. Januar 2015, 12:41

Es ist sicher unrealistisch, dass die DKG einen Diascanner anschafft, damit einige Mitglieder ihre privaten Diasammlungen scannen können.
Aber wer meint, dass er bedeutende Dias von historischem oder wissenschaftlichem Wert hat, die er gerne für die Nachwelt erhalten möchte, der kann sie der DKG-Mediathek spenden. Dort würden sie auch gescannt (Eignung vorausgesetzt) und dann allen DKG-Mitgliedern und Ortsgruppen der DKG zur Verfügung stehen. Das Ehrenamt gibt es also in der DKG schon: Herr Haugg investiert hier dankenswerterweise schon seit vielen Jahren viel Zeit in die Mediathek (http://www.dkg.eu/cms/cs/index.pl?navid=Mediathek_1043&sid=c) und die notwendige technische Ausrüstung wurde auch von der DKG angeschafft. Dies für alle Mitglieder, die sich dort Serien ausleihen wollen, aber nicht für das Scannen privater Dias.

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Re: Digitalisierung von Dias

Beitragvon Cay » 9. Juli 2016, 19:30

Hallo zusammen,
Eigentlich hat Detmet zum Thema Dias und DKG schon alles gesagt, einen Kommentar hätte ich dennoch.
Wem der Anschaffungspreis oder die technischen Herausforderungen zu groß sind, der wird eigentlich in jeder größeren Stadt einen entsprechenden Dienst finden.
In der Nähe meines Wohnortes gibt es zum Beispiel einen guten Dienst der mit hochwertigen Geräten alle möglichen Wünsche erfüllt.
Viele Grüße
Cay


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