Erste Bilder mit dem neuen Objektiv

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davissi
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Re: Erste Bilder mit dem neuen Objektiv

Beitragvon davissi » 13. Januar 2013, 11:37

Hallo zusammen,


@Herbert
Danke für deinen Hinweis zur Abgrenzung der Makro- zur Nahfotografie.

@Wolfgang
Der Abbildungsmaßstab…gute Frage. Im Netz kursieren zwei Werte:
- 0,38 (also ~ 1:2,63) (Kleinbild)
- 1:5

Da aber der Abbildungsmaßstab meines Wissens unabhängig vom Sensor angegeben wird, ist es eigentlich egal, ob Kleinbild dahinter steht oder nicht. Ich habe da ein schönes Tool gefunden und damit den ABM für ein Bild berechnet (dauert aus dem Kopf doch ein wenig länger…):
http://www.elmar-baumann.de/fotografie/ ... bbm-g.html
Macht bei 200mm Brennweite und 1m Abstand etwa 1:2,2. Das würde in etwa mit dem ersten Wert übereinstimmen…

Wie dem auch sei, ich habe zwei Bilder nochmals bearbeitet, der Hintergrund ist farblich ähnlich der ersten Version, das Bild selbst ist aber trotzdem ein wenig heller. Findet ihr das besser oder ist es weiterhin noch zu dunkel? Ich werde mich später noch einmal ins Gewächshaus begeben…

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CABAC
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Re: Erste Bilder mit dem neuen Objektiv

Beitragvon CABAC » 13. Januar 2013, 11:55

Hallo David,
also die Sensorgröße ist für den Abildungsmasstab völlig unerheblich. Denn der wird durch die Brennweite des Ojektives bestimmt. Ober was glaubst Du, wie es früher möglich war, ein Motiv für das Filmformat 24x36 oder gar noch besser mit Mittelformat 6x6 formatfüllend abzulichten. Für Smartphones gibt es sogar schon Televorsätze oder Adapter für Microskope die Umsetzung "Formatfüllend" problemlos möglich machen.

Deine letzten Bilder sind immer noch zu dunkel. Zu dunkel heist, es fehlt an Licht. Wenn Du nicht Blitzen willst, strahl doch dein Motiv mal mit einer LED an oder geh mal in das Menue Deiner Kamera und gib ihr den Befehl das Bild nicht mit dem automatischen Weißabgleich und mit einem anderen Licht zu fotografieren.

Alles Gute

CABAC

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Thomas Brand
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Re: Erste Bilder mit dem neuen Objektiv

Beitragvon Thomas Brand » 13. Januar 2013, 17:50

Moin,

Davids Bilder im ersten Post sind nicht schlecht. Etwas dunkel, aber nicht sooo dunkel, finde ich (das ist Geschmackssache). Überhaupt ist das eine ganz bemerkenswerte Entwicklung von David. Ich wäre in seinem Alter niemlas in der Lage gewesen, so gut zu fotografieren (OK, ist auch 30 Jahre her ... und die Technik ist jetzt eine ganz andere).

David, versuche mal eine Belichtungsreihe. So etwas ist üblich bei Makrofotografie. Da sich unsere Objekte selten bewegen, ist das auch kein Problem. Manche Kameras bieten das automatisch an (machen als nach einmal Auslösen drei Bilder mit unterschiedlicher Belichtung). Wenn nicht, beeinflusse die Belichtungsdauer oder blende auf bzw. ab.

Bei genereller Veränderung der Helligkeit werden die Farben leicht flau. Daher muss der Kontrast auch korrigiert werden. Wie weit? Geschmackssache! Manche mögen harte Kontraste, andere eher milde Übergänge.
Wenn ein Bildbearbeitungsprogramm es her gibt, versuche mal, "Mitteltöne" zu verändern. Das hat den Effekt, dass das Schwarz nicht vergraut oder verblaut.

beste Grüße
Thomas

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davissi
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Re: Erste Bilder mit dem neuen Objektiv

Beitragvon davissi » 13. Januar 2013, 23:15

Hallo Thomas,


vielen Dank auch für deine Meinung!

Da werde ich mal schauen müssen, bisher habe ich noch nirgends eine automatisierte Möglichkeit bei der G2 dazu gesehen, aber das lässt sich ja auch sehr einfach manuell machen.
Die Mitteltöne kann ich übrigens mit meinem Bildbearbeitungsprogramm verändern, die ersten Versuche verliefen zu meiner Zufriedenheit, man kann auch recht genau damit arbeiten. Es dauert zwar (zur Zeit?) noch ein wenig länger als vorher, aber ich denke, das Ergebnis ist dieser geringe Zeiteinsatz wert! Das Bild mit Turbinicarpus beguinii ssp. francii (verm. n.n.) wurde übrigens damit bearbeitet. Danke für den Hinweis!

Wie angekündigt, war ich heute nochmals im GH und habe nochmals einige Bilder gemacht. Endlich auch mal eine formatfüllende Aufnahme einer Areole:
Bild
Turbinicarpus beguinii ssp. francii (verm. n.n.), El Chiflon, COAH., MZ 197

Bild
Turbinicarpus beguinii ssp. francii (verm. n.n.), El Chiflon, COAH., MZ 197

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CABAC
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Re: Erste Bilder mit dem neuen Objektiv

Beitragvon CABAC » 14. Januar 2013, 05:48

Hallo David,
Deine letzten Bilder sind gut, auf jeden Fall so hell, daß ich sie auf meinem kalibrierten Monitor ohne weiteres als gute Fotos erkennen kann.

Warum ich mit einem kalibrierten Monitor sitze, ist ein anderes Thema, wozu ich eventuell mal etwas schreiben kann.

Ich finde es auch bemerkenswert wie Du Dich mit Thema auseinandersetzt. Da wachsen Drei zusammen und werden ein erfolgreiches Theam.

Das ist heutzutage viel schwieriger als vor 35 Jahren, Thomas. Denn damals hatte ich ziemlich schnell heraus, wie ich mit meiner MINOLTA SRT 101b mit dem 50 mm 1:1,7 + Zwischenringen oder sogar mit 2 28 mm Weitwinkelobjektive in Retrostellung sehr gute Nahaufnahmen machen konnte. Wer ein Balgengerät hatte war König. Nur damals konnte man seine Fotografien (Belichtungsreihen) erst begutachten, wenn der Film aus der Entwicklung zurückbekam.

Das ist heute anders.

Aber ich habe noch keine Antwort auf meinen Beitrag mit den beiden Vergleichsfotos. also mit welchen Objektiv habe ich welches Bild gemacht. Man kann es sehen.

Macht's gut

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Re: Erste Bilder mit dem neuen Objektiv

Beitragvon davissi » 14. Januar 2013, 07:05

Guten Morgen Herbert,


schön, freut mich wenn sie jetzt gefallen. Die Antwort auf die Frage, warum Du mit einem kalibirierten Monitor arbeitest, würde mich auch interessieren, zumindest im Privatbereich (?).

Verwendest Du heute auch noch Balgen, Zwischenringe und Objektive in Retrostellung? Ich habe bisher (im KuaS-Bereich) nur eine Person kennengelernt, welcher das "Altglas" noch an den digitalen Kameras (Olympus Pen, wenn ich mich recht erinnere) verwendet.

Hm, die Vergleichsfotos… Meinst Du mit "man kann es sehen" den weißen Punkt im Hintergrund? Ich tippe darauf, das das zweite Bild mit dem 100mm gemacht wurde.

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Re: Erste Bilder mit dem neuen Objektiv

Beitragvon CABAC » 14. Januar 2013, 08:38

Hallo David,

ja, ich verwende ab und zu auch noch mein Altglas (Samenfotografie) Mit ein wenig Trixerei lässt sich die 60D und meine gute alte 350D dazu überzeugen, auch mit diesen Linsen Fotos zu machen. Es gibt für alles Adapter und die einzige Hürde ist, dann die Intelligenz der Kamera temporär lahmzulegen und sich nicht nach jeder Aufnahme an "ERROR 90" zu stören.

Habe einmal den Fehler gemacht und habe meine Minoltagehäusesammlung verkauft. Gott sei Dank, nicht die alten Rokkore (stammen oder sind zusammen mit Leica gebaut worden) . Und so ist der Fotoschrank voller Altglas (16 O) welches hoffentlich niemals einen Altglaskontainer sehen wird. Gleichfalls werden auch noch ein paar Minolta-Gehäuse, AF-Kameras und eine Mittelformatausrüstung in Ehren gehalten.

Aber nun zu meinen beiden Bildern und Deiner Antwort. Du liegst verkehrt, Bild 1 ist mit dem 100mm gemacht worden. Denn mit dem 100 mm musste ich einen Mindestabstand von 32 cm einhalten, während ich mit dem 60mm viel näher an das Motiv rann konnte. Deshalb ist es auch heller und man kann somit auch den Fussel an der Samtfolie erkennen. Es kam mir ja darauf an, den gleichen Bildausschnitt darzustellen.

Es sind übrigens Studioaufnahmen:
271a1m8.jpg

Die Ausleuchtung erfolgt per LED (vier von oben und drei von unten - billige aus dem Möbeldiscounter). Hast Du das mal ausprobiert ?

s.l.

CABAC
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