Stativ Ja oder Nein

Regenbogen21
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Stativ Ja oder Nein

Beitragvon Regenbogen21 » 22. Januar 2011, 11:24

Ich nehme die gute Anregung von CABAC auf, versuche aber mit einem neuem Thema die Fragen zu gliedern.

Wie halten es die Kakteenkollegen bei Makroaufnahmen am Standort? Verwendet Ihr ein Stativ oder nehmt ihr (häufige) Unschärfen bei Handwackelaufnahmen in Kauf? Macht ein kleines Handtaschenstativ einen Sinn?

Es grüßt Euch

Regenbogen

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Kurt
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Re: Stativ Ja oder Nein

Beitragvon Kurt » 22. Januar 2011, 11:40

Hallo Regenbogen,
meine Standortaufnahmen sind alle aus der Hand mit einer Panasonic Lumix FZ50 gemacht. Bin durch die Bank zufrieden mit den Ergebnisse. O.K. ab und zu ist auch mal etwas unscharf, aber ich versuche immer, die Kamera am Körper abzustützen. Schön ist bei dieser Kamera auch das ausklappbare Display, d. h. man braucht sich nicht auf den Boden zu legen, um durch den Sucher zu schauen. Ich nehme zwar auch ein kleines Stativ mit, aber dann bin ich doch zu faul, das ganze Zeug mit ins Gelände zu schleppen, bei der Hitze....
Grüsse Kurt

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Echinopsis
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Re: Stativ Ja oder Nein

Beitragvon Echinopsis » 22. Januar 2011, 11:45

Ich verwende bei meinen Macroaufnahmen grundsätzlich immer ein Stativ.

Kurt hat geschrieben:...sind alle aus der Hand mit einer Panasonic Lumix FZ50 gemacht...


Echt? Ist ja witzig! Habe mir jetzt (vor 2 Wochen) die Panasonic Lumix FZ38. Bin bisher sehr zufrieden damit.

lG;
Daniel

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Kurt
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Re: Stativ Ja oder Nein

Beitragvon Kurt » 22. Januar 2011, 11:58

Hallo Regenbogen,
das habe ich eben vergessen: Ich habe ein kleines Stativ mit Kugelkopf dabei: das Manfrotto 785 B.
Grüsse Kurt

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Argo
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Re: Stativ Ja oder Nein

Beitragvon Argo » 22. Januar 2011, 12:05

ich habe ein Lumix FX 3 obwohl sie so klein ist, macht sie super Nahaufnahmen. Stativ ist vorhanden aber benutze es nicht.
Bild

Asclepidarium
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Re: Stativ Ja oder Nein

Beitragvon Asclepidarium » 22. Januar 2011, 12:23

Hallo zusammen,

ich mache die Aufnahmen im Gelände grundsätzlich nur mit aufgelegter Kamera. Ein direkter Vergleich mit und ohne bei schon geringer Vergrößerung zeigt fast immer deutliche Unterschiede. Mit Auflegen ist das Bild immer selbst bei sehr kurzen Verschlusszeiten schärfer. Spätestens bei einem Vortrag sieht man es dann.
Ich benutze dazu im Gelände entweder die Kameratasche selbst (ist nicht wirklich klein bei mir) und diese wird dann auf dem Boden oder dem Knie aufgelegt oder die Kamera wird direkt auf das Knie (s. Foto) aufgelegt und ich bin in einer festen Hocke.
Alternativ, wenn ich es nicht zuhause vergesse, dass klassische alte Bohnensäckchen, auf dem die Kamera dann liegt und so hingedrückt werden kann, wie man es braucht. Selbst das kleine Tischstativ (s.u.) habe ich im Gelände aus Gründen des Gewichts nicht dabei (die Kamera reicht mir an Gewicht.)

Zuhause benutze ich immer ein kleines Tischstativ und einem großen Kugelkopf von Manfrotto. Bei längeren Belichtungszeiten und stärkeren Vergrößerungen werden die Bilder grundsätzloich immer nur noch mit Spiegelvorauslösung gemacht.

Viele Grüße

Uli
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DSC_5243.JPG
Viele Grüße

Ulrich Tränkle

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Kurt
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Re: Stativ Ja oder Nein

Beitragvon Kurt » 22. Januar 2011, 13:06

Hallo Uli,
das meinte ich mit "Kamera am Körper abstützen". Das mit dem Bohnensack hat mir auch mal ein leider verstorbener Nachbar empfohlen. Man kann sich ja gut einen leeren Beutel mit auf die Reise nehmen (mit Reißverschluß) und kauft sich z. B. in Mexico für billiges Geld die Bohnen und füllt sie ein. Diese Idee ist mir jetzt wieder neu aufgekommen. Den Inhalt kann man nach Abschluß der Reise sogar noch gut verschenken.
Grüsse Kurt

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Re: Stativ Ja oder Nein

Beitragvon CABAC » 22. Januar 2011, 13:35

Hallo zusammen,

angesichts der Tatsache, dass man Bilder und Gelegenheiten sehr wahrscheinlich nur ein Mal bekommt, antworte ich mal " Ja "! Und nur selten verzichte ich auf das Stativ.

Und weil das so ist, ist diese Position im meiner Ausrüstung zwei Mal belegt:

Benbo minitrekker
Benbo-trekker-klein.jpg

auf Reisen

und zu Hause so: Benbo MK2

Planzenfotografie_M8_001.jpg


Beides mit einem Manfrottokopf und Schnellspannplatten. Bin nach wie vor begeistert von den Einsatzmöglichkeiten...

…in diesem Sinne wünsche ich allen ein schönes sonniges Wochenende

Euer

CABAC
Es gibt nur einen Grund, warum es sich lohnt alt zu werden: Die Verwirklichung der Kindheitsträume!

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Re: Stativ Ja oder Nein

Beitragvon scoparius » 23. Januar 2011, 17:57

Interessantes Thema,
hat jemand Erfahrungen mit einem einbeinigen Stativ für die Aufnahme am Standort?

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Re: Stativ Ja oder Nein

Beitragvon nobby » 23. Januar 2011, 18:22

Hallo,

wirklich ein interessantes Thema.
Vor jeder Reise wird das Thema bei uns intensiv diskutiert und wir haben auch schon einiges getestet.
Ein "Einbein" habe ich auf zwei Reisen für die Videokamera eingesetzt. Sicherlich besser als kein Stativ aber keine echte Alternative.
Ich denke, dass es noch weniger beim Fotoapparat hilft. Kakteen sind ja auch normalerweise dicht am Boden.
Auf der letzten Reise habe ich erstmalig mit einem "echten" Stativ (Cullmann) gearbeitet - ich verstehe nicht, warum ich das nicht schon früher gemacht habe. Es gibt dazu keine gute Alternative, auch wenn das Herumschleppen etwas nervt. Aber die Wackler nacher bei der Bearbeitung sind noch viel nerviger!
Elisabeth hat diesmal auch die Methode mit dem Körner-Säckchen (z.B. Körnerkissen) getestet. Wenn es nicht für die Kamera eingesetzt wurde, hat sie es auch für Knie oder Ellbogen zum Aufsetzen benutzt - eine echte Erleichterung z.B. auf steinigem Boden.
Egal ob Körner-Säckchen oder Stativ - man muss es halt ins Feld mitnehmen. Da gibt es kein Pardon.
Bei Makro-Aufnahmen mit Kompakt-Kamera kann man sicherlich aus der Hand fotografieren. Bei DSLR-Kameras braucht man für eine gute Tiefenschärfe entweder eine sehr ruhige Hand, einen Ringblitz oder eine von den genannten Stabilisierungshilfen.

Schöne Grüße
Lisi und Nobby

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Re: Stativ Ja oder Nein

Beitragvon Regenbogen21 » 23. Januar 2011, 18:51

Besten Dank für die zahlreichen hilfreichen Beiträge.
Noch einige weitere Fragen:
Die Säckchenidee finde ich gut, zumal bei leicht erreichbaren Pflanzen am Boden. Ist bei diesen Pflanzen ein (Profi)stativ wie zum Bsp. "Cullmann" nicht zeitaufwendig und lästig? Hilft das Stativ nicht vor allem bei Pflanzen am (senkrechten) Hang in Kopfhöhe? Stehen aber die schönsten Pflanzen nicht immer so entfernt, dass ein Stativ wenig hilft? Nobby, wie viel % der Pflanzenaufnahmen hast Du mit Stativ gemacht?
Die Qualität der Makroaufnahmen mit der digitalen Spiegelreflexkamera ohne Stütze bleibt nur zufriedenstellend bei beachtlichem Ausschuss. Nachbearbeitung verbessert die Qualität ins gut, ist aber oft erkennbar!
Wieso machen sich bei Kompaktkameras Mikrowackler weniger bemerkbar als bei Spiegelreflex?

Schönen Abend

Regenbogen

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Re: Stativ Ja oder Nein

Beitragvon Cay » 23. Januar 2011, 22:15

Hallo,
also, ich habe ein "großes" Culllmann Stativ und noch zwei kleinere sowie ein "Einbein".
Das Einbein hat mir nicht wirklich geholfen und liegt seit zweimaliger Nutzung in der Ecke. Die kleineren, die auch mal in eine größere Jackentasche passen, sind schon sehr praktisch wenn man "nur mal eben" das Haus verläßt.
Das "große" Stativ ist für gute Aufnahmen einfach unentbehrlich.
Unterwegs kann man aber auch schon einmal recht gut improvisieren, sei es mit dem Knie oder mit irgendwelchen anderen "Gegenständen", Bäumen oder Sonstigem.
Was die Flexibilität angeht so muss ich sagen das man die paar Handgriffe schnell drauf hat. Ich erwische mich nur immer wieder dabei, das man dochmal ein paar sekunden nachdenken muss wenn das Stativ ein halbes Jahr in der Ecke lag.

Viele Grüße
Cay


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