Kulturerfahrungen Aporophyllum

Benno
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Kulturerfahrungen Aporophyllum

Beitragvon Benno » 13. März 2011, 12:40

Hallo,

habe vor ca 3 Jahren mehrere Stecklinge erhalten. Die wachsen recht gut,
geblüht haben sie noch nicht. Meine Erfahrungen mit Epi und Co.halten sich sehr in Grenzen,
besitze ca. 12 Pflanzen.

Meine Sorten von Aporphyllum :
A. schneeweiss
A. Klothilde Neuwerk
A. susan
A. comtessa
A. carolina
Alle in einem großen Topf.

Wer hat mit solchen Pflanzen Kulturerfahrungen bzw. kann mir hierzu
ein paar Tipps geben ?

Gruß
Benno

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Argo
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Re: Kulturerfahrungen Aporophyllum

Beitragvon Argo » 13. März 2011, 23:13

Ich hoffe, dass ich hier nichts falsches schreibe, hier gibts mindestens zwei User die kennen sich damit hervorragend aus.
Die Pflanze braucht sehr viel Licht, Wenn die Möglichkeit besteht, sollte die Pflanze im Frühjahr und Sommer draußen stehen oder hängen.
In der Wachstumsphase brauchen sie sehr viel Wasser, das Substrat sollte immer feucht sein. Staunäße ist dabei zu vermeiden, die feinen Haarwurzeln mögen das Austrocknen und auch keine Staunäße.
In der Überwinterung sollte man nicht soviel gießen aber das Substrat sollte nie ganz austrocknen.
Im der Hauptwachstumszeit benötigen sie mindestens Zimmertemperatur, draußen im Sommer dürfte das ja kein Problem sein.
Bei den Überwinterungstemperaturen streiten sich die Geister, manche halten sie zwischen 7-10°C andere so bei 8-15°C. Ich halte meine dreie zusammen mit den Epis bei ca 12°C. geht auch nicht anders.
Als Substrat verwende ich das gleiche wie bei den Epis. Haltgebend aber durchlässig.
Umtopfen würde ich sie erst, wenn der Pflanzenbehälter sehr gut durchwurzelt ist. Dann einen Topfnummer größer wahlen.
Meine dünge ich genauso wie dei Epis, ich verwende teils handelsüblichen Dünger (Billigmarken) aber nicht die normale Dosierung, sondern nur 1/4 davon aber davon wöchentlich oder je nach Temperatur 2mal die Woche.

So und nun hoffe ich, dass ich nicht von den Spezialisten einen auf den Deckel bekomme :D

Gruß Argo
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Benno
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Re: Kulturerfahrungen Aporophyllum

Beitragvon Benno » 17. März 2011, 22:43

Hallo Argo,

danke für die Infos.
Die Pflanzen werden bei 12 ° überwintert und sind ab Frühsommer
in einem großen Kirschbaum einquartiert.
Weißt du, ab welchem Alter die Pflanzen blühen ?

Gruß
Benno

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Argo
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Re: Kulturerfahrungen Aporophyllum

Beitragvon Argo » 18. März 2011, 21:49

Bei Epis weiß ich es ungefähr aber hier bin ich ein bisschen überfragt, versuche es mal heraus zufinden.

Gruß Argo
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Re: Kulturerfahrungen Aporophyllum

Beitragvon WalleW » 19. März 2011, 10:32

Hi
Meine Aporos stehen im WQ bei etwa 10-12°C, wie alle meine Epis auch!
Für mich hat sich diese Temperatureinstellung als ideal erwiesen, zumal ich auch die empfindlicheren Disos und die wilden Epiphyllum im gleichen Raum überwintere. Auch fiel mir auf, dass durch die wärmere Überwinterung kaum Flecken und glasige Blätter gibt.

Mit der Blüte verhält es sich wie bei den Epis. 3-5 Jahre als Standard, mit gelegentlichen Frühzündern und auch blühfaulen und spät zur Blüte kommenden Hybriden.
Benno hat geschrieben:Meine Sorten von Aporphyllum :
A. schneeweiss
A. Klothilde Neuwerk
A. susan
A. comtessa
A. carolina
Alle in einem großen Topf.


Besser vereinzeln und anfangs in kleinen Töpfen (Ampeln) kultivieren. Zuviel Platz im Topf wirkt sich negativ auf das oberirdische Wachstum aus und kann bei schlecht abtrocknendem Substrat zu Wurzelschäden führen! Frisches Substrat wirkt zudem oft Wunder was Wuchs und Blüte angeht :P
Ich verwende die ersten 1-2 Jahre kleine 7er Töpfe, danach kleinere (12-15er)Ampeln. Nach etwa 5-10 Jahren stehen die Pflanzen dann in 20-30er Ampeln (je nach Wuchsleistung)
Viele Grüße WalterBild

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Re: Kulturerfahrungen Aporophyllum

Beitragvon Ruhe » 20. März 2011, 10:06

Hallo,
seit einigen Jahren habe ich auch Aporophyllen. Am Anfang hatte ich kein Glück mit den Pflanzen. Sie ticken eben einwenig anders als die Epikakteen, obwohl es ja eigendlich auch welche sind. Ich kultiviere meine Aporos im Winter bei 10 Grad im Gewächshaus, dann bekommen sie nur sehr wenig Wasser. Im Sommer kommen sie nach draußen. Sie vertragen etwas mehr Sonne als die anderen Epis. Man sollte sie langsam daran gewöhnen, darum räume ich oft meine Pflanzen bei bedektem Wetter aus. Die Erde kann etwas sandiger sein als bei den Blattkakteen. Stecklinge wachsen besser wenn sie zusammen stehen, das mache ich auch immer so. Aber spätestes nach 2 Jahren werden sie vereinzelt, und dann bitte nicht zu große Töpfe nehmen!! Ich habe das Gefühl, das sie bis zur Blüte eiwenig länger brauchen als Epis. Sorry wenn ich die immer mit Epis vergleiche, denn von denen habe ich eine große Anzahl. Solange deine Aporos wachsen, und im Vorwärtsgang bleiben, bin ich mir sicher, das die auch irgendwann blühen werden. LG Rudolf

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Re: Kulturerfahrungen Aporophyllum

Beitragvon Regenbogen21 » 20. März 2011, 19:52

Guten Abend

Die Aporophyllen lassen sich im Winter auch kühler halten als bei den meisten Kollegen. Bei mir müssen meine 20 Aporos morgens Temperaturen nahe 0 Grad aushalten. Der Blühfreude (jetzt beginnt gerade die Knospenbildung) tut dies keinen Abbruch, wenngleich einzelne (kältebedingte?) Flecken auftreten. Im Sommer im Apfelbaum erfolgt aber munteres Treiben.

PS: Unsere Kakteen sind viel kältetoleranter als wir erahnen. Echinocactus grusonii und Pilosocereus palmeri im Grundbeet nahe am Fenster tolerieren -1Grad Frost!!!

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Re: Kulturerfahrungen Aporophyllum

Beitragvon Benno » 20. März 2011, 22:06

Hallo miteinander,

diese vielfältigen Informationen zeigen mir, dass es sich bei Aporophyllum
um mehr als nur Pflanzen " so nebenher" handelt.
Danke für die vielen Informationen.

Habt ihr vielleicht ein paar Bilder von diesen Pflanzen ?

Habe auch einen Ableger erhalten, der sich 'Eugen' nennt.
Dem Aussehen nach wohl eher ein Aporocactus als ein Aporophyllum.
Hat jemand diesen 'Eugen' in Kultur, wie blüht dieser ?

Liebe Grüße
Benno

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Re: Kulturerfahrungen Aporophyllum

Beitragvon WalleW » 21. März 2011, 16:21

Hi

"Eugen" ist eine Kreuzung von Max Schleipfer, also ein Aporophyllum.
Die Triebe sehen D.flagelliformis ähnlich, die Blüte eher D.martianus. Vllt. eine Züchtung aus Beiden!

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Viele Grüße WalterBild

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Re: Kulturerfahrungen Aporophyllum

Beitragvon Benno » 24. März 2011, 21:10

Hallo Walter,

super Blüte, hoffe mein 'Eugen' strengt sich mal ein bischen an.

Der Ableger war ca. 5 cm lang, heute hat er 35 cm.
Bin mir nur nicht sicher, ob er in den dritten oder vierten Frühling geht.

Kultur wie Aporocactus ? Er sitzt in einem 12 cm Hängetopf.

Erkennt man nur an der Blüte das es ich um ein Aporophyllum handelt ?

Liebe Grüße
Benno

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Re: Kulturerfahrungen Aporophyllum

Beitragvon Benno » 4. Oktober 2011, 20:29

Hallo miteinander,

meine ganzen Aporophyllen ( ist das so richtig ? ) hängen unter einem großen
Kirschbaum. Dieser wurde kräftig gestutzt, so dass ein Großteil des Schattens durch das
Blätterwerk weggefallen ist.
Aufgrund des sehr guten Wetters der letzten Tage und Wochen haben die Aporos
ohne Ende ausgetrieben. Diese wachstum konnte ich in den letzten 2 bis 3 Jahren
nicht erkennen. Wie sieht es bei euch aus ?
Bitte Rückinfo

Geblüht haben sie bisher alle noch nicht.

Gruß
Benno

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Re: Kulturerfahrungen Aporophyllum

Beitragvon Argo » 4. Oktober 2011, 21:55

Bei mir und wie ich höre auch aus anderen Foren, scheint das Wetter den Epis und Aporos gut zu gefallen, alle berichten über einen unwahrscheinlichen Wachstumsschub.

Gruß Arndt
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