Puna

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Re: Puna

Beitragvon scoparius » 9. Juni 2014, 16:37

Die Blütensaison hat auch wieder begonnen.
Eine normale P. subterranea (Maihuenopsis s.) HPT926
Puna subterranea HPT926 2014 Juno01-1.jpg

Und eine ungewöhnliche, die gepfropft dieses Jahr als erste von allen Puna bei mir blühte
HUN 747/1
Puna subterranea HUN743-1 2014 Mai15-3.jpg

Hans Peter hatte sie von Cyrill erhalten und mir zur weiteren Pflege überlassen.
Puna subterranea HUN 747-1 2014 Mai29-9.jpg

Puna subterranea HUN743-1 2014 Mai15-3.jpg
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Puna subterranea HUN 747-1 2014 Mai29-14.jpg

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Re: Puna

Beitragvon CABAC » 10. Juni 2014, 06:15

...schöne HUN 747 hast Du, Jens!

Haben Dir HPT und HUN nicht berichtet, dass dieses Aggregat zu den südlichsten Vorkommen von Puna subterranea - damit weit außerhalb (ca. 180 km) des allgemein bekannten Verbreitungsgebietes von Puna subterranea gehört?

Bei El Moreno befindet sich übrigens auch das Gebiet in dem der Typus für die Erstbeschreibung entnommen wurde. HPT 747 ist wohl verwandt, hat aber wenig mit den Punas aus dem Verbreitungsgebiet rund um La Quiaca / Yavi / oder Tafna gemeinsam.

Kürzlich hat jemand eine recht teure Wette mit mir verloren, er hat nämlich ziemlich leichtsinnig behauptet, dass diese Kakteen niemals eine Puna sei, sondern ein Pterocactus.

LG
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Re: Puna

Beitragvon scoparius » 10. Juni 2014, 06:38

Hallo CABAC, schön dass Du reinschaust, war das nicht der Cyrill der Ähnlichkeiten mit Pterocactus und Puna feststellte?
Ich habe letztes Jahr übrigens einige Stecklinge aus dem Schopf abgenommen und sie im Frühjahr 2013 problemlos in Sand bewurzeln können.
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Pterocactus fischeri HPT270 2014 Juno09-3.jpg

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Re: Puna

Beitragvon CABAC » 10. Juni 2014, 07:44

Hallo Jens,

sammlungmorphologische Fakten sind selten geeignet, eine sichere Artbestimmung herbeizuführen. Aber ich stimme Dir zu, dass sich die Stecklingsbewurzelung von den El-Moreno-Pflanzen sehr viel besser durchführen lässt (als beispielsweise von Puna subterranea aus den nördlichen Arealen): sie gelingen unter meinen Kulturbedingungen immer.

Auch Aussaaten von Samen dieses Taxons / Aggregates sollen sehr viel erfolgreicher sein.

Nein, es war Cyrill der die Ähnlichkeit zwischen dieser Puna und Pterocactus festgestellt hat. Wie das Foto zeigt ist diese Puna sehr variabel:

Da einwandfrei feststeht das der Typus aus diesen Areal stammt, müssen wir wohl nun alle nördlichen Puna zu untergeordneten Arten erklären. Das würde zumindest meine Beobachtungen von der letzten Reise bestätigen.

LG

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P_sub_ElMoreno.jpg
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Re: Puna

Beitragvon Jordi » 10. Juni 2014, 17:08

CABAC hat geschrieben:...Nein, es war Cyrill der die Ähnlichkeit zwischen dieser Puna und Pterocactus festgestellt hat. ...

Herbert, Du erinnerst vielleicht, daß auch ich fast meinen Kopf dafür verwettet hatte, daß das eher ein Pterocactus als eine Puna subterranea Form ist ...bis die Blüte mich eines Besseren belehrte :oops:
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Re: Puna

Beitragvon scoparius » 10. Juni 2014, 19:27

Hallo Jordi, ich dachte auch schon das in Herberts Satz irgendwie ein Nicht fehlt. Naja dann wissen wirs ja für wen es teuer wurde. Aussaat habe ich natürlich noch nicht versucht da ich nur den einen Klon habe.

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Re: Puna

Beitragvon CABAC » 11. Juni 2014, 05:46

...Jordi, ich kann Dich beruhigen, Du warst es nicht, der mit mir kürzlich gewettet hatte.

Da gibt es in unserem schönen Land doch noch ein paar mehr, die steif und fest von sich behaupten, dass sie sich besonders gut auskennen.

Wenn ich nicht wüsste, wo der gute Cyrill seine HUN 747 gefunden hat, würde ich mich schön bei der El-Moreno-Sippe dieser Maihueniopsis zurückhalten.

Nun unmöglich ist es nicht, dass in dem Landstrich zwischen San Antonio de los Cobres - San Savador de Jujuy / Tres Moros und Puerta Tastil auch schon Pterocacteen gefunden werden können.

Für alle die, die nicht wissen um welche Regionen wir hier streiten, stelle ich mal einen Kartenausschnitt zur Verfügung:
MAP_puna_sub-1.jpg


„Diese Karte ist ein Ausschnitt aus der Karte ‚world mapping project Argentinien’. © REISE KNOW-HOW Verlag Peter Rump GmbH.“

Der Bereich in dem Cyrill seine HUN747 entdeckte, war der Bereich, in dem diese Punaart erstmalig dokumentiert wurde.
Zwischen den nördlichen und südlichen Populationen liegen nicht nur ca. 180 Km Luftlinie, sondern auch höchstunterschiedliche Landschaften. Das ist nicht alles flache Puna und auch nicht alles Gebirge, gleich ist eigentlich nur die durchschnittliche Höhe.

Macht es gut

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Re: Puna

Beitragvon Jiri Kolarik » 11. Juni 2014, 14:25

Hallo an alle, besonders an Herbert...
tolle Bilder & Infos!!!

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Re: Puna

Beitragvon scoparius » 3. Juli 2014, 17:27

Zusätliche Infos zum Lebensraum und Fundorten bereichern das Thema sehr. Danke Herbert.
Wo kommt eigentlich die dornenlose Form der Puna (tephrocactus) bonniae vor? Bei Fiambala sollte ja die Normalform mit anliegenden Dornen vorkommen.

Puna bonniae HPT907 2012 Juli19-1.jpg


P.bonniae blüht ja auch gerade wieder.
Puna bonniae HPT11 2014 Juli03-2.jpg


Puna bonniae Klon1 2014 Juli01-1.jpg

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Re: Puna

Beitragvon CABAC » 4. Juli 2014, 04:33

Jens,

auch westlich Fiambala, nur ca. 1.000 m höher.

Mach(t) es gut

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Re: Puna

Beitragvon scoparius » 4. Juli 2014, 20:15

Also ein Trend zu kürzeren Dornen in immer höheren Lagen?
Tephrocactus alexanderi wächst demnach in etwas tieferen Meereshöhen?
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Tephrocactus alexanderi HPT 2014 Juli03-5.jpg
Tephrocactus alexanderi exHPT 2014 Juno13-3.jpg

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Re: Puna

Beitragvon CABAC » 5. Juli 2014, 06:11

...nein Jens,

denn bei dem Tephrocactus geometricus ist es dort (bei den Fundorten westlich von Fiambala entlang der Routa N 45 ) genau umgekehrt.

Ich könnte ja nun mal wieder weit ausholen und hier die komplizierten Zusammenhänge zwischen Verbreitungsmodi und Arealgeografie / Biogeologie darstellen.

Oder Dich wieder mal auffordern, dort ein mal hinzufahren.

Oder Dir die Lektüre der Schumannia 2 empfehlen, denn dort haben HPT KG die Verbreitungsgebiete der Tephrocacteen recht anschaulich dargestellt.

Die (stark) bedornten sind oben. An dem Fundort auf 1990 m gibt es normal bedornten Puna bonniae, dafür aber häufiger unbedornte Tephrocactus geometricus. Was übrigens gleich ist- auch in der Bedornung - ist die Zusammensetzung der gefundenen Kakteengattungen. An beiden Orten wurden auch Echinopsis leucantha, Reichocactus bonniae, Pterocactus spec. Maihueniospsis mandragora gesehen bzw gefunden.

Mach(t) es gut

CABAC


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