Nur Namen?

Regulus
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Re: Nur Namen?

Beitragvon Regulus » 2. Dezember 2011, 16:15

Obwohl ich einverstanden bin mit die Idee das es viel zu viele Namen gibt is eine enge und nur Arealgeografische Einteilung mit nur eine "Einheitsart", für mich ein bisschen eine zu schmallen Basis.

Deswegen sind alle Argentinische Arten "P microsperma"? Das ist eine Beleidigung für die (ausgedrückt) Genetische Vielfalt.

Das Pflanzen ein Stachel mehr oder weniger haben ist nicht nur ein Folge von mehr oder weniger Sonne oder einen Berghang mehr oder weniger. Das ist wegen der,tatsächliche und bleibende, Änderung oder Modifikation des genetischen Materials. Diese Eigenschaften bleiben auch in eine Sammelung weiter leben, dH unter Umständen die nicht mehr die mögliche Ursache von die Verschiedenheit sind (nicht immer abder doch manchmal!), daher kommt auch die ganze Namen diskussion! In wie weit das eine "Arten" abgenzung darstellt muss man versuchen aus zu suchen aber die heutige "einheitswurst" gefällt mich nicht ... es gibt zuviel verschiedenen und ausgedruckte "Genetische Merkmale" dagegen.
Das schliesst nicht aus das es ein Kreis-verwantschaft gibt aber manchmal geht mann mich, schnell, eine Brücke zu weit, gleich in "lumping" oder "splitting"! Die Tatsache, dass Reisende anscheinend fließende Übergänge beobachten in der Habitat, ist kaum ein Argument für mich. Eine Brennnessel sieht genauso aus wie das andere, aber niemand Stellt in Frage, dass sie verschiedene Arten sein können, obwohl sie neben dem anderen wachsen. :)

Ein extremes Beispiel? Das genetisches Material (Genom) von Homo sapiens und Bonobo sind nur für 1% verschieden .. soll mann die zum gleichen Areal rechnen? Und wie werd mann diese Arten nennen? was hat hier priorität?
.. oder sollen wir nur glücklig sein das wir die "richtige" 1% haben ... "richtig" wann man es nicht von den Standpunkt der Bonobos aus, seht! :-D

.. und BTW .. ich bin mich bewusst das ohne Habitat Kenntnisse mann eine ein starkes Handicap hat für die Anerkennung der Arten .... aber, so weit mich bekannt ist war Brickwood auch niemals "dort über", das mach seine Angaben auch nur "Bücher Weisheit"?

BTW Ich bekam damals ein Cd mit der Arbeit von Brickwood. Hat er davon auch "neue" erweiterte "Ausgaben" gemacht?
hat einer von euch noch Kontakte mit John B?

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CABAC
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Re: Nur Namen?

Beitragvon CABAC » 3. Dezember 2011, 07:55

Hallo zusammen,

also ich finde unser regulus macht es sich zu einfach, hier alle argentinischen Parodia bei den Microspermien einzuordnen. Woran liegt das ? Resignation oder Provokation? Hilflosigkeit oder Verunsicherung?

Denn ich weiß, dass er es besser weiß. Und deshalb brauche ich ihm nicht erklären, dass in Argentinien die gesamte Bandbreite der Parodiensamengruppen anzutreffen sind.

Und schon wieder bringe ich den Begriff Arealgeografie in die Diskussion ein. Denn Schwierigkeiten mit der außerordentlichen Variabilität führt ja nicht nur bei den Parodien dazu, dass da ständig Gesprächsbedarf über die Zugehörigkeit zu einer Art besteht. Bei der Gattung Gymnocalycium sind die Probleme noch gravierender. Denn in dem Gebiet in dem unsere Problemparodien vorkommen ist es teilweise so, dass auf wenige M² nicht nur drei Samengruppen anzutreffen sind, sondern zwei davon sind sich auch noch im Habitus ähnlich.

Da bin ich als Parodist schon froh, dass ich mich bei dem Microspermien nur über ein paar -von der Beschreibung abweichende-unwesentliche Details unterhalten muss. Für die die sich nicht in Argentinien auskennen, ist es die Region nördlich von Mendoza bis etwa zu einer Linie von Salta. Ich sehe das so, dass in den genannten Bereich der ostanden Vorgebirge diese beiden Kakteengattungen unter einem starken Artentwicklungsdruck stehen und sich deshalb neue Dinge einfallen lassen müssen, um den Fortbestand einer Art zu erhalten. Wenn es nicht nach dem alten Schema geht, dann eben nach einem neuen.

Scheinbar sind ein paar von unseren mehr oder weniger fachkundigen Mitmenschen nicht in der Lage, es zu begreifen.

Noch mal zu JB; nein ich weiß nicht was er noch macht oder ob er überhaupt noch was in Richtung Parodien macht. Soviel ich weiß, ist er auch aus der IPK ausgetreten. Seine Arbeit beruhte auf die Zuarbeit von Leuten die mal Parodienstandorte in der Natur gesehen haben (also auch von mir). Die Bilder auf seiner CD zeigen ausschließlich Kulturpflanzen (die zum Teil in einem sehr gut gegossenen Zustand fotografiert worden sind). Man (frau) muss sich schon sehr intensiv mit der Gattung auseinandergesetzt haben, um mit den Informationen von JB klarzukommen (möchte sie aber nicht mehr missen, wie übrigens auch wie die Arbeiten von Louk Kok)...

...in diesem Sinne wünsche ich allen ein schönes 2. Adventswochenende

Euer


CABAC


So lange wie Kakaobohnen auf Bäumen wachsen, ist Schokolade für mich Obst!

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